Ovital Pflegedienst https://ovital-pflege.de Häuslicher Pflegedienst in Dortmund, Hagen, Lünen und Umgebung Tue, 05 Mar 2019 14:28:07 +0000 de-DE hourly 1 https://ovital-pflege.de/wp-content/uploads/2014/11/cropped-Ovital_Logo_4c_400x400-32x32.png Ovital Pflegedienst https://ovital-pflege.de 32 32 Das VOX Generationenprojekt. Die Resultate. https://ovital-pflege.de/das-vox-generationenprojekt-die-resultate/ Tue, 05 Mar 2019 14:28:07 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3053 Von Daniela Krautsack

Die BewohnerInnen einer Seniorenresidenz erhielten in einem Generationenprojekt des TV-Senders VOX Besuch von einer Gruppe 4jähriger. Klein und alt trafen sich mehrmals pro Woche. Es wurde gespielt, gebastelt, gemeinsam erforscht – jung und alt sind über den Zeitraum von sechs Wochen zusammengewachsen. Highlights waren ein Schlossbesuch, ein Sportfest, ein gemeinsam geplanter Bühnenauftritt und Spaziergänge im […]

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Von Daniela Krautsack

Die BewohnerInnen einer Seniorenresidenz erhielten in einem Generationenprojekt des TV-Senders VOX Besuch von einer Gruppe 4jähriger. Klein und alt trafen sich mehrmals pro Woche. Es wurde gespielt, gebastelt, gemeinsam erforscht – jung und alt sind über den Zeitraum von sechs Wochen zusammengewachsen. Highlights waren ein Schlossbesuch, ein Sportfest, ein gemeinsam geplanter Bühnenauftritt und Spaziergänge im Park, in der beide Generationen die frische Luft genossen und neue Erfahrungen machten.

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Ziel des Generationenprojekts

Die Senioren sollen zufriedener und fitter sein.

Nach den 6 Wochen stand folgende Frage im Raum: Gibt es nachweisliche körperliche und mentale Veränderungen bei den SeniorInnen?

 

Die Antwort

Ja. Die 10 Kinder bewegten Großes bei den Alten. Warum? Die Senioren haben viel Zeit. Kinder wünschen sich ungeteilte Aufmerksamkeit – eine perfekte Symbiose zwischen den 2 Generationen.

 

Was es braucht, damit so ein Projekt funktioniert? Vertrauen, Offenheit, Abenteuerlust. Keine Angst vor intimen Fragen der Kinder haben, wie: „Warum hast Du so viele Falten in Deinem Gesicht?“ Keine Hemmungen haben, sich ein Partyhütchen aufzusetzen oder sein Gesicht bemalen zu lassen.

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Das Vertrauen und die Offenheit beider Generationen sind innerhalb der 6 Wochen immer stärker geworden. Die Kinder gingen auf die SeniorInnen zu und suchten sich ihre Bezugsperson aus.

 

Während die Erwartungen der SeniorInnen rund um die Resultate des Projektes eingangs verhalten, verängstigt und eher negativ waren („Ich glaube nicht, dass mein Leben nach den 6 Wochen viel anders aussehen wird“, „Ich hoffe, dass mich die Kinder mögen“) sind alle über die intensiven Beziehungen verwundert.

 

Franz (92) war zu Beginn des Projektes besonders skeptisch. „Soll ich mir 6 Wochen Kindergarten antun?“, dachte Franz. Nach Ende des Projektes sagte er: „Soviel, wie ich gelaufen bin, bin ich schon Jahre nicht gelaufen. Und dann habe ich mit 92 Jahren sogar den Laufwettbewerb beim Sportfest gewonnen.“

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Die Aussagen der Seniorinnen

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird.“

„Ich freue mich immer, wenn ich die Kinder sehe. Weil es mir Spass macht.“

„Ich fühle mich freier. Ich bin nicht mehr so traurig.“

„Insgesamt geht es mir wesentlich besser. Viele Leute, die mich kennen, bestätigen mir das.“

„Man gewinnt Lebensfreude.“

„Ich bin stolz auf mich.“

„Nie ging es um mich. Mein ganzes Leben lang standen meine Kinder im Mittelpunkt. Jetzt geht es endlich nur um mich!“

„Ich habe viel mehr zu Wege gebracht, als ich mir zugetraut habe.“

„Der Umgang mit den Kindern lockert das Leben auf.“

„Man hat wieder mehr Spaß am Leben.“

„Man hat sich mehr getraut, um die Kinder nicht zu enttäuschen.“

„Ich bin lockerer, lustiger. Ich fühle mich jetzt viel wohler. Mir hat das Experiment richtig gut getan.“

 

Was die Mediziner sagen

Auch die Abschlussuntersuchungen sind überraschend für alle Beteiligten. Alle SeniorInnen sind mobiler, selbständiger, stärker und in viel besserem Zustand, sagen die Mediziner.

 

Die Bewegung und das Tanzen mit den Kindern habe dazu geführt, dass die SeniorInnen wieder mobiler wurden und sich dadurch wieder ganz andere Möglichkeiten ergaben. „Eine Arthrose im Knie kann man nicht heilen“, meint die Gerontologin, die das Projekt betreute, „aber ältere Menschen merken, dass man über einen Schmerz hinwegsehen kann.“

Copyright VOX / Die Handkraft der SeniorInnen verbesserte sich.

 

Bei der Abschlussuntersuchung fehlte plötzlich der Rollstuhl und der Rollator wurde weggestellt. Der Gesamtzustand hatte sich dramatisch verändert. Im Gleichgewichtstest und Mobilitätslauftest ist der Allgemeinmediziner, der die SeniorInnen untersuchte, besonders positiv überrascht. Beim Eingangstest zu Beginn des Projektes hatten sich manche SeniorInnen den Test gar nicht zugetraut.

Copyright: VOX / Der Rollator stört plötzlich und wird rasch weggeschoben.

 

Auch die Kinder profitieren vom Projekt

Die Kinder haben gelernt, im Umgang mit älteren Menschen Geduld zu zeigen. Sie sind älteren Menschen gegenüber offener als zuvor, gehen auf sie aktiv zu und vergrößern ihren Wortschatz.

 

Auch Wochen nach Projektende sind Kinder und SeniorInnen noch immer in Kontakt. Die Senioren und Kinder kehren regelmäßig in den Activity Raum der Seniorenresidenz zurück. Die Wiedersehensfreude ist immer unglaublich groß. Es haben sich Wahlverwandschaften gegründet. Die Freundschaften halten bis heute. Es wird telefoniert, geskypted, jung und alt treffen sich.

 

Eine Seniorin sagt: „Dass das publik gemacht wird, und sich dadurch Gruppen von jungen und alten Menschen bilden, das finde ich so wichtig. Ich hab’s erlebt, ich war dabei. Wenn man das ausbreiten könnte, in irgendeiner Form, wäre die Sendung ein großer Erfolg.“

 

Das Fazit

Ja, das Projekt hat nachhaltig funktioniert. Was das Projekt gezeigt hat, ist dass unser Blick auf die Interaktion der verschiedenen Generationen geschult werden sollte. Nicht nur über die Vernetzung der Generationen philosophieren, sondern ins Tun gehen. Die Freude, die entsteht, kennt keine Grenzen.

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Die Kunst, stilvoll älter zu werden https://ovital-pflege.de/die-kunst-stilvoll-aelter-zu-werden/ Mon, 04 Mar 2019 10:02:57 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3028 Von Daniela Krautsack

Wir leben in einer Kultur, die vom Alter besessen ist. Jung zu sein und jung zu bleiben ist das ultimative Ziel unserer Gesellschaft. Das ist der Generationenkonflikt unserer Zeit. Keine Angst zu haben, alt zu werden, sondern einen Weg zu finden, stilvoll älter zu werden. In der Instagram Welt wird jede Falte als Makel angesehen […]

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Von Daniela Krautsack

Wir leben in einer Kultur, die vom Alter besessen ist. Jung zu sein und jung zu bleiben ist das ultimative Ziel unserer Gesellschaft. Das ist der Generationenkonflikt unserer Zeit. Keine Angst zu haben, alt zu werden, sondern einen Weg zu finden, stilvoll älter zu werden.

In der Instagram Welt wird jede Falte als Makel angesehen und wegretouchiert, um das Bild der Jugendlichkeit zu bewahren. Frauen über 45 gelten in der männlichen Wahrnehmung als müde, faltig und asexuell. Gleichzeitig müssen Frauen für das Aufhalten des Alterungsprozesses durch kosmetische Behandlungen viel Kritik einstecken.

Ladies mit Vorbildfunktion

Ja, es gibt eine größer werdende Pro-Aging-Bewegung, die sich für die Akzeptanz verschiedener Generationen einsetzt. Frauen wollen im Alter als weise und selbstbewusst wahrgenommen werden.

Quelle: https://www.advanced.style/

Ein Vorbild für selbstbewusstes Auftreten im Alter ist die New Yorkerin Iris Apfel. Sie ist mit ihrem außergewöhnlichen Stil mit 97 Jahren die mediale It-Lady New Yorks. Oder die Künstlerin Sue Kreitzman, die durch Fotos von ihren exzentrischen Looks auf dem Blog Advanced Style bekannt wurde.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=khXEKQliWt0

Der Mut zur Falte

Der Mut zur Falte bedient einen immer größer werdenden Graben zum männlichen Geschlecht. Unsere Enkelinnen und Urenkelinnen brauchen ein überproportionales Selbstbewusstsein. Nur so können sie ihren Wert auf ein Niveau heben, das dem männlichen Geschlecht (endlich) ebenbürtig ist.

Die Aufgabe meiner Generation sollte darin liegen, zu unserer Großelterngeneration aufzuschauen. Sie zeigt uns, was es bedeutet zu leben. Wenn wir ihnen in unserer immer schneller werdenden Welt zuhören, dann können wir besser verstehen, wie man das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistert. Man lernt auch, wie man sich auf das Wichtige konzentriert.

Die Schönheit des Alters

Und alte Gesichter sind schöne Gesichter. Sie erzählen von einer individuellen Geschichte. Sie berichten uns von einem Leben, das voller guter und schlechter Entscheidungen ist und zeigen uns, was den Menschen ausmacht, der in ihnen steckt.

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Kinderlachen gegen Einsamkeit im Alter https://ovital-pflege.de/kinderlachen-gegen-einsamkeit-im-alter/ Thu, 21 Feb 2019 11:59:13 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2999 Von Daniela Krautsack

Auf dem TV-Sender VOX findet gerade ein sehr berührendes Generationenprojekt statt. Bei „Wir sind klein und ihr seid alt“ treffen zehn quirlige Vierjährige auf zehn Rentner, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben. Die Sendung basiert auf dem britischen Hit-Format „Old People`s Home for 4 Year Olds“ (Altenheim für Vierjährige), das im […]

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Von Daniela Krautsack

Auf dem TV-Sender VOX findet gerade ein sehr berührendes Generationenprojekt statt. Bei „Wir sind klein und ihr seid alt“ treffen zehn quirlige Vierjährige auf zehn Rentner, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben. Die Sendung basiert auf dem britischen Hit-Format „Old People`s Home for 4 Year Olds“ (Altenheim für Vierjährige), das im Vereinigten Königreich bei Channel 4 begeisterte.

Copyright Channel 4

Auch dort fragte man sich: Wenn Vier- und 84-Jährige zusammen arbeiten und spielen, verbessern sie dann die Gesundheit und das Glück der älteren Gruppe?

In insgesamt drei Folgen wird das Projekt dokumentiert. Sechs Wochen lang verbringen die unterschiedlichen Generationen Zeit miteinander. Was ist für die Senioren drinnen? Kindliche Leichtigkeit und Lebensfreude? Das zumindest zeigte bereits die erste Sendung am letzten Montag.

Ein Arzt und ein Team an Psychologen begleiten das Projekt, um zu sehen, wie sich der Gesundheits- und Gemütszustand der SeniorInnen in dieser Zeit verändert.

Einsamkeit statt goldener Lebensabend

Das ist ein Schicksal, das viele Senioren in Deutschland teilen. Wenn der geliebte Ehepartner stirbt und die Familie nur noch unregelmäßig zu Besuch kommt, überschattet das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, das einst glückliche Leben. Plötzlich finden sich die Rentner in einem isolierten Dasein mit eintönigem Alltag und wenig Lebensfreude wieder.

Nach dem Tod ihres Mannes leidet die 85-jährige Helga unter Einsamkeit und der Monotonie des Alltags. „Früher war ich ausgefüllt und meine Familie war mir nah“, erzählt sie und gesteht ein, sich trotz regelmäßiger Besuche nicht mehr gebraucht und als Teil der Familie zu fühlen. Auch an Babette (80) nagt das Alleinsein, das sie mit vielen Senioren in Deutschland teilt. „Am Anfang habe ich gedacht, du bist hierhergekommen, um zu sterben“, so die Rentnerin, die sich durch die Kinder neuen Lebensinhalt erhofft. Der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer begleitet das Generationenprojekt und weiß aus den Gesprächen mit alten Menschen: „Einsamkeit ist das Schlimmste, das einem passieren kann. Sogar Krankheiten werden dadurch schlimmer.“

Die Erwartungen sind im Vorfeld hoch

„Ich denke, dass ich für die Kinder vielleicht zu langweilig bin“, sorgte sich Rita (79) trotz aller Vorfreude. Helga sagte: „Wenn die Kinder mich nicht mögen, wäre ich sehr traurig.“ Als die Kinder beim Aufeinandertreffen im Activity Room auf die SeniorInnen treffen, herrscht auf beiden Seiten Unsicherheit. Dann ergreift die 84-jährige Marlene die Initiative und geht als Erste auf die Kinder zu. Ihr Mut wirkt ansteckend.

Copyright VOX

Nach und nach trauen sich auch die anderen Senioren und die Offenheit der Vierjährigen hilft ihnen, mit den Kleinen in Kontakt zu kommen. „Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, sagt Helga und meint begeistert: „Ein kleines Mädchen hat mich von Herzen angestrahlt. Man ist so froh, wenn man wieder als Mensch wahrgenommen wird.“

Copyight Bernd-Michael Maur

Schnell gewöhnen sich die beiden Generationen aneinander

Indiskrete Fragen kennen Kleinkinder nicht. „Warum hast du so Kreuze an deinen Backen?“, fragt Christian die 84-jährige Marguerite beim Anblick ihrer Falten im Gesicht. „Weil ich so alt bin“, antwortet ihm die Rentnerin. Sie wirkt weder schockiert, noch irritiert. Am Ende des ersten Tages ist die Vorfreude der SeniorInnen auf die weiteren Wochen mit den Kindern nicht zu bändigen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts ist es, dass die SeniorInnen dabei bleiben, erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer.

Franz, der mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer ist, blüht dank der Kindergartenkinder richtig auf. Zum kleinen Christian findet er einen besonders guten Draht. „Der Franz ist mein Freund“, sagt der Vierjährige, der Zuhause nur noch von dem rüstigen Rentner spricht.

Copyright TVNOW Bernd-Michael Maur

 

Könnte die Vernetzung von 4-6jährigen mit SeniorInnen in Altenheimen und Anlagen mit Betreutem Wohnen der Schlüssel sein, um die Einsamkeit älterer Menschen zu besiegen?

Während das Format sicherlich einiges an Herzerwärmung und Tränenpotenzial bietet, könnten die Ergebnisse des sozialen Experiments auch unseren Ansatz in der Altenpflege beeinflussen. Immerhin gibt es nicht viele Menschen, die sich keine Sorgen um einen älteren Angehörigen in einem Pflegeheim gemacht haben, zu dem sie nicht oft kommen.

VOX lädt Seniorenresidenzen ein, dem Beispiel der TV-Sendung zu folgen. Eine grandiose Initiative. Wenn Sie eine Seniorenheime kennen, die mehr Lebensfreude vertragen könnten, hier können Sie sie anmelden: https://www.vox.de/cms/wir-sind-klein-und-ihr-seid-alt-gesucht-werden-altersresidenzen-oder-seniorenheime-4293880.html

Schauen Sie sich die Sendung am kommenden Montag an und bilden Sie sich eine Meinung. VOX 25.2.2019 – 20:15 Uhr.

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Fahrrad fahren ohne Alterslimit https://ovital-pflege.de/fahrrad-fahren-ohne-alterslimit/ Thu, 31 Jan 2019 14:18:15 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2981 Von Daniela Krautsack

Der Kopenhagener Ole Kassow hat 2012 ein Programm ins Leben gerufen, um ältere Dänen für Fahrradausflüge zu begeistern. Jetzt machen sich Freiwillige in 42 Ländern mit ihren Passagieren auf den Weg, die (Um)Welt zu entdecken. Es begann alles mit einer freundlichen Geste. 2012 führte der tägliche Weg in die Arbeit Ole Kassow an einem Pflegeheim […]

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Von Daniela Krautsack

Der Kopenhagener Ole Kassow hat 2012 ein Programm ins Leben gerufen, um ältere Dänen für Fahrradausflüge zu begeistern. Jetzt machen sich Freiwillige in 42 Ländern mit ihren Passagieren auf den Weg, die (Um)Welt zu entdecken.

Es begann alles mit einer freundlichen Geste. 2012 führte der tägliche Weg in die Arbeit Ole Kassow an einem Pflegeheim vorbei. Jeden Morgen sah der Unternehmensberater den stilvoll gekleideten 97-jährigen Thorkild, der ihn von einer Bank aus begrüßte.

Kassow fragte sich, wann dieser Mann wohl das letzte Mal Fahrrad gefahren sei. „Da die meisten Kopenhagener das Radfahren lieben, ging ich davon aus, dass er es lieben würde, wieder in seine Gemeinde zu gehen, mit seinen Nachbarn in Kontakt zu treten und etwas zu tun, das er wahrscheinlich schon immer in seinem Leben getan hat“, erzählt Kassow. So holte sich der Unternehmensberater vom Pflegeheim die Erlaubnis, Seniorien mit einer gemieteten Fahrradrikscha auszuführen.

 

Diese Fahrt führte letztendlich dazu, dass Kassow die gemeinnützige Initiative „Cycling Without Age“  (https://cyclingwithoutage.org/) gründete. Übersetzt bedeutet das ‚Fahrrad fahren ohne Alterslimit“. Was klein begann, hat sich bis heute in 42 Ländern weltweit etabliert.

 

Schon die ersten Fahrten führten zu spannenden Geschichten und viel guter Laune. Nachdem Kassow den 97jährigen Thorkild mit der Fahrradrikscha spazieren fuhr, erhielt er am nächsten Tag einen Anruf, ob er das auch mit anderen Pflegeheimbewohnern machen würde. Diese Ausflüge wurden schnell Teil von Kassows Alltag. Kassow: „Das bot den Senioren eine neue Form von Mobilität und mir einen erstaunlichen neuen Einblick in meine Stadt“. Auf einer Fahrt deutete Thorkild auf eine alte Kaserne vor dem Schloss Rosenborg und rief in Richtung Kassow: „Ich habe dort gewohnt“. Es stellte sich heraus, dass Thorkild 1938 bei der königlichen Garde gewesen war.

 

Die Angestellten des Pflegeheims berichteten Kassow, dass die Senioren immer fröhlich, gesprächig und gesellig von Fahrradrikscha-Ausflügen zurückkehrten. Inspiriert vom positiven Feedback bat Kassow die Stadt Kopenhagen, eine Fahrradrikscha für das Pflegeheim zu finanzieren. Die Stadt bot mehr: fünf Fahrradrikschas für fünf Pflegeheime. Kassow war so begeistert, dass er mit Freunden und Familie eine Mini-Parade veranstaltete, um die Flotte vorzuführen. „Plötzlich hatten wir 30 freiwillige Helfer, die sich anmeldeten, um die Fahrräder zu lenken.“ Im Oktober 2013 erhielt Kassow seine erste Anfrage aus Oslo in Norwegen und bald ging das Konzept global.

 

Das Ziel von Kassow und seinem Team

Am wichtigsten ist Kassow, die Barrieren für Mobilität und Aktivität abzubauen, mit denen so viele Senioren konfrontiert sind. Ein Kapitel im kanadischen New Brunswick führt Senioren auf Naturfahrten in der Nähe der Appalachen. On Oshkosh, Wisconsin, dienen Polizei und Feuerwehr als Radfahrer; In Island sind die Fahrradrikschas mit Spikereifen ausgestattet, um auf eisigen Oberflächen zu navigieren. Weltweit gibt es mittlerweile über 15.000 freiwillige „Piloten“.

 

Aus Fremden Freunde machen – und Familien näher zusammenbringen.

Die 37-jährige Pernille Bussone, die vor zwei Jahren Kassows Konzept in Singapur lancierte, hat sich mit der 87-jährigen Annie, einer ihrer regulären Passagiere, befreundet. „Mit der Fahrradrikscha kommen wir fast überall hin“, sagt Busson. „Anders als mit einem Rollstuhl können wir so ausgedehnte Ausflüge machen.“ Die Freundschaft der beiden Frauen geht über das Fahrrad hinaus: „Annie hat mir beigebracht, peranakanisches Essen zu kochen (so hiess die Küche chinesischer Migranten, Mahjong zu spielen und mein Haus sauber und mit einer Zitronentinktur ameisenfrei zu halten“, fügt Busson hinzu.

 

Nicht nur Senioren profitieren

Die Piloten lernen auch einiges. „Ich habe Orte gesehen, die ich nicht kannte, und ich habe etwas über die Geschichte der Region erfahren“, sagt Ditte Jakobsen, Leiterin von Cycling Without Age in Capbreton, in Frankreich. Die Dänin freute sich darauf, die Fahrradkultur ihres Landes nach Frankreich zu bringen und ihr neues Zuhause zu erkunden.

 

Ihre Lieblingsfahrt war jedoch mit der 103-jährigen Juliette, um das Meer zu sehen. Als das Wetter unerwartet kalt wurde, drehten sie fast um, aber dann erinnerte sich Jakobsen an einen nahegelegenen Trödelladen. Das Personal schenkte Juliette einen Schal und einen Pullover. Als die zwei wieder aufbrachen, meinte Juliette, dass sie noch nie in einem Secondhand-Laden gewesen sei. Jakobsen sagt: „Wir beide haben so viel gelacht. Stellen Sie sich vor, Sie sind 103 Jahre alt, um immer noch Neues zu entdecken. Das ist fantastisch.“

 

Das universelle Versprechen des Radsports:

Auch Sie haben „das Recht auf Wind in den Haaren“, wie es das Leitbild der Gruppe steht. Während die Organisation in der ganzen Welt expandiert, sind die Fahrten in Kopenhagen immer länger geworden. Die Mitglieder begaben sich im Juni 2016 auf eine Reise von Rønde (Dänemark) nach Arendal (Norwegen). Insgesamt waren 17 Passagieren und 20 Piloten dabei. Diese Reise wurde Gegenstand des Dokumentarfilms ‚The Gray Escape‘:

https://vimeo.com/ondemand/thegreyescape/170594538?autoplay=1).

 

Fünf Tage und vier Nächte lang aßen, radelten und sangen Passagiere und Piloten. Sie beendeten ihre Reise mit einem Geschenk: Sie lieferten 10 Fahrradrikschas in die Stadt Arendal. Die Kopenhagener Gruppe hat bisher mehr als 20 Fernreisen unternommen. Wir haben festgestellt, dass lange Fahrten erhebliche positive Auswirkungen auf die älteren Bewohner, die Piloten und das Pflegeheim haben“, sagt Kassow. „Wir organisieren zwei oder drei Monate später Wiedervereinigungen, und auch die Demenzkranken erinnern sich an die Reise und sprechen darüber. Sie blühen auf, lächeln und singen zu den Liedern, die wir auf der Fahrt gespielt haben.“

 

Kassow ist begeistert von der weltweiten Verbreitung seines Programms. „Ich denke, Cycling Without Age spricht so viele verschiedene Kulturen an. Es appelliert an die grundlegende menschliche Freundlichkeit. Es fördert Gemeinschaft und Beziehungen über Generationen hinweg. Und es geht ums Radfahren, das auf der ganzen Welt an Popularität gewinnt.“

 

Link ÖSTERREICH: https://radelnohnealter.at/

Link DEUTSCHLAND: https://radelnohnealter.de/

Link TEDtalk: https://www.youtube.com/watch?v=O6Ti4qUa-OU

https://www.facebook.com/DavidAvocadoWolfe/videos/10154711180561512/

 

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Hörbücher – Raus aus dem Alltag https://ovital-pflege.de/hoerbuecher-raus-aus-dem-alltag/ Wed, 23 Jan 2019 11:23:09 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2962 Von Daniela Krautsack

Das Lesen von Büchern fällt im Alter schwer. Die Sehkraft lässt nach, die Bücher sind zu dick, zu schwer, die Schrift ist zu klein. Sind SeniorInnen nicht mehr in der Lage, selbständig zu lesen, springen meist Angehörigen oder Pfleger ein. Sie lesen vor, weil sie unseren älteren Menschen durch kurzweilige Erzählungen den Alltag verschönern möchten. […]

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Von Daniela Krautsack

Das Lesen von Büchern fällt im Alter schwer. Die Sehkraft lässt nach, die Bücher sind zu dick, zu schwer, die Schrift ist zu klein. Sind SeniorInnen nicht mehr in der Lage, selbständig zu lesen, springen meist Angehörigen oder Pfleger ein. Sie lesen vor, weil sie unseren älteren Menschen durch kurzweilige Erzählungen den Alltag verschönern möchten. Leider ist zum Vorlesen oft keine Zeit. Dafür sind die Tage und Nächte vor allem für alleinlebende Senioren sehr lang.

 

Um nicht auf den Buchgenuss verzichten zu müssen, gibt eine wunderbare Alternative zum Buch. Das Hörbuch. Älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen wird dadurch ermöglicht, sich zu informieren oder sich gedanklich auf eine unterhaltsame, spannende oder abenteuerliche Gedankenreise zu begeben.

 

Das Angebot an Hörbüchern ist sehr umfangreich und reicht von Belletristik bis hin zu Sach- und Fachbüchern.

 

Wenn die Ohren noch gut genug hören, unterhält auch das Radio. Es versorgt SeniorInnen mit aktuellen Nachrichten aus aller Welt. Es gibt zahllose Sender, die auch von der älteren Zielgruppe gerne gehört wird. Dort werden die top Hits von damals gespielt oder interessante Diskussionen übertragen.

 

 

Im folgenden Beitrag haben wir Ihnen eine Auswahl an Hörbüchern sowie an nutzerfreundlichen Endgeräten zusammengestellt.

Tipps zum Abspielen von Hörbüchern

Es gibt viele Möglichkeiten, an Hörbücher zu gelangen und diese abzuspielen. Eine gute Quelle für Hörbücher ist das Onlineportal audible.de

 

Krimis, Romanzen und Sachbücher können per Klick heruntergeladen und anschließend auf dem Smartphone oder einem Tablet abgespielt werden.

 

Die Bedienung ist schnell gelernt. SeniorInnen, die keine Erfahrung mit Smartphones oder Tablets haben, können einen Angehörigen oder Pfleger bitten, die gewünschten Hörbücher herunterzuladen und auf einem einfachen MP3-Player abzuspeichern.

 

Hörbücher sind auch auf CD erhältlich. Dafür brauchen Sie einen CD-Player. Wer keine Hörbücher kaufen möchte, informiert sich am besten in der örtlichen Bibliothek, ob Hörbücher zum Verleih angeboten werden.

 

Otto Buchegger von seniorenfreundlich.de empfiehlt folgende Produkte (https://www.seniorenfreundlich.de/senioren-mp3-player.html

 

Amazons Sprachassistentin Alexa spielt ebenfalls Hörbücher auf dem Amazon Echo, dem Echo Dot, dem Fire Tablet und anderen kompatiblen Amazon-Lautsprechern ab. Wenn Sie Ihren Lieben einen audible.de Account Einrichten, bestellen Sie bei Alexa ganz einfach das Hörbuch Ihrer Wahl. Mit dem Befehl: ‚Alexa, spiel das Hörbuch xyz ab!‘ geht das Hörvergnügen los.

 

Hörbücher als guter Zeitvertreib

Neben dem Zeitvertreib wird auch die Konzentrationsfähigkeit gefördert, damit bleiben ältere Personen geistig fit und interessiert am Leben.

Was hören?

Damit der Stoff nie ausgeht, können Sie auch Tauschbörsen wie Tauschticket (https://www.tauschticket.de/) verwenden.

Hörbücher mit Gemeinschaftserlebnis

Wer Hörbücher gerne zu einem Erlebnis mit Eltern und Großeltern machen möchte:

 

Wer selbst gerne schreibt und den Schritt wagen möchte, seine Texte zu publizieren, findet in der Grauen Feder (http://www.graue-feder.de/) eine nutzerfreundliche Plattform.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren Hörerlebnissen!

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Ovital Weihnachtsfeier 2018. Volles Haus. Ein Rückblick. https://ovital-pflege.de/ovital-weihnachtsfeier-2018-volles-haus-ein-rueckblick/ Mon, 07 Jan 2019 11:32:00 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2945 Von Daniela Krautsack

Wir sind spät dran mit dem Rückblick auf das Zusammentreffen mit Knecht Ruprecht. Aber auch die Elfen, Rentiere und Schreiberlinge brauchen mal Erholung und so haben wir die ersten Tage des neuen Jahres genutzt und Geschichten, Fotos und Videos von der Weihnachtsfeier zusammengetragen.   Es wurde gelacht, geplaudert, getrunken und Süßes geschmaust. Denn es ist […]

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Von Daniela Krautsack

Wir sind spät dran mit dem Rückblick auf das Zusammentreffen mit Knecht Ruprecht. Aber auch die Elfen, Rentiere und Schreiberlinge brauchen mal Erholung und so haben wir die ersten Tage des neuen Jahres genutzt und Geschichten, Fotos und Videos von der Weihnachtsfeier zusammengetragen.

 

Es wurde gelacht, geplaudert, getrunken und Süßes geschmaust. Denn es ist Weihnachten, die Zeit, in der es einen Freifahrtschein für Zuckergenuss gibt. Man iss soviel, wie man es (er)tragen kann. Weil so ein Vanillekipferl, eine Mandelmakrone und eine Rumstange – wer kann da schon nein sagen?

 

Auch den Ovital-Mitarbeitern lief beim Gedanken an Weihnachtskekse das Wasser im Mund zusammen. Kurzerhand haben sich alle beim Backen der Kekse eingebracht. Manche haben ein goldenes Kekshändchen gezeigt, bei anderen hat es Dutzende von Versuchen benötigt. Egal. Herausgekommen sind die besten Kekse, die man sich wünschen kann. Weil sie mit viel Liebe gemacht wurden. Sagen zumindest die Hobby-Bäcker der Ovital-Crew.

 

Auf Wunsch teilen unsere Elfen aus der Küche das Rumstangen Rezept, das bisher in einer geheimen Lade verwahrt wurde.

Copyright: Philip Schönauer

 

Pssssssst, nicht weitersagen! So wird die Rumstange gemacht:

Das müssen sie einkaufen:

  • 200 g Schokolade (gerieben)
  • 200 g Haselnüsse (gerieben)
  • 100 g Staubzucker
  • 20 g Schokostreusel
  • 3 EL Rum
  • 3 EL Wasser
  • 2 Eiklar
  • 1 Packung Vanillezucker

So werden die Rumstangen zubereitet:

  1. Zuerst Schokolade, Haselnüsse, Puderzucker und Vanillezucker gut vermischen.
  2. Eiweiß, Rum (oder Orangensaft) und das Wasser dazumischen und alle Zutaten gut verkneten.
  3. Die Masse zu einer Teigrolle formen und für eine Stunde kalt stellen.
  4. Die Schokoladenrolle aus dem Kühlschrank nehmen und Stangn formen (ca. fünf Zentimeter lang, einen Zentimeter im Durchmesser).
  5. In den Schokostreuseln wälzen und auf ein Backblech legen.
  6. Über Nacht an einem kühlen Ort ziehen lassen. Achtung, nicht zu lange am Fensterbrett lagern. Wir haften ungern für betrunkene Katzen.

Das nächste Weihnachten kommt bestimmt. Mit den Rumstangen wird auch Nachbarin Elfi sicher auch schon zu Ostern glücklich.

 

Und was wäre eine Weihnachtsfeier ohne Weihnachtsmann? Nicht nur Kinder finden daran Freude, wenn Geschenke verteilt und lustige Anekdoten über die Familie oder auch über Mitarbeiter und Kunden des Pflegedienstes erzählt werden.

 

Wir schnappen Geschichten auf, die uns zum Schmunzeln bringen. Frau G. zu Frau E.: „Meine Enkelin hat einen ‚Miet-Nikolo’ eingeladen. Der sagt zu meinem Urenkel: „Ho-ho-ho – Ich komme soeben mit meinem Schlitten vom Himmel her geritten“. Da schaut ihn mein Urenkel mit runzelnder Stirn an und sagt: „Ich hab aber nur ein Flugzeug am Himmel gesehen! Wo parkt denn Dein Schlitten?!“

 

Ja, in Zeiten von ‚Fake News’ müssen wir unsere bisher gültigen Geschichten an den Zeitgeist anpassen. Unser Weihnachtsmann war zwar fake, aber bemüht echt. Wir werden uns bemühen, ihn bis Ende 2019 gut zu nähren, damit er wie sein Weihnachtsmann Vorbild aus dem Internet etwas fülliger wird.

Er hielt bei der Geschenkübergabe eine Rute in der Hand, war aber glücklicherweise gar nicht nachtragend. Frau Ruprecht namens Michaela unterstützte ihn fleißig als Namens-Souffleuse und Päckchenträgerin.

Video-Mitschnitt vom Ovital Weihnachtsmann

Eine Weihnachtsfeier bei Ovital ist keine richtige Party, wenn der Chef nicht singt. Der Applaus war groß, Ralf Novy ist aufgeblüht.

 

Ja, es wurde viel gelacht.

Manche unserer Kunden wollten gar nicht nach Hause gehen. Wir haben unsere Kunden und Mitarbeiter bei der Weihnachtsfeier zusammengebracht und durch die ausgelassene Stimmung wurden Erinnerungen an Weihnachten im Kreis von Familie, Freunden und vergangenen Tagen wach.

 

Zu guter Letzt möchten wir allen Mitarbeitern nochmals ein großes DANKE übermitteln, denn sie haben diese Weihnachtsfeier so besonders gemacht!

 

Wir starten das Jahr 2019 mit viel Freude an unserer Arbeit und möchten Ihnen dieses Gedicht widmen:

Ich schick Dir einen Engel,

Der Dich stets bewacht,

Der mit Dir ein Tränchen weint –

Aber auch mal lacht.

 

Ich schick Dir einen Engel,

der sich um Dich sorgt,

der Dir, wenn Du ratlos bist,

gern sein Ohr Dir borgt.

 

Ich schick Dir einen Engel,

der Dich innig liebt,

der mit seinem Flügelschlag

Dir wieder Hoffnung gibt.

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Wenn in der Familie Funkstille herrscht https://ovital-pflege.de/wenn-in-der-familie-funkstille-herrscht/ Wed, 19 Dec 2018 09:44:58 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2933 Von Daniela Krautsack

Gerade zu den Feiertagen wird uns bewusst, dass wir das eine oder andere Familienmitglied aus den Augen verloren haben. Besonders hart trifft es uns, wenn in der Beziehung mit Kindern totale Funkstille herrscht. Dass das eigene Kind mit den Eltern bricht, das können sich Eltern nicht vorstellen. Wie kommen wir einander wieder näher? Hier einige […]

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Von Daniela Krautsack

Gerade zu den Feiertagen wird uns bewusst, dass wir das eine oder andere Familienmitglied aus den Augen verloren haben. Besonders hart trifft es uns, wenn in der Beziehung mit Kindern totale Funkstille herrscht.

Dass das eigene Kind mit den Eltern bricht, das können sich Eltern nicht vorstellen.

Wie kommen wir einander wieder näher?

Hier einige Ratschläge:

  • Zeigen Sie Mitgefühl in Bezug auf die Sorgen Ihres Kindes. Überlegen Sie, welche Ursachen diese Sorgen haben könnten und besprechen Sie diese mit Ihrem Kind behutsam.
  • Begegnen Sie der Aggression Ihrer Kinder nicht mit Wut oder ähnlichem Verhaltem. Bewahren Sie Ruhe. Wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, bitten Sie um eine Pause oder beenden Sie das Gespräch so gelassen wie möglich.
  • Fragen Sie Ihre Kinder, was in der Beziehung anders sein muss, damit sie sich wieder annähern können.
Sich mit dem Sohn wieder anzunähern, wünschen sich viele Mütter. Bildquelle: Unsplash

Was Sie vermeiden sollten

  • Erinnern Sie Ihre Kinder nicht daran, was Sie im Laufe des Lebens alles für sie getan haben oder aufgeben mussten. Es wird Ihren Kindern das Gefühl geben, als gäbe es ein Schuldverhältnis.
  • Kritisieren Sie weder die sexuelle Orientierung noch die Berufswahl oder Erziehungsmethoden Ihres Kindes.
  • Wenn Sie geschieden oder verwitwet sind, kritisieren Sie niemals den ehemaligen Partner (oder die ehemalige Partnerin), auch wenn Sie den Verdacht haben, dass ihm (ihr) die Schuld oder Kritik zuzuschreiben ist. Es könnte ihre Kindern belasten oder verärgern und ihre Motivation nehmen, auf eine Versöhnung hinzuarbeiten.
  • Stellen Sie beim Besuch der Kinder und Enkel keine allzu rigorosen Regeln auf (hier eine überzeichnete Darstellung, mit welchen Maßnahmen Großeltern die Nutzung von Smartphones verhindern wollen): https://www.youtube.com/watch?v=FgK8FIh47Ec
Copyright: Commonsense.org

Was tun, wenn die Beziehung nicht zu kitten ist?

Leider kann es passieren, dass Ihr Kind zu einer Versöhnung nicht bereit ist. Dann kann es eine Herausforderung sein, mit Kummer und Sehnsüchten umzugehen.

In diesem Fall kann Folgendes hilfreich sein:

  • Suchen Sie sich Unterstützung durch Therapie, Selbsthilfegruppen oder Online-Foren. Das hilft Ihnen, sich weniger einsam zu fühlen.
  • Akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können. Wenn Sie alle oben empfohlenen Schritte probiert haben, ist es an der Zeit, zu akzeptieren, dass Sie möglicherweise nichts anderes tun können.
  • Üben Sie sich in Selbstmitgefühl. Auch, wenn Sie Fehler gemacht haben, haben Sie Ihr Bestes versucht. Verurteilen Sie sich nicht.
  • Vergeben Sie Ihrem Kind. Wut kann zwar eine nützlicher Schutz gegen Selbsthass sein, aber es kann auch schwieriger sein, ein glückliches Leben zu führen. Es hindert dann auch, die richtige Einstellung zu haben, falls Ihr Kind den Kontakt wiederherstellen möchte.
  • Holen Sie sich Ihr Leben zurück. Entfremdung innerhalb der Familie führt häufig dazu, dass sich Eltern von Personen oder Aktivitäten zurückziehen, die Sinn und Freude vermitteln. Treffen Sie Menschen und nehmen Sie Aktivitäten auf, die Ihnen Spaß machen.

Mehr dazu im Original Beitrag Wenn in der Familie Funkstille herrscht auf Ovital Pflegedienst.

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Mit Musik zur Biografie https://ovital-pflege.de/mit-musik-zur-biografie/ Thu, 13 Dec 2018 16:00:50 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2915 Von Daniela Krautsack

Weihnachten steht vor der Tür. Alle Jahre wieder singen wir uns mit denselben beschwingten Melodien in eine besinnliche Stimmung ein. Musik, die auch an ‚früher‘ erinnert. Mit Musik in die Vergangenheit reisen Musik gilt als universelle Sprache. Mit Musik kann man in eine manchmal vergessene Vergangenheit reisen. Das zeigt das Projekt „Music and Memory“ (https://musicandmemory.org/) […]

Mehr dazu im Original Beitrag Mit Musik zur Biografie auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Weihnachten steht vor der Tür. Alle Jahre wieder singen wir uns mit denselben beschwingten Melodien in eine besinnliche Stimmung ein. Musik, die auch an ‚früher‘ erinnert.

Mit Musik in die Vergangenheit reisen

Musik gilt als universelle Sprache. Mit Musik kann man in eine manchmal vergessene Vergangenheit reisen. Das zeigt das Projekt „Music and Memory“ (https://musicandmemory.org/) des Sozialarbeiters Dan Cohen. Cohen hat eine Kampagne gestartet, die Pflegeheimbewohnern iPods zur Verfügung stellt. Ziel seiner Bemühungen ist, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Cohen drehte mit Michael Rossato-Bennett ein Video über sein Projekt, das zum viralen Hit wurde: https://www.youtube.com/watch?v=Fw7Y78aqf_I

Zeit des Erwachens

Am ersten Drehtag beobachtete der Filmemacher Henry, der zurückgezogen lebte und nicht kommunizierte. Beim Musikhören wurde Henry plötzlich ganz lebendig. Er begann zu singen und beantwortete Fragen über sein Leben. Henrys bemerkenswerte Wandlung rührte Rossato-Bennett sehr. Er entschied sich, Cohen drei Jahre lang zu begleiten. Aus der Dokumentation von Cohens Studien entstand der Film  „Alive Inside“ (http://www.aliveinside.us/).

Hier geht es zum Filmtrailer: https://youtu.be/IaB5Egej0TQ


In der Welt der Musiktherapeuten erkennt man seit Jahrzehnten, dass die Auswirkungen von Musik auf Patienten immens ist. Die Forschung belegt, dass Musik aus unserer Jugend den größten Einfluss auf unsere Emotionen und unser Gedächtnis hat.

Wenn Menschen mit fortgeschrittenener Demenz regelmäßig Musik hören, mit der sie eine Erinnerung verbinden, verbessern sich die Ergebnisse von kognitiven Tests innerhalb weniger Monate um bis zu 50%.
Eine Dame mit Demenzerkrankung konnte sich für nichts begeistern, bevor sie mit der Musiktherapie begann. Dann erkannten die Therapeuten durch Zufall, dass sie in jungen Jahren begeisterter Fan der Musikband Eagles war. Die Frau war nach einigen Monaten Musiktherapie ansprechbar und lachte mehr.
© Alive Inside Film, Film Still

Mehr Lebensqualität und Verbindung zur Familie

Die Macher des Films erhoffen sich für die erkrankten Menschen nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität. Sie engagieren sich damit auch für eine Stärkung der Generationenverbindung von Jung und Alt, um die soziale Isolation im Alter zu bekämpfen.

Zu diesem Zweck wurde auch eigens eine Stiftung (http://www.aliveinside.org/) gegründet. Diese will an Schulen Aufmerksamkeit für die Thematik schaffen. Es werden konkrete Tools vorgestellt, um den Dialog zwischen den Generationen zu fördern.
Ein Beispiel stellt die Alive Inside-App (http://www.aliveinside.org/app) dar, die von Kindern und Enkelkindern verwendet wird, um Großeltern bei der Suche nach ‚ihrer Musik‘ zu helfen.
 
Musik kann einen Ort des Trostes und der Erinnerung an positive Erinnerungen der Vergangenheit schaffen. Sie stellt einen Weg dar, Demenzkranken temporäre Orientierung und Vertrauen zu ermöglichen und so die Verbindung zur Familie zu stärken.

Mehr dazu im Original Beitrag Mit Musik zur Biografie auf Ovital Pflegedienst.

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Werden Sie Leihoma und bleiben Sie fit! https://ovital-pflege.de/werden-sie-leihoma-und-bleiben-sie-fit/ Thu, 29 Nov 2018 08:00:46 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2897 Von Daniela Krautsack

Enkel halten jung 500 Senioren hat eine Berliner Altersstudie über einen Zeitraum von 20 Jahren beobachtet. Die einen kümmerten sich um ihre Enkel. die anderen nicht. Es hat sich gezeigt: Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmern, haben ein geringeres Sterberisiko. Hintergrund ist, dass Kinder den Stress der Großeltern reduzieren können. Außerdem bleiben Großeltern geistig […]

Mehr dazu im Original Beitrag Werden Sie Leihoma und bleiben Sie fit! auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Enkel halten jung

500 Senioren hat eine Berliner Altersstudie über einen Zeitraum von 20 Jahren beobachtet. Die einen kümmerten sich um ihre Enkel. die anderen nicht. Es hat sich gezeigt: Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmern, haben ein geringeres Sterberisiko. Hintergrund ist, dass Kinder den Stress der Großeltern reduzieren können.

Außerdem bleiben Großeltern geistig fit, wenn sie sich mit ihren Enkeln regelmäßig auseinandersetzen. Wer sich außerdem regelmäßig mit anderen Großeltern, Eltern und deren Kindern trifft, geselliger ist, verbessere seine sozialen Aktivitäten.

Das beste Testergebnis haben Senioren, die einmal in der Woche auf ihre Enkelkinder aufpassen. Studien hatten in der Vergangenheit bestätigt, was lange vermutet wurde. Auch das Risiko für Demenz und Alzheimer verringert sich.

Doch was tun, wenn es keine Enkel gibt oder diese zu weit weg wohnen?

 

Leihen Sie sich welche

Leih-Großeltern werden aber immer stärker nachgefragt. Das hat verschiedene Gründe. Beide Elternteile müssen arbeiten. Aufgrund der gestiegenen Mobilität leben die Großeltern nicht mehr in der Nähe. Dennoch ist das Bedürfnis nach generationenübergreifendem Austausch und Unterstützung groß. Warum also nicht neue Formen der Familienbande in der Nachbarschaft knüpfen?

Kinder erleben im Umgang mit der älteren Generation das Miteinander von Jung und Alt. Eltern werden durch die Hilfe der Leihgroßeltern entlastet. Die dadurch entstehenden sozialen Beziehungen werden von allen Beteiligten als Bereicherung des Alltags erlebt.

Leihoma Frieda erzählt

Frieda, Leihoma aus Koblenz erzählt: „Manche Mütter und Väter sind in der Erziehung sehr streng.“ Frieda gibt zu, auch bei der Erziehung ihres eigenen Sohnes, der heute 45 ist, noch nicht die innere Ruhe gehabt zu haben. Diese innere Ruhe und unerschöpfliche Geduld hat sie jetzt mit ihren “Leihenkeln”. Die Kinder haben Vertrauen zu ihr gefasst und vertrauen sich ihr an, wenn sie etwas belastet.

Wir fragen: „Warum sind Sie Leihoma geworden, Frau Frieda?“ Sie antwortet lächelnd: „Mein Traumberuf war Kindergärtnerin. Doch meine Eltern verwehrten mir diesen Wunsch. Jetzt bin ich in Rente und habe mit einigen Jahrzehnten Verspätung doch zur Kinderbetreuung gefunden: als Leihoma.“

Zudem ergibt sich durch diese Tätigkeit in vielen Fällen ein kleiner Nebenverdienst, der geeignet ist, die eigene Rente aufzubessern.

 

Wovon profitieren Leih-Großmütter und Leih-Großväter?

Gemeinsame Ausflüge mit den „Leihenkeln und Leihenkelinnen“ sorgen bei den Senioren für viel Bewegung und Spaß im Alltag. Die Kinder profitieren bei diesem Prinzip von der Erfahrung der Senioren.

Auf der anderen Seite lernen die Senioren die Probleme der jungen Generationen kennen und besser verstehen. Dieses Prinzip der Gegenseitigkeit findet im Alltag leider nur allzu selten Anwendung. Gerade alleinstehende Senioren, die keine Kinder und daher keine Enkel haben, erleben als Leihgroßeltern das Gefüge einer Familie.

Einen kurzen Einblick in den Leih-Oma-Alltag finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=6hyYIZm3s9Q

Ein berührendes Beispiel eines englischen Opas, der vom kleinen Daniel als Leih-Opa ausgewählt wurde: https://www.facebook.com/BBCOne/videos/2281498438533900/

 

Wie komme ich zu meinem Leih-Enkel?

Mutter-Kind-Zentren sowie Kinderbetreuungseinrichtingen sind generell gute Anlaufstellen. In Dortmund gibt es das Projekt „Dortmunder Wunschgroßeltern“. Das ist eine Kooperation des Familienprojektes Dortmund und dem Mütterzentrum Dortmund e.V., das mittlerweile Dutzende Familien auf der Warteliste hat. (http://www.muetterzentrum-dortmund.de/Angebote/Wunschgrosseltern/139631,1031,140049,-1.aspx)

Es gibt auch Online-Plattformen, wie https://www.betreut.de/, auf denen nach Leih-Enkeln bzw. Leih-Großeltern gesucht werden können.

 

 

Mehr dazu im Original Beitrag Werden Sie Leihoma und bleiben Sie fit! auf Ovital Pflegedienst.

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Oma allein zu Haus? Nicht an Weihnachten! https://ovital-pflege.de/oma-allein-zu-haus-nicht-an-weihnachten/ Fri, 09 Nov 2018 14:42:42 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2881 Von Daniela Krautsack

Weihnachten ist ein Familienfest. Doch viele ältere Menschen verbringen den 24. Dezember oder sogar die kompletten Feiertage allein. Die Gründe, weshalb Menschen allein an Weihnachten sind, sind vielfältig. Der Weg zur Familie ist zu weit. Oft haben ältere Menschen zwar eine Familie, doch der Kontakt zu Kindern und Enkeln ist abgebrochen. Ein weiterer Grund für […]

Mehr dazu im Original Beitrag Oma allein zu Haus? Nicht an Weihnachten! auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Weihnachten ist ein Familienfest. Doch viele ältere Menschen verbringen den 24. Dezember oder sogar die kompletten Feiertage allein. Die Gründe, weshalb Menschen allein an Weihnachten sind, sind vielfältig. Der Weg zur Familie ist zu weit. Oft haben ältere Menschen zwar eine Familie, doch der Kontakt zu Kindern und Enkeln ist abgebrochen.

Ein weiterer Grund für die Einsamkeit ist oft der Verlust des Partners. In vielen Fällen haben die Kinder längst eigenen Nachwuchs und kommen nur am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag zu Besuch. Wenn überhaupt.

Es gibt natürlich auch Menschen, die mit Weihnachten nichts anfangen können, aber trotzdem nicht allein bleiben möchten.

Die Tage zwischen Heiligabend und Silvester werden medial vorwiegend von Geselligkeit bestimmt. Doch der Gedanke: „Jetzt muss ich in Gesellschaft sein“, bedrückt. Vor allem an Weihnachten.

Viele Alleinstehende werden sich zu Weihnachten ihrer Einsamkeit besonders schmerzhaft bewusst. Um mit diesen Gefühlen umzugehen, gibt es kein Patentrezept.

 

Es gibt aber mehrere Möglichkeiten, mit dem Alleinsein an Weihnachten umzugehen:

1. Gehen Sie aus

Nicht lange nachdenken, einfach rausgehen und Leute treffen. Auch an Heiligabend gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die zu einem Besuch einladen. Das kann ein Konzertbesuch sein oder ein Gottesdienst mit anschließender Feier. Es lohnt sich, das Programm von Sozialverbänden, Seniorenheimen und anderen Veranstaltern vor Ort durchzuforsten.

2. Verreisen Sie

Es gibt spezielle Reiseangebote für Senioren zu Weihnachten. Dort trifft man Gleichgesinnte und ist fernab des alltäglichen Umfelds, das einen an das Alleinsein erinnert.

3. Laden Sie Gleichgesinnte ein

Laden Sie Freunde, Bekannte oder Nachbarn zu sich nach Hause ein. Wer sich in seinem Bekanntenkreis umhört, findet bestimmt Menschen, die an Heiligabend auch nicht allein sein wollen – oder die einen einladen, gemeinsam mit ihrer Familie zu feiern.

Für viel Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken hat im letzten Jahr der Aufruf eines Berliner Rentners gesorgt. Der Mann hatte in einem Supermarkt ein Gesuch an das Schwarze Brett gepinnt und damit eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Er schrieb: „Wo findet einsamer Rentner, Witwer, im kleinen Kreis zu Weihnachten einen Platz zum Mitfeiern?“ Eine Frau entdeckte die Annonce, fotografierte sie und stellte sie ins Netz. Das Bild wurde viele Tausend Male geteilt, Dutzende Menschen haben den Witwer zu sich nach Hause eingeladen.

4. Verwöhnen Sie sich daheim

Nicht jeder mag an Heiligabend ein Konzert besuchen oder mit Freunden feiern. Da bleibt man lieber daheim und begeht Weihnachten besinnlich allein. Machen Sie etwas, das Ihnen guttut. Legen Sie eine Schallplatte mit ihrer Lieblingsmusik auf (oder hören Sie Ihre Lieblingsplaylist). Nehmen Sie ein Schaumbad und sehen Sie sich Ihren Lieblingsfilm an. Decken Sie Ihren Tisch festlich und kochen Sie Ihr Lieblingsgericht. Schreiben Sie einen Brief an Ihre Verwandten nach Übersee.

5. Seien Sie für andere da

Wer sich noch selber gut versorgen kann, könnte Kekse für ärmere Menschen backen und in einer Flüchtlingsunterkunft verteilen. Oder ziehen Sie sich ein Weihnachtsmannkostüm an, besuchen Sie eine Woche vor Weihnachten eine Kita und hören Sie sich die Wünsche der Kleinen an. Freuen Sie sich an Heiligabend über die schönen Eindrücke, die dieser Besuch Ihnen geschenkt hat.

Einsamkeit kann – bei Einhaltung der richtigen Voraussetzungen – auch durch Digitalisierung sehr wohl bekämpft werden. Es braucht Motivationsfaktoren, um ältere Menschen mit dem Thema Digitalisierung vertraut zu machen. Und es braucht die Einsicht der Familie, dass Digitalisierung nicht ersetzt, sondern auf analogen Kontakten aufbaut. Schenken Sie Ihren älteren Familienmitgliedern ein Tablet mit einer altersgerechten Software, die zum Austausch von Alltags-Highlights einlädt. Dann ist Oma weder an Heiligabend, noch an den übrigen 364 Tagen ‚allein‘.

 

Mit einer Idee, die sich in Großbritannien bereits bewährt hat, startete die Berlinerin Elke Schilling 2017: einer Hotline, bei der einsame Senioren rund um die Uhr einen Gesprächspartner erreichen. Von Heiligabend, 12.00 Uhr, durchgehend bis Neujahr, 12.00 Uhr, standen 2017 erstmals Ehrenamtliche des Projekts Silbernetz unter der Nummer 0800 4708090 bereit – das Feiertagstelefon war ein Testlauf, zunächst nur für Berliner Anrufer.

„Keine Frage zu groß, kein Problem zu klein. Kein Grund, damit allein zu sein“, lautet das Motto von Silbernetz. Schilling würde die Rufnummer gern dauerhaft betreiben und ausbauen. Derzeit gibt es die Kummernummer nur für Berlin-Brandenburg, hoffentlich bald auch bundesweit.

 

Weihnachten – ist kein Tag wie jeder andere

Heiligabend einfach ignorieren und den 24. Dezember wie einen gewöhnlichen Tag behandeln, ist eher keine gute Idee. Es ist besser, sich rechtzeitig Gedanken über die Bedürfnisse seiner Lieben und die eigenen Bedürfnisse an Weihnachten machen. Und dann zu überlegen, wie sich diese ‚in Harmonie‘ umsetzen lassen.

Um die Weihnachtsfeiertage so harmonisch wie möglich zu gestalten, braucht es ein Drehbuch. Welche Großeltern z.B. mit den Enkeln feiern dürfen, dafür gibt es kein Patentrezept. Vielleicht wollen Sie im einen Jahr Heiligabend mit den einen Großeltern, im anderen Jahr mit den anderen verbringen. Oder Sie feiern mit den Kindern allein und besuchen die Großeltern erst in den Tagen danach. Also sollten Sie das vorher mit den Kindern und den Großeltern besprechen. Auch der Ablauf des Heiligabend erfordert einen Ablauf, z.B. „Wir schauen uns die Geschenke an, aber singen noch vorher gemeinsam zwei Lieder. Oder lesen erst die Weihnachtsgeschichte vor.“

Weihnachten ist die ideale Zeit für Teenager, um zu rebellieren. Da bringen sie Eltern ganz leicht an ihre Grenzen. Aber Jugendliche haben auch andere Vorstellungen, wie sie das Fest feiern wollen – und das muss man vorher klären und nicht erst an Heiligabend. Stellen Sie sich vor, Sie baden gerade in Familienromantik und Ihr Spross sagt plötzlich: „Ich bin jetzt mal weg.“ Deshalb ist es so wichtig, dass alle den Ablauf kennen und alle bereit zu Kompromissen sind. Und wenn doch der Rebell durchbricht, sollten die Eltern versuchen, Humor zu bewahren.

Man sollte auch klären, welche Tradition Vorrang hat, z.B. welches Essen gekocht wird. Und ob sich mal jemand für eine Stunde absetzt, weil ihm der Kirchenbesuch im Gegensatz zum Rest der Familie wichtig ist – oder ob die anderen ihn vielleicht sogar begleiten wollen.

Es ist verständlich, dass die Großeltern ihre Enkel an Weihnachten erleben wollen. Das Fest hat ja mit Liebe zum anderen zu tun. Aber wenn es für Eltern so stressig wird, sodass der Sinn des Weihnachtsfestes verloren geht, sollten die Großeltern großzügig sein. Eine Lösung könnte sein, ein Treffen auf den Dreikönigstag zu verschieben und dann richtig gemütlich zu feiern.

Mehr dazu im Original Beitrag Oma allein zu Haus? Nicht an Weihnachten! auf Ovital Pflegedienst.

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