Ovital Pflegedienst https://ovital-pflege.de Häuslicher Pflegedienst in Dortmund, Hagen, Lünen und Umgebung Mon, 24 Jun 2019 20:19:20 +0000 de-DE hourly 1 https://ovital-pflege.de/wp-content/uploads/2014/11/cropped-Ovital_Logo_4c_400x400-32x32.png Ovital Pflegedienst https://ovital-pflege.de 32 32 Seniorenreise an die Ostsee https://ovital-pflege.de/seniorenreise-an-die-ostsee/ Mon, 24 Jun 2019 20:00:21 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3171 Von Daniela Krautsack

„Wenn ich die Ostsee seh, brauch ich kein Meer mehr.“ Das findet auch Ralf Novy, Geschäftsführer des Ovital Pflegedienstes in Dortmund und Hagen. Seit Jahren organisiert er mit seinem Team eine Seniorenreise in die Ostseeregion Nordwest-Mecklenburg. Auf der Seebrücke in Boltenhagen spazieren und die „Weiße Wiek“ entlang flanieren, entspannt im Strandkorb sitzen und ob strahlendem […]

Mehr dazu im Original Beitrag Seniorenreise an die Ostsee auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

„Wenn ich die Ostsee seh, brauch ich kein Meer mehr.“ Das findet auch Ralf Novy, Geschäftsführer des Ovital Pflegedienstes in Dortmund und Hagen. Seit Jahren organisiert er mit seinem Team eine Seniorenreise in die Ostseeregion Nordwest-Mecklenburg.

Auf der Seebrücke in Boltenhagen spazieren und die „Weiße Wiek“ entlang flanieren, entspannt im Strandkorb sitzen und ob strahlendem Sonnenschein oder strömenden Regen ein Tässchen Kaffee und Kuchen genießen – 19 Seniorinnen und Senioren, 2 Pflegerinnen und Ralf Novy machten sich zu Pfingsten auf, um bis Fronleichnam auf Sonne, Sand, Strand, Seehunde, Schlösser und anderes Alltagsfremdes zu treffen.

Von NRW an die Ostsee – ‚Mal wieder etwas anderes sehen’, dann noch der endlose Blick aufs Wasser. Und viele sorgenfreie Gespräche – darauf freuten sich die Ausflugsteilnehmer. Copyright: Ovital

Genächtigt wurde im Hotel am See in Grevelmühlen, das im Herzen der Ostseeregion Nordwest-Mecklenburg liegt. Von dort aus unternahm die Gruppe jeden Tag Ausflüge.

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön

Die Bootsfahrten sind stets ein Highlight der Seniorenreise. Nicht nur, weil die Damen endlich ihre Sommerhüte tragen können. Mit der MS Seebär ging es auf Seehund-Jagd, wohlweislich nur mit Fernglas bewappnet.

Gut “behütete” Ladies freuen sich auf die Bootsfahrt. Copyright: Ovital

Da sich die Seehunde im Naturschutzgebiet der Halbinsel Tarnewitz sichtlich wohlfühlen, waren viele der Tiere zumindest als kleine Punkte am Horizont zu sehen.

Seehunde auf der Sandbank in der Wismarbucht bei Boltenhagen. Mit freiem Auge konnte man nur erahnen, wer sich auf der Sandbank sonnte. Copyright: Ovital

Ralf Novy wählt Boltenhagen gerne als Ausflugsziel, weil sich der Erholungsort auf ältere und gehbehinderte Gäste besonders gut eingestellt hat. Die barrierefreie lange Seebrücke lädt mit einer für Rollatoren und Rollstühle angelegten Rampe – auch ohne fremde Hilfe – zum Flanieren ein. „Dass unsere Urlaubsgäste beim Spazierengehen nicht um Hilfe bitten müssen, gibt ihnen das Gefühl, selbstbestimmt zu sein. Das unterstützen wir mit der Wahl unserer Ausflugsziele.“, sagt Ralf Novy.

Barrierefreie Seebrücke Boltenhagen – Copyright: Ovital

Löwen, die von Papptellern essen

Weil Fell und Federn Emotionen wecken, durften auch Tiere im Urlaubsprogramm nicht fehlen. Beim Besuch des Erlebnis- und Tigerparks Dassow konnten die Urlauber Tiger und Löwen bei der Fütterung und Trainingseinheit beobachten. Um die Großkatzen gesund zu halten und psychisch anzuregen, werden sie von den Tiertrainern regelmäßig bewegt.

Zur Erheiterung der Urlauber legte Löwe Liam seinen Fleischknochen sorgfältig auf die Kartonunterlage, aus der er den Knochen gezogen hatte. „Der frisst vom Pappteller – das nenne ich mal gute Manieren.“, kommentierte eine begeisterte Seniorin.

Löwe Liam schmeckt’s sichtlich besser, wenn das Fleisch am Pappteller liegt. Copyright: Ovital

Bei älteren und auch demenzerkrankten Menschen schaffen Tiere das, was Familie, Pflegepersonal und Medikamente oft nicht erreichen. Sie wirken aufgeweckter und erzählen schon mal von früher. Im Erlebnis- und Tigerpark Dassow konnten die Urlauber Alpakas, Lamas, Dromedare, Ponys, Ziegen und Papageien füttern und streicheln.

Im Erlebnis- und Tigerpark Dassow wurde mit Freude gefüttert. Copyright: Ovital

Massierte Kühe mit Facebook-Seite und Himmelstorten

Ein besonders interessantes und kulinarisches Erlebnis bot der Besuch im Steinbecker Hofladen. Die Milchviehherde des Bauernhofs besteht aus über 200 Melk-Kühen und ihrer Nachzucht. Diese haben viel Auslauf, werden mit Futter aus eigenem Anbei versorgt und erhalten laut Betreiber viele Streicheleinheiten. Die Kühe haben nicht nur eine eigene Facebook – Seite, es wurde ein eigener Wellness-Bereich mit Massagebürste für sie eingerichtet.

Im Hofcafé wurden die Seniorinnen und Senioren mit selbstgebackener Torte der Bäuerin im Garten verwöhnt. Beim Verspeisen der Himmelstorten, die mit Sanddorn, Himbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren gefüllt sind, wurde es plötzlich im Hofladen ganz still. Hmmmm und ahhhhhh waren die einzigen Laute.

Auch Hoppalas passieren

Dass auf einer Reise mit älteren Menschen das eine oder andere Hoppala passiert, hat die Gruppe nicht aus dem Boot geworfen. Da bleiben Rollatoren stehen, und alle packen engagiert an. Michaela von Ovital erzählt: „Die Rollatoren unserer Gruppe haben für Erstaunen und Schmunzeln gesorgt.“

Ovital-Fee Michaela Zittlau ignoriert die erstaunten Blicke anderer Urlauber – Copyright: Ovital

„Hätte der Rollator ein besseres Image, würde man auf Senioren, die einen nutzen, positiver gucken. Wir sind für die SeniorInnen und Senioren verantwortlich“, sagt Zittlau. „Weil auch demenzkranke Patienten mitfahren, müssen wir unsere Augen überall haben. Das fühlt sich manchmal an, wie bei einem Schulausflug und dann muss man schon mal einen strengeren Ton anschlagen, damit nichts Unerwartetes passiert.“

Trotzdem ist immer viel Spaß an Bord der Ovital Busse. Das Ovital-Team ist immer zu einem Späßchen aufgelegt. Fummelecke und Zickenstube heissen die Ovital Busse und das Motto lautet – „Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn es Spaß macht.“

Copyright: Ovital

Eine heilsame Reise

Michaela rät zur Teilnahme an der Seniorenreise und den Ausflügen, die auch während des Jahres unternommen werden: „Es ist für uns immer schön zu sehen, dass die Luftveränderung, die Gruppendynamik und die gemeinsamen Unternehmungen für viele richtiggehend heilsam sind. Sauerstoffflaschen und Rollatoren werden plötzlich viel weniger oder gar nicht gebraucht. Es wird mit Begeisterung und viel mehr als sonst gegessen. Das Lachen und die fröhlichen Gesichter sind auch für uns Pflegerinnen eine Wohltat.“

Ein Potpourri unserer Sommerreise 2019. Copyright: Ovital

Mit Fragebögen wollte man das Kennenlernen erleichtern und zu interessanten Gesprächen motivieren. Letztendlich war das laut Ovital-Team gar nicht nötig. Es wurde munter geschnackt, man traf sich abends noch auf einen Drink; die einen erzählten von ihrer Familie, die anderen spielten Karten.

Copyright: Ovital

 

Das Ovital-Team freut sich auf den nächsten Ausflug.

Copyright: Ovital

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Therapiepuppe im Einsatz gegen Demenz https://ovital-pflege.de/therapiepuppe-im-einsatz-gegen-demenz/ Fri, 31 May 2019 15:35:53 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3151 Von Daniela Krautsack

„Ich habe meinem Vater gestern eine Puppe ins Heim gebracht. Obwohl er in Seitenlage im Bett lag, hat er mit beiden Händen danach gegriffen. Dann hat er gelächelt.“ So beschreibt Gabi H. die Situation, als sie ihrem Vater eine Therapiepuppe gab. Sie beschreibt enthusiastisch, dass die Idee einer Therapiepuppe für ihren Vater wie auch für […]

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Von Daniela Krautsack

„Ich habe meinem Vater gestern eine Puppe ins Heim gebracht. Obwohl er in Seitenlage im Bett lag, hat er mit beiden Händen danach gegriffen. Dann hat er gelächelt.“ So beschreibt Gabi H. die Situation, als sie ihrem Vater eine Therapiepuppe gab. Sie beschreibt enthusiastisch, dass die Idee einer Therapiepuppe für ihren Vater wie auch für sie emotional wie auch therapeutisch zur Erinnerungsarbeit eingesetzt ein Volltreffen war.

Kuscheln unlimited

„Dann habe ich ihn gefragt, wie wir die Puppe nennen sollen. Wie aus der Pistole geschossen kam ein Name, mit dem er uns Kinder damals immer rief, wenn wir ausgelassen herumgetollt sind und die Familie zum Lachen oder auf die Palme brachten. Mit der Therapiepuppe in der Hand sieht er so glücklich aus. Jetzt hat er etwas zum Kuscheln und lieb haben. Auch alte Menschen brauchen das. Es muss schlimm sein, in einem Körper gefangen zu sein, der nichts mehr macht wie früher.“ Gabi H. ist eine von vielen glücklichen Kunden von Therapiepuppen, die einem Elternteil Erinnerungen beschert und immer wieder einen glückseligen Blick aufs Gesicht zaubern.

Rosa H. erzählt: „Meine Mutter hat einen Plüschhund, mit dem sie immer einschläft und ich habe ähnliches auch bei anderen alten Menschen in dem Pflegewohnheim gesehen, in dem meine Mutter seit einigen Jahren lebt. Jeder Mensch sehnt sich nach Berührungen. Dafür ist man nie zu alt. Auch, wenn es nur ein Stofftier oder eine Puppe ist.“

Die Kraft der Puppen

Zunächst finden Angehörige von erwachsenen Pflegebedürftigen das Konzept von Therapiepuppen seltsam. Die Erfolge sprechen aber für sich. Viele Demenzkranke erinnern sich plötzlich an die Zeit, in der sie Eltern wurden oder glauben, dass sie selber noch im Kindesalter sind. Dann ähneln sie in ihrem Verhalten wie dem von Kindern.

Ersteres löst einen großen Beschützerinstinkt aus und sie haben das Bedürfnis, sich um jemanden zu kümmern. Bei letzterem brauchen sie ein Objekt zum Liebhaben und freuen sich über etwas, das sie tröstet. Viele der optisch realitätsnah gestalteten Therapiepuppen helfen dabei.

Durch die Puppen wird non-verbal kommuniziert

Patienten, die verbal nur noch schwer erreichbar sind, können mit den Puppen interagieren und kommunizieren. Vielen Personen, die in ihrer eigenen Welt versunken und kaum bis gar nicht mehr ansprechbar sind, wird dadurch die Möglichkeit gegeben sich auszudrücken und zu verständigen. Das erleichtert die Arbeit mit den Pflegebedürftigen in vielen Bereichen, sodass sich ihr allgemeiner Zustand auf oft bemerkenswerte Weise verbessert.

Insgesamt scheinen Patientinnen für die Puppen empfänglicher zur sein als Patienten. Dies ist vermutlich in der Mutterrolle der Frau begründet.

Der Nutzen der Puppen

Die Therapiepuppen können vielseitig im Umgang mit den Demenzkranken eingesetzt werden. So zum Beispiel bei der Bewegungstherapie oder beim Gedächtnistraining. Aber auch die tägliche Pflege kann durch die Puppen unterstützt werden.

Viele Patienten bauen eine Art Vertrauensverhältnis zu den Puppen auf und sehen sie als Freund, der ihnen zur Seite steht. So können sie beispielsweise auch bei der Pflegearbeit oder beim Bewegungstraining zur Mitwirkung motiviert werden, wenn die Puppe ein Teil dieses Vorgangs ist. Gerade bei schwierigen oder unangenehmen Behandlungsabläufen kann dies für Patient und Pfleger den Prozess erleichtern.

Sinnbringer und Stressfresser

Das Kümmern und im Arm halten beim Umgang mit den Puppen spricht viele Sinne an. Die Patienten werden auf einer emotionalen Ebene erreicht, die mit Worten nur noch bedingt oder gar nicht möglich ist. Dadurch entsteht ein Gefühl von Nähe und Geborgenheit. Ähnlich wie bei in der Pflege eingesetzten Tieren, ist zu beobachten, wie Demenzkranke auf emotionaler Ebene starke Reaktionen zeigen, wenn sie sich mit der Puppe beschäftigen. Die geweckten Emotionen äußern sich meist in Form von Freude, Begeisterung oder Neugier und derartige positive Gefühle wirken beispielsweise Stress entgegen.

Copyright: Joyk Therapiepuppe (links) und Kumquats Therapiepuppe (rechts)

Durch die Interaktion mit den Puppen und die dabei angesprochenen Sinne werden bei den Patienten die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit geschärft. Dies ermutigt und fördert die Aktivität des älteren Menschen.

Therapiepuppen schaffen Vertrauen

Viele Pflegefachkräfte stellen bei Verwendung von Therapiepuppen schnell fest, dass über die Puppe Vertrauen zu den Pflegebedürftigen aufgebaut werden kann. Die gewohnte Rolle zwischen Betreuungskraft und Patient werde aufgebrochen, ohne dass die Wertschätzung verloren gehe, berichten die Betreuungsfachkräfte.

Joyk Empathiepuppen

Living Puppets

 

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Mit Gedächtnistraining bleiben Sie im Alter fit! https://ovital-pflege.de/mit-gedaechtnistraining-bleiben-sie-im-alter-fit/ Mon, 20 May 2019 19:59:05 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3134 Von Daniela Krautsack

Unser Gehirn muss trainiert werden, da es sonst schrumpft wie ein Muskel. Unsere Zellen und Verbindungen verkümmern, wenn wir sie nicht aktivieren. Die Lösung: Regelmäßiges Gedächtnistraining. „Wer rastet, der rostet“ Dieser Satz gilt auch für unsere Zellen im Gehirn; deshalb trainieren wir unser Gehirn. Wen sprechen wir mit dieser Aussage an? Rentner, die geistig unterfordert […]

Mehr dazu im Original Beitrag Mit Gedächtnistraining bleiben Sie im Alter fit! auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Unser Gehirn muss trainiert werden, da es sonst schrumpft wie ein Muskel. Unsere Zellen und Verbindungen verkümmern, wenn wir sie nicht aktivieren. Die Lösung: Regelmäßiges Gedächtnistraining.

„Wer rastet, der rostet“

Dieser Satz gilt auch für unsere Zellen im Gehirn; deshalb trainieren wir unser Gehirn. Wen sprechen wir mit dieser Aussage an? Rentner, die geistig unterfordert sind. Körperlich eingeschränkte Senioren, die nicht mehr regelmäßig an ihren sozialen Unternehmungen teilnehmen können. Ältere Menschen, die einfach keine Lust mehr an Lernen oder an Bewegung haben. All diesen Menschen empfehlen wir, ihr Gedächtnis und die Lernprozesse wieder zu reaktivieren.

„Was du nicht benutzt, verlierst du!“

Um den Gesamtzusammenhang besser zu verstehen, müssen wir dieses fundamentale Prinzip der Evolution beachten. Unser Gehirn unterliegt den Gesetzen der Evolution. Genau dieses evolutionäre Gesetz gilt nicht nur für jedes unserer Körperteile, sondern für jede einzelne Zelle unseres Körpers.

Dieses Naturgesetz wird wohl nirgends so schnell deutlich wie in der Raumfahrt. Wenn die Astronauten nicht täglich auf der Raumstation ISS trainieren würden, dann wären sie nach ihrer Landung zurück auf der Erde kaum in der Lage, selbstständig aus der Landekapsel auszusteigen; geschweige denn drei Schritte zu gehen.

Gedächtnistraining bei Demenz

Bei Menschen mit Demenz zielt das Gedächtnistraining auf andere Bereiche ab. Rätsel zu lösen und Mensch ärgere Dich zu spielen kann keine Demenz heilen. Gedächtnistraining kann jedoch bei sekundären Demenzen rehabilitativ eingesetzt werden.

Es kann das Selbstwertgefühl steigern. Soziale Kompetenzen werden durch die Teilhabe an Gruppenangeboten gefördert. Es werden soziale Kontakte geknüpft. Die Kommunikation wird gefördert.

Es kann auf vorhandene Lebenserfahrung zurückgegriffen werden, auf erlernte Ressourcen und Erfahrungen. Wir können eine positive Lebensbilanzierung schaffen, wenn wir unser Gedächtnis trainieren.

Wer profitiert aus Erfahrungen wie?

Einer Frau mit Demenz gelingen ausgewählte Rechenaufgaben, da Sie früher als Verkäuferin gearbeitet. Ein Schreiner erkennt Werkzeug nur durch Fühlen in einem Tastsäckchen. Eine Frau erkennt Lieder an der Melodie und kann diese Mitsingen, da sie ihr halbes Leben in einem Kirchenchor gesungen hat. Ein Koch erkennt Gewürze und andere Lebensmittel beim Geruchs-Memory. Eine ehemalige Erzieherin kann Quizfragen rund um das Thema „Märchen“ beantworten.

 

Foto: fotolia.de – Lisa Klaus

Wie trainieren?

Gerade für Senioren sind Rätsel eine gute Möglichkeit, das Gedächtnis anzuregen und zugleich das Selbstwertgefühl zu steigern. ‚Reimrätsel‘ zu vertrauten Themen passen die gesuchten Wörter immer einem bestimmten Thema an, z.B. ‚Glücksbringer‘, ‚Frühlingsgefühle‘ oder ‚Friseurbesuch‘. So hilft – neben dem Reimen – auch das Assoziieren bei der Suche nach dem richtigen Begriff.

Als Alternative zu Gedächtnishilfen wie Terminkalender und Notizbuch kann man sein Gedächtnis auch durch innere Hilfen trainieren. Um z.B. Namen oder Telefonnummern besser zu behalten, gibt es viele verschiedene Tricks und Kniffe (Stangl, 2019). Wesentlich sind Konzentration, Wiederholung, Visualisierung und Organisation als Schlüssel zur guten Gedächtnisleistung.

Links.
https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNTECHNIK/Mnemotechnik.shtml#
https://www.prosieben.at/tv/galileo/videos/gedaechtnis-contest-clip2

Hier einige richtig gute Tipps, die zum Gedächtnistraining einladen:

https://www.zeitblueten.com/50-gehirnjogging-uebungen/

Gehirnjogging bedarf keines großen Aufwands. Los geht’s!

 

 

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Digitales Kondolenzbuch zum Trauern https://ovital-pflege.de/digitales-kondolenzbuch-zum-trauern/ Tue, 30 Apr 2019 16:19:44 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3116 Von Daniela Krautsack

Als ein guter Freund 2015 verstarb, war die Bestürzung in seinem mehrere tausende Freunde zählenden Profil groß. Noch immer posten Freunde und Bekannte von Kurt eine Zeile des Gedenkens. Auch 4 Jahre nach seinem Tod. Facebook ist für diese Menschen zum Kondolenzbuch geworden. Ein Ort, an dem sich Gleichgesinnte treffen, um einer lieben verstorbenen Person […]

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Von Daniela Krautsack

Als ein guter Freund 2015 verstarb, war die Bestürzung in seinem mehrere tausende Freunde zählenden Profil groß. Noch immer posten Freunde und Bekannte von Kurt eine Zeile des Gedenkens. Auch 4 Jahre nach seinem Tod. Facebook ist für diese Menschen zum Kondolenzbuch geworden. Ein Ort, an dem sich Gleichgesinnte treffen, um einer lieben verstorbenen Person zu gedenken und gemeinsam zu trauern.

2,37 Milliarden Menschen nutzen Facebook derzeit weltweit. Trotz Krisen und Datenschutzproblemen steigt die Zahl der Nutzer weiter. In den kommenden Jahren wird aber auch die Zahl der verstorbenen Netzwerker dramatisch steigen. Dadurch wird der Umgang mit dem sogenannten ‚virtuellen Erbe’ thematisiert.

 

Hat Facebook 2070 mehr tote als lebende Nutzer?

Bei Facebook könnten in 50 Jahren mehr tote als lebende Nutzer registriert sein. Das geht aus einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute in Großbritannien hervor.

Auf der Grundlage von Nutzerzahlen aus dem Jahr 2018 sowie UN-Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung weltweit berechneten die Forscher, dass mindestens 1,4 Milliarden Facebook-Mitglieder bis 2100 sterben werden.

 

Facebook-Daten als Kultur-Archiv

Die wachsende Zahl gestorbener Facebook-Mitglieder wirft wichtige Fragen zum virtuellen Erbe der Nutzer von sozialen Netzwerken auf. Der Forscher David Watson benennt die Archive digitaler Netzwerkplattformen als historische Archive menschlicher Kultur. Es sei wichtig, dass der Zugang zu diesen Daten nicht nur einem einzigen profitorientierten Unternehmen zur Verfügung stünden. „Wir müssen sicherstellen, dass zukünftige Generationen unser digitales Erbe nutzen können, um ihre Geschichte zu verstehen“, sagte Watson.

Copyright Shutterstock

 

Das digitale Kondolenzbuch kommt

Bald werden Freunde und Bekannte auf den Facebook-Profilen von verstorbenen Menschen Nachrichten hinterlassen können. Anders als sie es jetzt schon tun, soll dieses digitale Kondolenzbuch in einem eigenen Bereich jenseits der Chronik stattfinden.

Bislang haben Nutzer von Facebook die Möglichkeit, eine Person zu benennen, die in dem Fall des eigenen Ablebens das Facebook-Konto übernimmt. Diese Person kann das Profilbild wechseln, einen Beitrag in der Chronik verfassen und Freundschaftsanfragen beantworten. Über dem Namen des toten Mitglieds erscheint zudem der Schriftzug „In Erinnerung an“.

 

Mehr Rechte für digitale Nachlassverwalter

Wie das Unternehmen vor kurzem bekannt gab, soll auf Facebook nun ein Ort des Gedenkens geschaffen werden. Bislang war dies nur auf der Timeline möglich. Der Nachlassverwalter für das jeweilige Profil soll entscheiden dürfen, wer die Gedenknachrichten sehen kann und auch einzelne Nachrichten löschen können. Facebook-Mitglieder, die noch keinen Nachlassverwalter benannt haben, können das in den Einstellungen tun (–> Konto verwalten –> Namen eines Freundes/einer Freundin ein und klicke auf Hinzufügen).

 

Digitaler Nachlass

Mit dem Einrichten von Nasslassverwaltschaften werden auch verstörende automatisierte Rundmails eingestellt. So kommt es häufig vor, dass Facebook die Freunde eines Verstorbenen auf dessen bevorstehenden Geburtstag hinweist. Das ist auch mir vor kurzem passiert, als ich an den Geburtstag eines Freundes erinnert wurde, der sich vor einem Jahr das Leben nahm. Noch immer posten Bekannte, die von seinem Tod nicht informiert wurden, Luftballons und lustige Smileys.

Ebenso schwierig ist der Umgang mit anderen Bereichen des digitalen Nachlasses, etwa mit Blogs und anderen Online-Aktivitäten. Einheitliche Regeln, um an Passwörter zu gelangen und die Internet-Aktivitäten der Verstorbenen einzustellen, gibt es noch nicht. Auf das Sterben muss sich die digitale Welt erst einrichten.

 

Zu Lebzeiten den digitalen Nachlass regeln

Webseiten bieten an, Passwörter von E-Mail-Accounts, Ebay-, Facebook- und anderer Profile zu hinterlegen, um den digitalen Nachlass schon zu Lebzeiten zu regeln. Die Unternehmen senden dann alle Passwörter nach dem Ableben des Kunden an den Partner oder eine vorher vereinbarte Person.

So funktioniert auch das Angebot der Firma Securesafe. Die Schweizer bieten ein Bankschließfach für Passwörter und alles andere, was digitalisierten Wert hat.

Auf der Onlineplattform des Berliner Unternehmens mymoria.de kann man mit einigen Mausklicks sein Begräbnis planen. Mymoria.de versteht sich als „digitales Bestattungshaus“, das mit seinem Angebot den Beerdigungsmarkt ins Netz bringt und damit auch verändern will.

Auf über 1 Mio. monatliche Zugriffe kommt die Webseite strassederbesten.de. Die Seite sieht sich als digitales Kondolenzbuch und virtueller Friedhof. Sie können ein virtuelles Grab in einer hügeligen Landschaft platzieren oder nach eigener Vorstellung frei gestalten.

Die Afterlife-App lastHello ermöglicht es, nach dem Ableben Informationen und Nachrichten aller Art an beliebige Personen zu versenden. Ein Testament auf Video aufzunehmen und hochzuladen ist rechtlich nicht bindend. Dazu braucht es ein handschriftlich geschriebenes und unterschriebenes Testament. Man könne lastHello aber mitteilen, wo sich das Testament befindet („etwa wo genau bei dir daheim oder bei welchem Notar“).

Davon rate ich ab.

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Auszeichnung für Projekte, die Einsamkeit im Alter vorbeugen https://ovital-pflege.de/auszeichnung-fuer-projekte-die-einsamkeit-im-alter-vorbeugen/ Sat, 20 Apr 2019 13:32:58 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3099 Von Daniela Krautsack

Vor kurzem fand in Berlin der Fachkongress „Einsamkeit im Alter vorbeugen” unter dem Motto „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ statt. Dabei würdigte die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey Projekte, die sich gegen soziale Isolation im Alter einsetzen. Einsamkeit ist ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen und brauchen Unterstützung. „Wir wollen uns um […]

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Von Daniela Krautsack

Vor kurzem fand in Berlin der Fachkongress „Einsamkeit im Alter vorbeugen” unter dem Motto „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ statt. Dabei würdigte die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey Projekte, die sich gegen soziale Isolation im Alter einsetzen.

Einsamkeit ist ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen und brauchen Unterstützung.

„Wir wollen uns um die Menschen kümmern, die einsam sind oder von Einsamkeit bedroht sind. Jede und jeder einzelne kann das im eigenen Lebensumfeld tun: in der Nachbarschaft und sogar in der eigenen Familie. Einsamkeit vorzubeugen ist aber auch eine Aufgabe der Gesellschaft. Es ist nicht gut, wenn es dem Zufall überlassen bleibt, ob sich jemand kümmert. Wir brauchen gute Ideen und Angebote, die funktionieren und wirken.”, sagte die Ministerin.

Nicht jeder, der alleine ist, ist einsam

Prof. Dr. Ursula Lehr, ehemalige Bundesseniorenministerin meint zum Thema: „Nicht jeder, der alleine ist und alleine lebt und viel Zeit des Tages allein verbringt, ist einsam. Manche wollen ja ganz gerne allein sein und sich sammeln um was zu können. An muss also mit viel Feingefühl herausfinden: Ist der Mensch einsam? Dann muss ihm geholfen werden. Am ehesten kann man älteren Menschen helfen, wenn man ihnen eine Aufgabe gibt.
The feeling of being needed, das Gefühl gebraucht zu werden – das ist entscheidender als ständigen Kontakt.“

Ältere Menschen sind heute sehr aktiv. Die Rentenzeit ist aber ein neuer Lebensabschnitt. Der muss gestaltet werden. Es gibt viele Menschen, die das von alleine nicht schaffen. Die gesellschaftliche Aufgabe unserer Gesellschaft ist es, Lösungen zu finden, damit diese Menschen aktiv am Leben mitmachen können.

Lösungen gibt es viele

Soziale Kontakte sind entscheidend für die Lebensqualität der Menschen, auch jenseits der Familie, weil die Familien nicht mehr zusammenhocken. Schicksalsschläge wie Tod, Erkrankung, aber auch Armut steigern das Risiko sozialer Isolation und Vereinsamung bei älteren Menschen. Weil Einsamkeit viele Gesichter und viele Gründe hat, gibt es nicht eine Lösung, sondern viele.

Wie vielfältig das Engagement, die Ideen und die Lösungswege sind, beweist dieser Wettbewerb. Die Ministerin sagt in ihrer Rede: “ Wir wollen das Engagement jener, die Lösungen gegen Einsamkeit im Alter sichtbar machen und würdigen. Wir kümmern uns um die Kümmerer. Sie sind Impulsgeber und Vorbild für andere. Ihr Engagement macht unsere Gesellschaft besser. Im Kleinen wie im Großen.“

Der Wettbewerb

Den Wettbewerb führte das Bundesseniorenministerium gemeinsam mit der BAGSO durch. Es gab insgesamt 601 Bewerbungen in fünf Kategorien. Eine sechsköpfige Jury aus Kommunen, Wissenschaft und Politik wählte die 15 Sieger in einer gemeinsamen Sitzung aus.

Mit dem BAGSO-Vorsitzenden Franz Müntefering und der ehemaligen Bundesseniorenministerin Prof. Dr. Ursula Lehr zeichnet Dr. Franziska Giffey die besten Initiativen gegen Einsamkeit im Alter aus Copyright: Kathrin Harms

 

Regelmäßige Fachkongresse zum Thema Einsamkeit dienen dem Austausch und der Vernetzung der Akteure. Man diskutiert über aktuelle Befunde aus der Forschung zum Thema Einsamkeit und soziale Isolation, neue Wege der Begegnung, kommunale Strategien, besondere Zielgruppen und europäische Strategien.

Video “Einsam im Alter – Erfahrungen“:

Die Preisträger – ein Auszug

Preisträger der Kategorie Bildung und Kultur sind KULTURISTENHOCH2 und das Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien e.V. (ZIS).

KULTURISTENHOCH2

ermöglicht wirtschaftlich und/oder körperlich eingeschränkten Seniorinnen und Senioren kostenlos und regelmäßig Besuche vielfältiger Kulturveranstaltungen. Begleitet werden sie dabei von Schülerinnen und Schülern aus ihrem Stadtteil. Die kulturellen Angebote dienen als Gelegenheit, eine Brücke zwischen Jung und Alt zu bauen, Teilhabe, Begegnung und Austausch zu fördern und zum Zusammenhalt anzustiften.

Copyright: KULTURISTENHOCH2

Das Projekt „Alt ist nicht gleich alt“

in Bremen zielt auf die Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten im Sinne gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit. Dafür haben Freiwillige Aktivitäten entwickelt, die zum Mitmachen einladen. Dazu gehören ein Malkurs, eine Nähgruppe in einer offenen Kreativwerkstatt, Theaterworkshops und der Aufbau eines „Virtuellen Museums der Migration“.

Copyright: Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien e.V.

Preisträger in der Kategorie Sport und Bewegung sind: der SC Bayer 05 Uerdingen mit dem Projekt „Sportpark – Mobil 50+“, Krefeld (Nordrhein-Westfalen) und der Seniorenbeirat der Stadt Uebigau-Wahrenbrück mit dem Projekt „Lange Mobil und sicher zu Hause“, Uebigau (Brandenburg).

Das „Sportpark-Mobil 50+“

in Krefeld besucht regelmäßig Seniorenheime. Das Team bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern angeleitete, niedrigschwellige und spielerische Bewegungsangebote, darunter auch Trendsportarten wie Crossboccia. Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft gesellen sich in der Regel dazu, so dass das Projekt neben dem gesundheitsförderndem Bewegungsangebot auch generationsübergreifende Begegnung fördert.

Copyright: SC Bayer 05 Uerdingen e.V.

Das Projekt „Lange Mobil und sicher zu Hause“

Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück fördert Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden älterer und hochaltriger Menschen. Damit können sie so lange wie möglich aktiv am Gemeinschaftsleben teilnehmen und in den eigenen vier Wänden leben. Der ansässige Seniorenbeirat hat zur Umsetzung dieses Ziels mit Ehrenamtlichen niedrigschwellige Bewegungsangebote entwickelt. Die Aktivitäten finden sowohl in öffentlichen Räumen als auch zu Hause bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, teils als reine Übungseinheiten, teils aber auch in Verbindung mit Kaffee- und Spielenachmittagen.

Copyright: Stadt Uebigau-Wahrenbrück

Über die anderen Projekte erfahren Sie hier: https://www.bagso.de/einsam-zweisam-gemeinsam.html

Nachmachen ausdrücklich erwünscht!

 

Mehr dazu im Original Beitrag Auszeichnung für Projekte, die Einsamkeit im Alter vorbeugen auf Ovital Pflegedienst.

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Ein Hörgerät beugt Demenz vor https://ovital-pflege.de/ein-hoergeraet-beugt-demenz-vor/ Mon, 08 Apr 2019 08:51:06 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3085 Von Daniela Krautsack

Viele alte Menschen verzichten laut aktueller Forschungen auf Hörgeräte. Das hat fatale Folgen, denn Schwerhörigkeit führt zu Ängsten und anderen psychischen Krankheiten, wie Demenz. Je nach Grad der Schwerhörigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken um bis zu 50 Prozent. Modische Brille versus uncooles Hörgerät Auch Brillen hatten vor einigen Jahrzehnten noch das Stigma […]

Mehr dazu im Original Beitrag Ein Hörgerät beugt Demenz vor auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Viele alte Menschen verzichten laut aktueller Forschungen auf Hörgeräte. Das hat fatale Folgen, denn Schwerhörigkeit führt zu Ängsten und anderen psychischen Krankheiten, wie Demenz. Je nach Grad der Schwerhörigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken um bis zu 50 Prozent.

Modische Brille versus uncooles Hörgerät

Auch Brillen hatten vor einigen Jahrzehnten noch das Stigma des Alters. Mittlerweile ist ihr Ansehen zum Glück beträchtlich gestiegen. Erfolgreiche Werbekampagnen haben es geschafft, dass Brillen als modisches Accessoire angesehen werden. Es gibt sogar Fashionistas, die eine Brille tragen ohne eine zu brauchen.

Das doofe Vorurteil

Wer ein Hörgerät trägt, wirkt alt und krank. So klingt es, das total verstaubte Vorurteil. Warum die Hörgeräte-Industrie nicht auf die Idee kommt, Hörgeräte durchgängig modisch zu gestalten, ist ein Rätsel. Richtig farbenfrohes Design für Hörgeräte gibt es für Kinder, warum nicht auch ‚individualisierbar‘ für Erwachsene?

Copyright: Biha – Bundesinnung der Hörgeräteakustiker KdöR

 

Prof. Dr. Stefan Dazert, Arzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum sagt: „Wenn ich meinen Patienten sage, ich würde ihnen empfehlen ein Hörgerät bloß mal probeweise zu testen, dann fallen die aus allen Wolken und sind völlig entsetzt.“

Dabei sind Hörgeräte so wichtig, sagt er, denn ab Mitte 50 hört der Mensch schlechter. Und statistisch gesehen ist ab dem 65. Lebensjahr jeder dritte schwerhörig.

Wenn Menschen sich schämen, Hörgeräte zu tragen, dann ziehen sie sich zurück, weil sie viel Gesagtes und Umweltgeräusche nicht mehr mitbekommen. Sie verlieren nach und nach den Orientierungssinn.

Studien zeigen, dass eine mittelgradige Hörminderung das Demenzrisiko schon verdoppelt, meint Dazert.

Warum steigert Schwerhörigkeit das Demenzrisiko?

Man geht davon aus, dass Menschen, die schlecht hören, viel Energie und Höranstrengung aufbringen müssen, um eine normale Kommunikation zu führen und durch diese zusätzliche Anstrengung können andere Dinge nicht mehr so gut verarbeitet werden.

Wann braucht man ein Hörgerät?

Wenn die Familie sagt, dass der Fernseher zu laut ist. Man sollte zum Hörtest gehen, wenn man selbst das Gefühl hat, dass man kein Wort mehr versteht. Vor allem, wenn mehrere Leute durcheinander reden. Aufmerksam sollte man werden, wenn man öfter mal nachfragen muss, was der andere gesagt hat. Letztlich, wenn der Hörtest ein Hörgerät suggeriert.

Der coolste Hörtest der Welt

Die Trends

Die neuesten Hightech-Hörgeräte, die es auf dem Markt gibt, lassen sich mit dem Smartphone drahtlos verknüpfen. Und auch mit Auto-Navigationsgeräten und Haushaltsgeräten. Hat die Waschmaschine ihren Job erledigt, bekommt man ein akustisches Signal ins Ohr. „Ein Hörgerät ist mittlerweile viel mehr als eine reine Hörhilfe. Es wird zunehmend zur allumfassenden Kommunikationslösung“, sagen Experten der Firma Neuroth, die Hörgeräte-Lösungen anbietet.

Auch spezielle Übersetzungs-Apps erleichtern die Vernetzung mit anderen. Spricht das Gegenüber in mein Smartphone, bekomme ich das Gesprochene direkt in mein Hörgerät übersetzt. In naher Zukunft werden Hörgeräte diese Funktion selbstständig durchführen können. Dafür muss die Speicherkapazität größer werden. Ein erster Schritt in diese Richtung ist auch die Akku-Technologie, die immer gefragter ist, da der Batteriewechsel wegfällt.

Es gibt auch immer schickeres Design, auch für Menschen ab 50. Man muss sich nur auf die Suche machen.

Copyright Proauris

Hören mittels Gedankensteuerung

Mit Innovationen wie diesen beschäftigen sich unter anderem auch Hörforscher der Uni Oldenburg. Ihr Ziel: Hörgeräte sollen nicht nur kleiner und schneller werden, sondern vor allem smarter. So soll es in Zukunft sogar möglich sein, Hörgeräte über seine eigenen Gedanken steuern zu können. Das bedeutet: Hörgeräte fokussieren automatisch auf das, was der Hörgeräteträger hören oder verstehen will. Das passiert nicht nur durch akustische Einflüsse, sondern auf Basis der eigenen Gehirnströme, die analysiert und verarbeitet werden.

Wenn das Hörgerät nicht mehr hilft

Pius L. aus dem österreichischen Wolfsberg ist 90 Jahre alt. Er könnte heute schon taub in seiner Küche sitzen, aber der Kärntner hat sich im Alter von 85 Jahren für ein Cochlea-Implantat (CI) entschieden. Jetzt ist er der älteste Österreicher, der mit einem Implantat seine volle Hörfähigkeit zurückbekommen hat. Ein Cochlea-Implantat ist ein hochmoderner Hörcomputer. Es kommt dann in Frage, wenn es nicht mehr möglich ist, mit einem Hörgerät Sprache zu verstehen und ausreichend zu hören.

Copyright: MED-EL. Sichtbar bleibt nach der Operation nur der Audio-Prozessor, der den Schall ins Implantat weiterleitet.

Wie funktioniert ein Cochlea-Implantat?

Ein Cochlea-Implantat verstärkt den Schall nicht wie ein Hörgerät, sondern wandelt ihn in elektrische Impulse um. Diese gelangen zunächst direkt ins Innenohr, von dort weiter zum Hörnerv und schließlich ins Gehirn. So können sogar Menschen ohne natürliches Gehör wieder hören. Das Implantat wird im Zuge einer rund zweistündigen Operation hinter dem Ohr unter die Haut gepflanzt. Außen sichtbar ist dann nur ein Audio-Prozessor, der dafür sorgt, dass der Schall auch an der richtigen Stelle ankommt.

Sein Chirurg Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Mathias Sprinzl, Leiter der Abteilung für HNO am Universitätsklinikum St. Pölten lobt Herrn L.: „Ohne Hörunterstützung würde dieser lebensfrohe Mensch traurig zu Hause herumsitzen. Er hat die Vorteile des Cochlea-Implantats registriert und nicht gezögert, sich für diese Methode zu entscheiden.“

Für diese Maßnahme gibt es kein Alterslimit. Wenn ein Hörgerät nicht mehr den gewünschten Effekt hat, ist ein CI die Lösung, die auch im hohen Alter noch in Frage kommt. Prof. Sprinzl: „Wir können auch unter Lokalanästhesie operieren. Für uns ist das mittlerweile eine Routinesache und vollkommen schmerzfrei.“

Pius L. versichert: „ Ich rate jedem in meiner Situation: ,Machen Sie es!‘ Es ist das Beste, was man tun kann.“

Mehr dazu im Original Beitrag Ein Hörgerät beugt Demenz vor auf Ovital Pflegedienst.

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Wie steht es um Ihre digitale Souveränität? https://ovital-pflege.de/wie-steht-es-um-ihre-digitale-souveraenitaet/ Wed, 20 Mar 2019 12:17:49 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3068 Von Daniela Krautsack

Am 7. März fand in Berlin eine ‘Zukunftswerkstatt‘ zum Thema ‘Digitale Souveränität älterer Menschen’ statt. Der Workshop ist ein Mosaikteil zu einer Studie, die das Institut für Innovation und Technik im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchführt. Rund 30 SeniorInnen aus Berlin und Umgebung diskutierten mit ExpertInnen und Wissenschaftern, welche Chancen mit digitalen Technologien entstehen und […]

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Von Daniela Krautsack

Am 7. März fand in Berlin eine ‘Zukunftswerkstatt‘ zum Thema ‘Digitale Souveränität älterer Menschen’ statt. Der Workshop ist ein Mosaikteil zu einer Studie, die das Institut für Innovation und Technik im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchführt. Rund 30 SeniorInnen aus Berlin und Umgebung diskutierten mit ExpertInnen und Wissenschaftern, welche Chancen mit digitalen Technologien entstehen und welche Kompetenzen nötig sind, um diese Chancen zu nutzen.

Was bedeutet digitale Souveränität?

Und welche Möglichkeiten gibt es, die Souveränität von älteren Menschen zu stärken? Der Begriff Digitale Souveränität wurde so definiert: Es gilt, das eigene Leben mit digitalen Technologien selbstbestimmt zu gestalten und die Konsequenzen des digitalisierten Handelns gut einschätzen zu können.

 

Was bietet der Markt älteren Menschen?

Es hat sich in den letzten Jahren viel getan. Es sind viele digitale Produkte entstanden, die bei älteren Menschen besonders gut ankommen, z.B. Smartphones mit intuitiver Benutzeroberfläche. Dann sind Bildungsangebote entstanden, wie z.B. der Senioren Computer Club. Da werden sicherheitsrelevante Themen und technische Themen diskutiert, wie künstliche Intelligenz. Man erlaubt, partizipativer zu werden, damit ältere Menschen von gesellschaftsrelevanten Aktivitäten, die zunehmend online passieren, nicht ausgeschlossen werden.

Welche Trends gibt es?

Es gibt technologische Trends, wie künstliche Intelligenz, eine Schlüsseltechnologie, die Daten aufbereiten und bestimmte Muster in den Daten erkennen kann. Diese kann in Anwendungen eingesetzt werden, wie z.B. in persönlichen Assistenzsystemen (wie Siri) oder smart home – Applikationen, e-Health. Auch die Aufbereitung von Gesundheitsdaten wird ein ganz besonders wichtiges Thema im Alter.

Es gibt gesellschaftlichpolitische Trends, wie die Forderung nach offenen Datensätzen. Wenn man die nutzen möchte, muss man bereit sein, Daten zu teilen. Das sind open data – Initiativen. Wer die barrierefreie Nutzung von Infrastrukturen einfordert, muss Mobilitätsdaten teilen.

Es wurden auch interessante kulturelle Trends angesprochen, wie man als älterer Mensch z.B. mit Daten Geld verdienen kann. Mittlerweile sind auch Menschen über 65 zu sogenannten Influencer geworden. Wie z.B. auf Instagram versuchen diese, Produkte zu platzieren und diese Beiträge besonders ansprechend für eine ältere Zielgruppe aufzubereiten. Die Anzahl der ‚Follower‘ (jene Menschen, die Nachrichten dieser Influencer abonnieren) geht von Hundertausenden bis zu Millionen von Menschen.

Welche Anliegen haben ältere Menschen?

Dazu gehörten Sicherheitsthemen, wie „Was passiert eigentlich mit den Daten, die ich freigebe? Möchte ich das überhaupt? Möchte ich freigeben, was ich ganzen Tag tue?“

Die Motivationsfaktoren

Was sind denn die Motivationsfaktoren für ältere Menschen, um Bildungsangebote nutzen zu wollen?

Familiäre Kommunikation steht an erster Stelle, Alltags-Organisation, Shoppen online, und soziales Miteinander und Freizeitinfos einholen sind älteren Menschen ebenso besonders wichtig.

Auf die Frage: Was sind denn Ihrer Einschätzung nach die Kompetenzen, die in Zukunft verstärkt relevant werden? nannten die meisten älteren Menschen ‚die Teilnahme an Innovationsprodukten‘, also am Entwickeln von neuen Technologien. Es geht auch um generelles Technologieverständnis, z.B. was ist überhaupt künstliche Intelligenz? Digitale Demokratie? Was bedeutet freie Meinungsäusserung im Netz? Wie behandeln wir einander gegenseitig im Netz? Wie sieht die Durchsetzung digitaler Rechte (DSVGO) aus?

Themen, die in klassischen Bildungsangeboten adressiert werden, scheinen weniger wichtig zu sein, als grundlegende Kompetenzen, die Orientierungswissen vermitteln. Diese werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Die Befürchtungen der älteren Menschen

„Die meisten SeniorInnen wissen ja gar nicht, was e-Health oder Telemedizin bedeutet. Wenn ich nicht weiss, was es bedeutet, werde ich es nicht benutzen.“

„Die Experten schmeissen mit Fachwörtern um sich und erwarten, dass die ältere Generation automatisch versteht, worum es geht. Dabei sind ältere Menschen interessiert, aber sie müssen es vielleicht 10x so oft als die Jungen hören.“

„Nicht jeder ältere Mensch spricht oder versteht englisch. Die Internetsprache ist aber gespickt mit englischen Ausdrücken. Wir brauchen Zeit, um das zu lernen.“

Was kritisiert wird

In Berlin war es nicht möglich, eine einzige Bank zu begeistern, eine ‘Online Banking für ältere Menschen’ – Schulung anzubieten. „Alle Banken haben gesagt ‘Da ist kein Bedarf, das brauchen die nicht.’ Traurig. Die Wirtschaft scheint die Zielgruppe 65+ nicht zu verstehen“, beklagt Dagmar Hirche vom Verein ‚Wege aus der Einsamkeit‘ die Einstellung der Wirtschaft.

Not am digitalen Mann besteht vor allem im ländlichen Raum, wo viele Bankfilialen geschlossen werden. Es entstehen vereinzelt Kooperationen mit Banken, die Wissensmultiplikatoren ausbilden und bereit sind, in die Dörfer zu gehen und speziell ältere Menschen zum Thema Online-Banking zu schulen.

„Diese Art der Schulung muss immer wieder passieren, wegen des Tempos. Wir brauchen mehr Zeit als die jungen Leute, wenn wir ein neues Thema lernen. Das muss langsam gemacht werden. Immer wieder üben, um Sicherheit zu erlangen“, wünscht sich Hirche.

Auch dahingehend müssen junge Leute geschult werden, wenn sie eine Ausbildung in diesem Bereich machen. Die meisten, das haben Tests ergeben, haben keine Geduld, älteren Menschen digitale Inhalte immer wieder zu erklären und geduldig auf Fragen zu antworten.

Welche digitalen Angebote sind besonders attraktiv für ältere Menschen, um das  soziale Miteinander zu stärken?

Die Entstehung digitaler Marktplätze. Immer wieder gehen Mitglieder von Hilfsorganisationen, wie Caritas in Dörfern von Haus zu Haus und fragen: Was möchtet Ihr im Internet ausprobieren? Wo können wir helfen? Wer ist bereit, im Dorf Hilfe anzubieten? Dadurch wurde viel gelernt und die Hilfsorganisationen wissen nun, wie die Situation in den Haushalten aussieht, und wie diese digital abgebildet werden kann.

Vielerorts in Deutschland wurden auch generationenübergreifende Schulungen gestartet. Digitalexperten von 15 bis 75 Jahren drücken in der Volkshochschule alle 2 Wochen für 3 h abends die Schulbank. In den Dorfgemeinschaftshäusern wurden dazu digitale Klassenzimmer eingerichtet. Dort, wo früher eine Tafel hing, hängt jetzt ein Smart TV.

Es gibt Tablets und Notebooks, jeder aus der Dorfgemeinschaft kann vorbeikommen und Fragen stellen. Die Leute, die ausgebildet werden, haben sich bereit erklärt, dafür ehrenamtlich zur Verfügung zu stehen und Fragen zu beantworten Es werden digitale Fotobücher erstellt, gemeinsam Reisebuchungen und online Banking gemacht.

In Salzgitter bringen jugendliche Strafgefangene älteren Menschen den Umgang mit Tablets bei. Die jungen Strafgefangenen erfahren Wertschätzung und die SeniorInnen lernen zu einer Zeit, in der andere junge Menschen in der Schule sind und keine Zeit haben.

Fazit

Der Wunsch nach digitaler Selbstbestimmung stand in der Zukunftswerkstatt über allem. Den älteren Teilnehmern war extrem wichtig, selbstbestimmt zu entscheiden, wie man mit digitalen Technologien agiert.

Ältere Menschen wünschen sich, dass ihre Umwelt mit Geduld, Empathie und Verständnis auf ihre Unbeholfenheit reagiert.

Der Wille der älteren Menschen ist da, eigeninitiativ zu sein. Sie verlangen Bildungsangebote. Das Selbstorganisieren braucht aber Vernetzungsplattformen. Offline-und Online.

Photos: Daniela Krautsack

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Das VOX Generationenprojekt. Die Resultate. https://ovital-pflege.de/das-vox-generationenprojekt-die-resultate/ Tue, 05 Mar 2019 14:28:07 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3053 Von Daniela Krautsack

Die BewohnerInnen einer Seniorenresidenz erhielten in einem Generationenprojekt des TV-Senders VOX Besuch von einer Gruppe 4jähriger. Klein und alt trafen sich mehrmals pro Woche. Es wurde gespielt, gebastelt, gemeinsam erforscht – jung und alt sind über den Zeitraum von sechs Wochen zusammengewachsen. Highlights waren ein Schlossbesuch, ein Sportfest, ein gemeinsam geplanter Bühnenauftritt und Spaziergänge im […]

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Von Daniela Krautsack

Die BewohnerInnen einer Seniorenresidenz erhielten in einem Generationenprojekt des TV-Senders VOX Besuch von einer Gruppe 4jähriger. Klein und alt trafen sich mehrmals pro Woche. Es wurde gespielt, gebastelt, gemeinsam erforscht – jung und alt sind über den Zeitraum von sechs Wochen zusammengewachsen. Highlights waren ein Schlossbesuch, ein Sportfest, ein gemeinsam geplanter Bühnenauftritt und Spaziergänge im Park, in der beide Generationen die frische Luft genossen und neue Erfahrungen machten.

Copyright VOX

Ziel des Generationenprojekts

Die Senioren sollen zufriedener und fitter sein.

Nach den 6 Wochen stand folgende Frage im Raum: Gibt es nachweisliche körperliche und mentale Veränderungen bei den SeniorInnen?

 

Die Antwort

Ja. Die 10 Kinder bewegten Großes bei den Alten. Warum? Die Senioren haben viel Zeit. Kinder wünschen sich ungeteilte Aufmerksamkeit – eine perfekte Symbiose zwischen den 2 Generationen.

 

Was es braucht, damit so ein Projekt funktioniert? Vertrauen, Offenheit, Abenteuerlust. Keine Angst vor intimen Fragen der Kinder haben, wie: „Warum hast Du so viele Falten in Deinem Gesicht?“ Keine Hemmungen haben, sich ein Partyhütchen aufzusetzen oder sein Gesicht bemalen zu lassen.

Copyright VOX

 

Das Vertrauen und die Offenheit beider Generationen sind innerhalb der 6 Wochen immer stärker geworden. Die Kinder gingen auf die SeniorInnen zu und suchten sich ihre Bezugsperson aus.

 

Während die Erwartungen der SeniorInnen rund um die Resultate des Projektes eingangs verhalten, verängstigt und eher negativ waren („Ich glaube nicht, dass mein Leben nach den 6 Wochen viel anders aussehen wird“, „Ich hoffe, dass mich die Kinder mögen“) sind alle über die intensiven Beziehungen verwundert.

 

Franz (92) war zu Beginn des Projektes besonders skeptisch. „Soll ich mir 6 Wochen Kindergarten antun?“, dachte Franz. Nach Ende des Projektes sagte er: „Soviel, wie ich gelaufen bin, bin ich schon Jahre nicht gelaufen. Und dann habe ich mit 92 Jahren sogar den Laufwettbewerb beim Sportfest gewonnen.“

Copyright VOX

 

Die Aussagen der Seniorinnen

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird.“

„Ich freue mich immer, wenn ich die Kinder sehe. Weil es mir Spass macht.“

„Ich fühle mich freier. Ich bin nicht mehr so traurig.“

„Insgesamt geht es mir wesentlich besser. Viele Leute, die mich kennen, bestätigen mir das.“

„Man gewinnt Lebensfreude.“

„Ich bin stolz auf mich.“

„Nie ging es um mich. Mein ganzes Leben lang standen meine Kinder im Mittelpunkt. Jetzt geht es endlich nur um mich!“

„Ich habe viel mehr zu Wege gebracht, als ich mir zugetraut habe.“

„Der Umgang mit den Kindern lockert das Leben auf.“

„Man hat wieder mehr Spaß am Leben.“

„Man hat sich mehr getraut, um die Kinder nicht zu enttäuschen.“

„Ich bin lockerer, lustiger. Ich fühle mich jetzt viel wohler. Mir hat das Experiment richtig gut getan.“

 

Was die Mediziner sagen

Auch die Abschlussuntersuchungen sind überraschend für alle Beteiligten. Alle SeniorInnen sind mobiler, selbständiger, stärker und in viel besserem Zustand, sagen die Mediziner.

 

Die Bewegung und das Tanzen mit den Kindern habe dazu geführt, dass die SeniorInnen wieder mobiler wurden und sich dadurch wieder ganz andere Möglichkeiten ergaben. „Eine Arthrose im Knie kann man nicht heilen“, meint die Gerontologin, die das Projekt betreute, „aber ältere Menschen merken, dass man über einen Schmerz hinwegsehen kann.“

Copyright VOX / Die Handkraft der SeniorInnen verbesserte sich.

 

Bei der Abschlussuntersuchung fehlte plötzlich der Rollstuhl und der Rollator wurde weggestellt. Der Gesamtzustand hatte sich dramatisch verändert. Im Gleichgewichtstest und Mobilitätslauftest ist der Allgemeinmediziner, der die SeniorInnen untersuchte, besonders positiv überrascht. Beim Eingangstest zu Beginn des Projektes hatten sich manche SeniorInnen den Test gar nicht zugetraut.

Copyright: VOX / Der Rollator stört plötzlich und wird rasch weggeschoben.

 

Auch die Kinder profitieren vom Projekt

Die Kinder haben gelernt, im Umgang mit älteren Menschen Geduld zu zeigen. Sie sind älteren Menschen gegenüber offener als zuvor, gehen auf sie aktiv zu und vergrößern ihren Wortschatz.

 

Auch Wochen nach Projektende sind Kinder und SeniorInnen noch immer in Kontakt. Die Senioren und Kinder kehren regelmäßig in den Activity Raum der Seniorenresidenz zurück. Die Wiedersehensfreude ist immer unglaublich groß. Es haben sich Wahlverwandschaften gegründet. Die Freundschaften halten bis heute. Es wird telefoniert, geskypted, jung und alt treffen sich.

 

Eine Seniorin sagt: „Dass das publik gemacht wird, und sich dadurch Gruppen von jungen und alten Menschen bilden, das finde ich so wichtig. Ich hab’s erlebt, ich war dabei. Wenn man das ausbreiten könnte, in irgendeiner Form, wäre die Sendung ein großer Erfolg.“

 

Das Fazit

Ja, das Projekt hat nachhaltig funktioniert. Was das Projekt gezeigt hat, ist dass unser Blick auf die Interaktion der verschiedenen Generationen geschult werden sollte. Nicht nur über die Vernetzung der Generationen philosophieren, sondern ins Tun gehen. Die Freude, die entsteht, kennt keine Grenzen.

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Die Kunst, stilvoll älter zu werden https://ovital-pflege.de/die-kunst-stilvoll-aelter-zu-werden/ Mon, 04 Mar 2019 10:02:57 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3028 Von Daniela Krautsack

Wir leben in einer Kultur, die vom Alter besessen ist. Jung zu sein und jung zu bleiben ist das ultimative Ziel unserer Gesellschaft. Das ist der Generationenkonflikt unserer Zeit. Keine Angst zu haben, alt zu werden, sondern einen Weg zu finden, stilvoll älter zu werden. In der Instagram Welt wird jede Falte als Makel angesehen […]

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Von Daniela Krautsack

Wir leben in einer Kultur, die vom Alter besessen ist. Jung zu sein und jung zu bleiben ist das ultimative Ziel unserer Gesellschaft. Das ist der Generationenkonflikt unserer Zeit. Keine Angst zu haben, alt zu werden, sondern einen Weg zu finden, stilvoll älter zu werden.

In der Instagram Welt wird jede Falte als Makel angesehen und wegretouchiert, um das Bild der Jugendlichkeit zu bewahren. Frauen über 45 gelten in der männlichen Wahrnehmung als müde, faltig und asexuell. Gleichzeitig müssen Frauen für das Aufhalten des Alterungsprozesses durch kosmetische Behandlungen viel Kritik einstecken.

Ladies mit Vorbildfunktion

Ja, es gibt eine größer werdende Pro-Aging-Bewegung, die sich für die Akzeptanz verschiedener Generationen einsetzt. Frauen wollen im Alter als weise und selbstbewusst wahrgenommen werden.

Quelle: https://www.advanced.style/

Ein Vorbild für selbstbewusstes Auftreten im Alter ist die New Yorkerin Iris Apfel. Sie ist mit ihrem außergewöhnlichen Stil mit 97 Jahren die mediale It-Lady New Yorks. Oder die Künstlerin Sue Kreitzman, die durch Fotos von ihren exzentrischen Looks auf dem Blog Advanced Style bekannt wurde.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=khXEKQliWt0

Der Mut zur Falte

Der Mut zur Falte bedient einen immer größer werdenden Graben zum männlichen Geschlecht. Unsere Enkelinnen und Urenkelinnen brauchen ein überproportionales Selbstbewusstsein. Nur so können sie ihren Wert auf ein Niveau heben, das dem männlichen Geschlecht (endlich) ebenbürtig ist.

Die Aufgabe meiner Generation sollte darin liegen, zu unserer Großelterngeneration aufzuschauen. Sie zeigt uns, was es bedeutet zu leben. Wenn wir ihnen in unserer immer schneller werdenden Welt zuhören, dann können wir besser verstehen, wie man das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistert. Man lernt auch, wie man sich auf das Wichtige konzentriert.

Die Schönheit des Alters

Und alte Gesichter sind schöne Gesichter. Sie erzählen von einer individuellen Geschichte. Sie berichten uns von einem Leben, das voller guter und schlechter Entscheidungen ist und zeigen uns, was den Menschen ausmacht, der in ihnen steckt.

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Kinderlachen gegen Einsamkeit im Alter https://ovital-pflege.de/kinderlachen-gegen-einsamkeit-im-alter/ Thu, 21 Feb 2019 11:59:13 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2999 Von Daniela Krautsack

Auf dem TV-Sender VOX findet gerade ein sehr berührendes Generationenprojekt statt. Bei „Wir sind klein und ihr seid alt“ treffen zehn quirlige Vierjährige auf zehn Rentner, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben. Die Sendung basiert auf dem britischen Hit-Format „Old People`s Home for 4 Year Olds“ (Altenheim für Vierjährige), das im […]

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Von Daniela Krautsack

Auf dem TV-Sender VOX findet gerade ein sehr berührendes Generationenprojekt statt. Bei „Wir sind klein und ihr seid alt“ treffen zehn quirlige Vierjährige auf zehn Rentner, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben. Die Sendung basiert auf dem britischen Hit-Format „Old People`s Home for 4 Year Olds“ (Altenheim für Vierjährige), das im Vereinigten Königreich bei Channel 4 begeisterte.

Copyright Channel 4

Auch dort fragte man sich: Wenn Vier- und 84-Jährige zusammen arbeiten und spielen, verbessern sie dann die Gesundheit und das Glück der älteren Gruppe?

In insgesamt drei Folgen wird das Projekt dokumentiert. Sechs Wochen lang verbringen die unterschiedlichen Generationen Zeit miteinander. Was ist für die Senioren drinnen? Kindliche Leichtigkeit und Lebensfreude? Das zumindest zeigte bereits die erste Sendung am letzten Montag.

Ein Arzt und ein Team an Psychologen begleiten das Projekt, um zu sehen, wie sich der Gesundheits- und Gemütszustand der SeniorInnen in dieser Zeit verändert.

Einsamkeit statt goldener Lebensabend

Das ist ein Schicksal, das viele Senioren in Deutschland teilen. Wenn der geliebte Ehepartner stirbt und die Familie nur noch unregelmäßig zu Besuch kommt, überschattet das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, das einst glückliche Leben. Plötzlich finden sich die Rentner in einem isolierten Dasein mit eintönigem Alltag und wenig Lebensfreude wieder.

Nach dem Tod ihres Mannes leidet die 85-jährige Helga unter Einsamkeit und der Monotonie des Alltags. „Früher war ich ausgefüllt und meine Familie war mir nah“, erzählt sie und gesteht ein, sich trotz regelmäßiger Besuche nicht mehr gebraucht und als Teil der Familie zu fühlen. Auch an Babette (80) nagt das Alleinsein, das sie mit vielen Senioren in Deutschland teilt. „Am Anfang habe ich gedacht, du bist hierhergekommen, um zu sterben“, so die Rentnerin, die sich durch die Kinder neuen Lebensinhalt erhofft. Der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer begleitet das Generationenprojekt und weiß aus den Gesprächen mit alten Menschen: „Einsamkeit ist das Schlimmste, das einem passieren kann. Sogar Krankheiten werden dadurch schlimmer.“

Die Erwartungen sind im Vorfeld hoch

„Ich denke, dass ich für die Kinder vielleicht zu langweilig bin“, sorgte sich Rita (79) trotz aller Vorfreude. Helga sagte: „Wenn die Kinder mich nicht mögen, wäre ich sehr traurig.“ Als die Kinder beim Aufeinandertreffen im Activity Room auf die SeniorInnen treffen, herrscht auf beiden Seiten Unsicherheit. Dann ergreift die 84-jährige Marlene die Initiative und geht als Erste auf die Kinder zu. Ihr Mut wirkt ansteckend.

Copyright VOX

Nach und nach trauen sich auch die anderen Senioren und die Offenheit der Vierjährigen hilft ihnen, mit den Kleinen in Kontakt zu kommen. „Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, sagt Helga und meint begeistert: „Ein kleines Mädchen hat mich von Herzen angestrahlt. Man ist so froh, wenn man wieder als Mensch wahrgenommen wird.“

Copyight Bernd-Michael Maur

Schnell gewöhnen sich die beiden Generationen aneinander

Indiskrete Fragen kennen Kleinkinder nicht. „Warum hast du so Kreuze an deinen Backen?“, fragt Christian die 84-jährige Marguerite beim Anblick ihrer Falten im Gesicht. „Weil ich so alt bin“, antwortet ihm die Rentnerin. Sie wirkt weder schockiert, noch irritiert. Am Ende des ersten Tages ist die Vorfreude der SeniorInnen auf die weiteren Wochen mit den Kindern nicht zu bändigen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts ist es, dass die SeniorInnen dabei bleiben, erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer.

Franz, der mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer ist, blüht dank der Kindergartenkinder richtig auf. Zum kleinen Christian findet er einen besonders guten Draht. „Der Franz ist mein Freund“, sagt der Vierjährige, der Zuhause nur noch von dem rüstigen Rentner spricht.

Copyright TVNOW Bernd-Michael Maur

 

Könnte die Vernetzung von 4-6jährigen mit SeniorInnen in Altenheimen und Anlagen mit Betreutem Wohnen der Schlüssel sein, um die Einsamkeit älterer Menschen zu besiegen?

Während das Format sicherlich einiges an Herzerwärmung und Tränenpotenzial bietet, könnten die Ergebnisse des sozialen Experiments auch unseren Ansatz in der Altenpflege beeinflussen. Immerhin gibt es nicht viele Menschen, die sich keine Sorgen um einen älteren Angehörigen in einem Pflegeheim gemacht haben, zu dem sie nicht oft kommen.

VOX lädt Seniorenresidenzen ein, dem Beispiel der TV-Sendung zu folgen. Eine grandiose Initiative. Wenn Sie eine Seniorenheime kennen, die mehr Lebensfreude vertragen könnten, hier können Sie sie anmelden: https://www.vox.de/cms/wir-sind-klein-und-ihr-seid-alt-gesucht-werden-altersresidenzen-oder-seniorenheime-4293880.html

Schauen Sie sich die Sendung am kommenden Montag an und bilden Sie sich eine Meinung. VOX 25.2.2019 – 20:15 Uhr.

Mehr dazu im Original Beitrag Kinderlachen gegen Einsamkeit im Alter auf Ovital Pflegedienst.

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