Ovital Pflegedienst https://ovital-pflege.de Häuslicher Pflegedienst in Dortmund, Hagen, Lünen und Umgebung Wed, 23 Jan 2019 19:11:25 +0000 de-DE hourly 1 https://ovital-pflege.de/wp-content/uploads/2014/11/cropped-Ovital_Logo_4c_400x400-32x32.png Ovital Pflegedienst https://ovital-pflege.de 32 32 Digitales Kondolenzbuch zum Trauern https://ovital-pflege.de/digitales-kondolenzbuch-zum-trauern/ Tue, 30 Apr 2019 16:19:44 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3116 Von Daniela Krautsack

Als ein guter Freund 2015 verstarb, war die Bestürzung in seinem mehrere tausende Freunde zählenden Profil groß. Noch immer posten Freunde und Bekannte von Kurt eine Zeile des Gedenkens. Auch 4 Jahre nach seinem Tod. Facebook ist für diese Menschen zum Kondolenzbuch geworden. Ein Ort, an dem sich Gleichgesinnte treffen, um einer lieben verstorbenen Person […]

Mehr dazu im Original Beitrag Digitales Kondolenzbuch zum Trauern auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Als ein guter Freund 2015 verstarb, war die Bestürzung in seinem mehrere tausende Freunde zählenden Profil groß. Noch immer posten Freunde und Bekannte von Kurt eine Zeile des Gedenkens. Auch 4 Jahre nach seinem Tod. Facebook ist für diese Menschen zum Kondolenzbuch geworden. Ein Ort, an dem sich Gleichgesinnte treffen, um einer lieben verstorbenen Person zu gedenken und gemeinsam zu trauern.

2,37 Milliarden Menschen nutzen Facebook derzeit weltweit. Trotz Krisen und Datenschutzproblemen steigt die Zahl der Nutzer weiter. In den kommenden Jahren wird aber auch die Zahl der verstorbenen Netzwerker dramatisch steigen. Dadurch wird der Umgang mit dem sogenannten ‚virtuellen Erbe’ thematisiert.

 

Hat Facebook 2070 mehr tote als lebende Nutzer?

Bei Facebook könnten in 50 Jahren mehr tote als lebende Nutzer registriert sein. Das geht aus einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute in Großbritannien hervor.

Auf der Grundlage von Nutzerzahlen aus dem Jahr 2018 sowie UN-Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung weltweit berechneten die Forscher, dass mindestens 1,4 Milliarden Facebook-Mitglieder bis 2100 sterben werden.

 

Facebook-Daten als Kultur-Archiv

Die wachsende Zahl gestorbener Facebook-Mitglieder wirft wichtige Fragen zum virtuellen Erbe der Nutzer von sozialen Netzwerken auf. Der Forscher David Watson benennt die Archive digitaler Netzwerkplattformen als historische Archive menschlicher Kultur. Es sei wichtig, dass der Zugang zu diesen Daten nicht nur einem einzigen profitorientierten Unternehmen zur Verfügung stünden. „Wir müssen sicherstellen, dass zukünftige Generationen unser digitales Erbe nutzen können, um ihre Geschichte zu verstehen“, sagte Watson.

Copyright Shutterstock

 

Das digitale Kondolenzbuch kommt

Bald werden Freunde und Bekannte auf den Facebook-Profilen von verstorbenen Menschen Nachrichten hinterlassen können. Anders als sie es jetzt schon tun, soll dieses digitale Kondolenzbuch in einem eigenen Bereich jenseits der Chronik stattfinden.

Bislang haben Nutzer von Facebook die Möglichkeit, eine Person zu benennen, die in dem Fall des eigenen Ablebens das Facebook-Konto übernimmt. Diese Person kann das Profilbild wechseln, einen Beitrag in der Chronik verfassen und Freundschaftsanfragen beantworten. Über dem Namen des toten Mitglieds erscheint zudem der Schriftzug „In Erinnerung an“.

 

Mehr Rechte für digitale Nachlassverwalter

Wie das Unternehmen vor kurzem bekannt gab, soll auf Facebook nun ein Ort des Gedenkens geschaffen werden. Bislang war dies nur auf der Timeline möglich. Der Nachlassverwalter für das jeweilige Profil soll entscheiden dürfen, wer die Gedenknachrichten sehen kann und auch einzelne Nachrichten löschen können. Facebook-Mitglieder, die noch keinen Nachlassverwalter benannt haben, können das in den Einstellungen tun (–> Konto verwalten –> Namen eines Freundes/einer Freundin ein und klicke auf Hinzufügen).

 

Digitaler Nachlass

Mit dem Einrichten von Nasslassverwaltschaften werden auch verstörende automatisierte Rundmails eingestellt. So kommt es häufig vor, dass Facebook die Freunde eines Verstorbenen auf dessen bevorstehenden Geburtstag hinweist. Das ist auch mir vor kurzem passiert, als ich an den Geburtstag eines Freundes erinnert wurde, der sich vor einem Jahr das Leben nahm. Noch immer posten Bekannte, die von seinem Tod nicht informiert wurden, Luftballons und lustige Smileys.

Ebenso schwierig ist der Umgang mit anderen Bereichen des digitalen Nachlasses, etwa mit Blogs und anderen Online-Aktivitäten. Einheitliche Regeln, um an Passwörter zu gelangen und die Internet-Aktivitäten der Verstorbenen einzustellen, gibt es noch nicht. Auf das Sterben muss sich die digitale Welt erst einrichten.

 

Zu Lebzeiten den digitalen Nachlass regeln

Webseiten bieten an, Passwörter von E-Mail-Accounts, Ebay-, Facebook- und anderer Profile zu hinterlegen, um den digitalen Nachlass schon zu Lebzeiten zu regeln. Die Unternehmen senden dann alle Passwörter nach dem Ableben des Kunden an den Partner oder eine vorher vereinbarte Person.

So funktioniert auch das Angebot der Firma Securesafe. Die Schweizer bieten ein Bankschließfach für Passwörter und alles andere, was digitalisierten Wert hat.

Auf der Onlineplattform des Berliner Unternehmens mymoria.de kann man mit einigen Mausklicks sein Begräbnis planen. Mymoria.de versteht sich als „digitales Bestattungshaus“, das mit seinem Angebot den Beerdigungsmarkt ins Netz bringt und damit auch verändern will.

Auf über 1 Mio. monatliche Zugriffe kommt die Webseite strassederbesten.de. Die Seite sieht sich als digitales Kondolenzbuch und virtueller Friedhof. Sie können ein virtuelles Grab in einer hügeligen Landschaft platzieren oder nach eigener Vorstellung frei gestalten.

Die Afterlife-App lastHello ermöglicht es, nach dem Ableben Informationen und Nachrichten aller Art an beliebige Personen zu versenden. Ein Testament auf Video aufzunehmen und hochzuladen ist rechtlich nicht bindend. Dazu braucht es ein handschriftlich geschriebenes und unterschriebenes Testament. Man könne lastHello aber mitteilen, wo sich das Testament befindet („etwa wo genau bei dir daheim oder bei welchem Notar“).

Davon rate ich ab.

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Auszeichnung für Projekte, die Einsamkeit im Alter vorbeugen https://ovital-pflege.de/auszeichnung-fuer-projekte-die-einsamkeit-im-alter-vorbeugen/ Sat, 20 Apr 2019 13:32:58 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3099 Von Daniela Krautsack

Vor kurzem fand in Berlin der Fachkongress „Einsamkeit im Alter vorbeugen” unter dem Motto „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ statt. Dabei würdigte die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey Projekte, die sich gegen soziale Isolation im Alter einsetzen. Einsamkeit ist ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen und brauchen Unterstützung. „Wir wollen uns um […]

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Von Daniela Krautsack

Vor kurzem fand in Berlin der Fachkongress „Einsamkeit im Alter vorbeugen” unter dem Motto „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ statt. Dabei würdigte die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey Projekte, die sich gegen soziale Isolation im Alter einsetzen.

Einsamkeit ist ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen und brauchen Unterstützung.

„Wir wollen uns um die Menschen kümmern, die einsam sind oder von Einsamkeit bedroht sind. Jede und jeder einzelne kann das im eigenen Lebensumfeld tun: in der Nachbarschaft und sogar in der eigenen Familie. Einsamkeit vorzubeugen ist aber auch eine Aufgabe der Gesellschaft. Es ist nicht gut, wenn es dem Zufall überlassen bleibt, ob sich jemand kümmert. Wir brauchen gute Ideen und Angebote, die funktionieren und wirken.”, sagte die Ministerin.

Nicht jeder, der alleine ist, ist einsam

Prof. Dr. Ursula Lehr, ehemalige Bundesseniorenministerin meint zum Thema: „Nicht jeder, der alleine ist und alleine lebt und viel Zeit des Tages allein verbringt, ist einsam. Manche wollen ja ganz gerne allein sein und sich sammeln um was zu können. An muss also mit viel Feingefühl herausfinden: Ist der Mensch einsam? Dann muss ihm geholfen werden. Am ehesten kann man älteren Menschen helfen, wenn man ihnen eine Aufgabe gibt.
The feeling of being needed, das Gefühl gebraucht zu werden – das ist entscheidender als ständigen Kontakt.“

Ältere Menschen sind heute sehr aktiv. Die Rentenzeit ist aber ein neuer Lebensabschnitt. Der muss gestaltet werden. Es gibt viele Menschen, die das von alleine nicht schaffen. Die gesellschaftliche Aufgabe unserer Gesellschaft ist es, Lösungen zu finden, damit diese Menschen aktiv am Leben mitmachen können.

Lösungen gibt es viele

Soziale Kontakte sind entscheidend für die Lebensqualität der Menschen, auch jenseits der Familie, weil die Familien nicht mehr zusammenhocken. Schicksalsschläge wie Tod, Erkrankung, aber auch Armut steigern das Risiko sozialer Isolation und Vereinsamung bei älteren Menschen. Weil Einsamkeit viele Gesichter und viele Gründe hat, gibt es nicht eine Lösung, sondern viele.

Wie vielfältig das Engagement, die Ideen und die Lösungswege sind, beweist dieser Wettbewerb. Die Ministerin sagt in ihrer Rede: “ Wir wollen das Engagement jener, die Lösungen gegen Einsamkeit im Alter sichtbar machen und würdigen. Wir kümmern uns um die Kümmerer. Sie sind Impulsgeber und Vorbild für andere. Ihr Engagement macht unsere Gesellschaft besser. Im Kleinen wie im Großen.“

Der Wettbewerb

Den Wettbewerb führte das Bundesseniorenministerium gemeinsam mit der BAGSO durch. Es gab insgesamt 601 Bewerbungen in fünf Kategorien. Eine sechsköpfige Jury aus Kommunen, Wissenschaft und Politik wählte die 15 Sieger in einer gemeinsamen Sitzung aus.

Mit dem BAGSO-Vorsitzenden Franz Müntefering und der ehemaligen Bundesseniorenministerin Prof. Dr. Ursula Lehr zeichnet Dr. Franziska Giffey die besten Initiativen gegen Einsamkeit im Alter aus Copyright: Kathrin Harms

 

Regelmäßige Fachkongresse zum Thema Einsamkeit dienen dem Austausch und der Vernetzung der Akteure. Man diskutiert über aktuelle Befunde aus der Forschung zum Thema Einsamkeit und soziale Isolation, neue Wege der Begegnung, kommunale Strategien, besondere Zielgruppen und europäische Strategien.

Video “Einsam im Alter – Erfahrungen“:

Die Preisträger – ein Auszug

Preisträger der Kategorie Bildung und Kultur sind KULTURISTENHOCH2 und das Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien e.V. (ZIS).

KULTURISTENHOCH2

ermöglicht wirtschaftlich und/oder körperlich eingeschränkten Seniorinnen und Senioren kostenlos und regelmäßig Besuche vielfältiger Kulturveranstaltungen. Begleitet werden sie dabei von Schülerinnen und Schülern aus ihrem Stadtteil. Die kulturellen Angebote dienen als Gelegenheit, eine Brücke zwischen Jung und Alt zu bauen, Teilhabe, Begegnung und Austausch zu fördern und zum Zusammenhalt anzustiften.

Copyright: KULTURISTENHOCH2

Das Projekt „Alt ist nicht gleich alt“

in Bremen zielt auf die Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten im Sinne gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit. Dafür haben Freiwillige Aktivitäten entwickelt, die zum Mitmachen einladen. Dazu gehören ein Malkurs, eine Nähgruppe in einer offenen Kreativwerkstatt, Theaterworkshops und der Aufbau eines „Virtuellen Museums der Migration“.

Copyright: Zentrum für Migranten und Interkulturelle Studien e.V.

Preisträger in der Kategorie Sport und Bewegung sind: der SC Bayer 05 Uerdingen mit dem Projekt „Sportpark – Mobil 50+“, Krefeld (Nordrhein-Westfalen) und der Seniorenbeirat der Stadt Uebigau-Wahrenbrück mit dem Projekt „Lange Mobil und sicher zu Hause“, Uebigau (Brandenburg).

Das „Sportpark-Mobil 50+“

in Krefeld besucht regelmäßig Seniorenheime. Das Team bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern angeleitete, niedrigschwellige und spielerische Bewegungsangebote, darunter auch Trendsportarten wie Crossboccia. Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft gesellen sich in der Regel dazu, so dass das Projekt neben dem gesundheitsförderndem Bewegungsangebot auch generationsübergreifende Begegnung fördert.

Copyright: SC Bayer 05 Uerdingen e.V.

Das Projekt „Lange Mobil und sicher zu Hause“

Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück fördert Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden älterer und hochaltriger Menschen. Damit können sie so lange wie möglich aktiv am Gemeinschaftsleben teilnehmen und in den eigenen vier Wänden leben. Der ansässige Seniorenbeirat hat zur Umsetzung dieses Ziels mit Ehrenamtlichen niedrigschwellige Bewegungsangebote entwickelt. Die Aktivitäten finden sowohl in öffentlichen Räumen als auch zu Hause bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, teils als reine Übungseinheiten, teils aber auch in Verbindung mit Kaffee- und Spielenachmittagen.

Copyright: Stadt Uebigau-Wahrenbrück

Über die anderen Projekte erfahren Sie hier: https://www.bagso.de/einsam-zweisam-gemeinsam.html

Nachmachen ausdrücklich erwünscht!

 

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Ein Hörgerät beugt Demenz vor https://ovital-pflege.de/ein-hoergeraet-beugt-demenz-vor/ Mon, 08 Apr 2019 08:51:06 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3085 Von Daniela Krautsack

Viele alte Menschen verzichten laut aktueller Forschungen auf Hörgeräte. Das hat fatale Folgen, denn Schwerhörigkeit führt zu Ängsten und anderen psychischen Krankheiten, wie Demenz. Je nach Grad der Schwerhörigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken um bis zu 50 Prozent. Modische Brille versus uncooles Hörgerät Auch Brillen hatten vor einigen Jahrzehnten noch das Stigma […]

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Von Daniela Krautsack

Viele alte Menschen verzichten laut aktueller Forschungen auf Hörgeräte. Das hat fatale Folgen, denn Schwerhörigkeit führt zu Ängsten und anderen psychischen Krankheiten, wie Demenz. Je nach Grad der Schwerhörigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken um bis zu 50 Prozent.

Modische Brille versus uncooles Hörgerät

Auch Brillen hatten vor einigen Jahrzehnten noch das Stigma des Alters. Mittlerweile ist ihr Ansehen zum Glück beträchtlich gestiegen. Erfolgreiche Werbekampagnen haben es geschafft, dass Brillen als modisches Accessoire angesehen werden. Es gibt sogar Fashionistas, die eine Brille tragen ohne eine zu brauchen.

Das doofe Vorurteil

Wer ein Hörgerät trägt, wirkt alt und krank. So klingt es, das total verstaubte Vorurteil. Warum die Hörgeräte-Industrie nicht auf die Idee kommt, Hörgeräte durchgängig modisch zu gestalten, ist ein Rätsel. Richtig farbenfrohes Design für Hörgeräte gibt es für Kinder, warum nicht auch ‚individualisierbar‘ für Erwachsene?

Copyright: Biha – Bundesinnung der Hörgeräteakustiker KdöR

 

Prof. Dr. Stefan Dazert, Arzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum sagt: „Wenn ich meinen Patienten sage, ich würde ihnen empfehlen ein Hörgerät bloß mal probeweise zu testen, dann fallen die aus allen Wolken und sind völlig entsetzt.“

Dabei sind Hörgeräte so wichtig, sagt er, denn ab Mitte 50 hört der Mensch schlechter. Und statistisch gesehen ist ab dem 65. Lebensjahr jeder dritte schwerhörig.

Wenn Menschen sich schämen, Hörgeräte zu tragen, dann ziehen sie sich zurück, weil sie viel Gesagtes und Umweltgeräusche nicht mehr mitbekommen. Sie verlieren nach und nach den Orientierungssinn.

Studien zeigen, dass eine mittelgradige Hörminderung das Demenzrisiko schon verdoppelt, meint Dazert.

Warum steigert Schwerhörigkeit das Demenzrisiko?

Man geht davon aus, dass Menschen, die schlecht hören, viel Energie und Höranstrengung aufbringen müssen, um eine normale Kommunikation zu führen und durch diese zusätzliche Anstrengung können andere Dinge nicht mehr so gut verarbeitet werden.

Wann braucht man ein Hörgerät?

Wenn die Familie sagt, dass der Fernseher zu laut ist. Man sollte zum Hörtest gehen, wenn man selbst das Gefühl hat, dass man kein Wort mehr versteht. Vor allem, wenn mehrere Leute durcheinander reden. Aufmerksam sollte man werden, wenn man öfter mal nachfragen muss, was der andere gesagt hat. Letztlich, wenn der Hörtest ein Hörgerät suggeriert.

Der coolste Hörtest der Welt

Die Trends

Die neuesten Hightech-Hörgeräte, die es auf dem Markt gibt, lassen sich mit dem Smartphone drahtlos verknüpfen. Und auch mit Auto-Navigationsgeräten und Haushaltsgeräten. Hat die Waschmaschine ihren Job erledigt, bekommt man ein akustisches Signal ins Ohr. „Ein Hörgerät ist mittlerweile viel mehr als eine reine Hörhilfe. Es wird zunehmend zur allumfassenden Kommunikationslösung“, sagen Experten der Firma Neuroth, die Hörgeräte-Lösungen anbietet.

Auch spezielle Übersetzungs-Apps erleichtern die Vernetzung mit anderen. Spricht das Gegenüber in mein Smartphone, bekomme ich das Gesprochene direkt in mein Hörgerät übersetzt. In naher Zukunft werden Hörgeräte diese Funktion selbstständig durchführen können. Dafür muss die Speicherkapazität größer werden. Ein erster Schritt in diese Richtung ist auch die Akku-Technologie, die immer gefragter ist, da der Batteriewechsel wegfällt.

Es gibt auch immer schickeres Design, auch für Menschen ab 50. Man muss sich nur auf die Suche machen.

Copyright Proauris

Hören mittels Gedankensteuerung

Mit Innovationen wie diesen beschäftigen sich unter anderem auch Hörforscher der Uni Oldenburg. Ihr Ziel: Hörgeräte sollen nicht nur kleiner und schneller werden, sondern vor allem smarter. So soll es in Zukunft sogar möglich sein, Hörgeräte über seine eigenen Gedanken steuern zu können. Das bedeutet: Hörgeräte fokussieren automatisch auf das, was der Hörgeräteträger hören oder verstehen will. Das passiert nicht nur durch akustische Einflüsse, sondern auf Basis der eigenen Gehirnströme, die analysiert und verarbeitet werden.

Wenn das Hörgerät nicht mehr hilft

Pius L. aus dem österreichischen Wolfsberg ist 90 Jahre alt. Er könnte heute schon taub in seiner Küche sitzen, aber der Kärntner hat sich im Alter von 85 Jahren für ein Cochlea-Implantat (CI) entschieden. Jetzt ist er der älteste Österreicher, der mit einem Implantat seine volle Hörfähigkeit zurückbekommen hat. Ein Cochlea-Implantat ist ein hochmoderner Hörcomputer. Es kommt dann in Frage, wenn es nicht mehr möglich ist, mit einem Hörgerät Sprache zu verstehen und ausreichend zu hören.

Copyright: MED-EL. Sichtbar bleibt nach der Operation nur der Audio-Prozessor, der den Schall ins Implantat weiterleitet.

Wie funktioniert ein Cochlea-Implantat?

Ein Cochlea-Implantat verstärkt den Schall nicht wie ein Hörgerät, sondern wandelt ihn in elektrische Impulse um. Diese gelangen zunächst direkt ins Innenohr, von dort weiter zum Hörnerv und schließlich ins Gehirn. So können sogar Menschen ohne natürliches Gehör wieder hören. Das Implantat wird im Zuge einer rund zweistündigen Operation hinter dem Ohr unter die Haut gepflanzt. Außen sichtbar ist dann nur ein Audio-Prozessor, der dafür sorgt, dass der Schall auch an der richtigen Stelle ankommt.

Sein Chirurg Prim. Univ.-Prof. Dr. Georg Mathias Sprinzl, Leiter der Abteilung für HNO am Universitätsklinikum St. Pölten lobt Herrn L.: „Ohne Hörunterstützung würde dieser lebensfrohe Mensch traurig zu Hause herumsitzen. Er hat die Vorteile des Cochlea-Implantats registriert und nicht gezögert, sich für diese Methode zu entscheiden.“

Für diese Maßnahme gibt es kein Alterslimit. Wenn ein Hörgerät nicht mehr den gewünschten Effekt hat, ist ein CI die Lösung, die auch im hohen Alter noch in Frage kommt. Prof. Sprinzl: „Wir können auch unter Lokalanästhesie operieren. Für uns ist das mittlerweile eine Routinesache und vollkommen schmerzfrei.“

Pius L. versichert: „ Ich rate jedem in meiner Situation: ,Machen Sie es!‘ Es ist das Beste, was man tun kann.“

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Wie steht es um Ihre digitale Souveränität? https://ovital-pflege.de/wie-steht-es-um-ihre-digitale-souveraenitaet/ Wed, 20 Mar 2019 12:17:49 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3068 Von Daniela Krautsack

Am 7. März fand in Berlin eine ‘Zukunftswerkstatt‘ zum Thema ‘Digitale Souveränität älterer Menschen’ statt. Der Workshop ist ein Mosaikteil zu einer Studie, die das Institut für Innovation und Technik im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchführt. Rund 30 SeniorInnen aus Berlin und Umgebung diskutierten mit ExpertInnen und Wissenschaftern, welche Chancen mit digitalen Technologien entstehen und […]

Mehr dazu im Original Beitrag Wie steht es um Ihre digitale Souveränität? auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Am 7. März fand in Berlin eine ‘Zukunftswerkstatt‘ zum Thema ‘Digitale Souveränität älterer Menschen’ statt. Der Workshop ist ein Mosaikteil zu einer Studie, die das Institut für Innovation und Technik im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchführt. Rund 30 SeniorInnen aus Berlin und Umgebung diskutierten mit ExpertInnen und Wissenschaftern, welche Chancen mit digitalen Technologien entstehen und welche Kompetenzen nötig sind, um diese Chancen zu nutzen.

Was bedeutet digitale Souveränität?

Und welche Möglichkeiten gibt es, die Souveränität von älteren Menschen zu stärken? Der Begriff Digitale Souveränität wurde so definiert: Es gilt, das eigene Leben mit digitalen Technologien selbstbestimmt zu gestalten und die Konsequenzen des digitalisierten Handelns gut einschätzen zu können.

 

Was bietet der Markt älteren Menschen?

Es hat sich in den letzten Jahren viel getan. Es sind viele digitale Produkte entstanden, die bei älteren Menschen besonders gut ankommen, z.B. Smartphones mit intuitiver Benutzeroberfläche. Dann sind Bildungsangebote entstanden, wie z.B. der Senioren Computer Club. Da werden sicherheitsrelevante Themen und technische Themen diskutiert, wie künstliche Intelligenz. Man erlaubt, partizipativer zu werden, damit ältere Menschen von gesellschaftsrelevanten Aktivitäten, die zunehmend online passieren, nicht ausgeschlossen werden.

Welche Trends gibt es?

Es gibt technologische Trends, wie künstliche Intelligenz, eine Schlüsseltechnologie, die Daten aufbereiten und bestimmte Muster in den Daten erkennen kann. Diese kann in Anwendungen eingesetzt werden, wie z.B. in persönlichen Assistenzsystemen (wie Siri) oder smart home – Applikationen, e-Health. Auch die Aufbereitung von Gesundheitsdaten wird ein ganz besonders wichtiges Thema im Alter.

Es gibt gesellschaftlichpolitische Trends, wie die Forderung nach offenen Datensätzen. Wenn man die nutzen möchte, muss man bereit sein, Daten zu teilen. Das sind open data – Initiativen. Wer die barrierefreie Nutzung von Infrastrukturen einfordert, muss Mobilitätsdaten teilen.

Es wurden auch interessante kulturelle Trends angesprochen, wie man als älterer Mensch z.B. mit Daten Geld verdienen kann. Mittlerweile sind auch Menschen über 65 zu sogenannten Influencer geworden. Wie z.B. auf Instagram versuchen diese, Produkte zu platzieren und diese Beiträge besonders ansprechend für eine ältere Zielgruppe aufzubereiten. Die Anzahl der ‚Follower‘ (jene Menschen, die Nachrichten dieser Influencer abonnieren) geht von Hundertausenden bis zu Millionen von Menschen.

Welche Anliegen haben ältere Menschen?

Dazu gehörten Sicherheitsthemen, wie „Was passiert eigentlich mit den Daten, die ich freigebe? Möchte ich das überhaupt? Möchte ich freigeben, was ich ganzen Tag tue?“

Die Motivationsfaktoren

Was sind denn die Motivationsfaktoren für ältere Menschen, um Bildungsangebote nutzen zu wollen?

Familiäre Kommunikation steht an erster Stelle, Alltags-Organisation, Shoppen online, und soziales Miteinander und Freizeitinfos einholen sind älteren Menschen ebenso besonders wichtig.

Auf die Frage: Was sind denn Ihrer Einschätzung nach die Kompetenzen, die in Zukunft verstärkt relevant werden? nannten die meisten älteren Menschen ‚die Teilnahme an Innovationsprodukten‘, also am Entwickeln von neuen Technologien. Es geht auch um generelles Technologieverständnis, z.B. was ist überhaupt künstliche Intelligenz? Digitale Demokratie? Was bedeutet freie Meinungsäusserung im Netz? Wie behandeln wir einander gegenseitig im Netz? Wie sieht die Durchsetzung digitaler Rechte (DSVGO) aus?

Themen, die in klassischen Bildungsangeboten adressiert werden, scheinen weniger wichtig zu sein, als grundlegende Kompetenzen, die Orientierungswissen vermitteln. Diese werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Die Befürchtungen der älteren Menschen

„Die meisten SeniorInnen wissen ja gar nicht, was e-Health oder Telemedizin bedeutet. Wenn ich nicht weiss, was es bedeutet, werde ich es nicht benutzen.“

„Die Experten schmeissen mit Fachwörtern um sich und erwarten, dass die ältere Generation automatisch versteht, worum es geht. Dabei sind ältere Menschen interessiert, aber sie müssen es vielleicht 10x so oft als die Jungen hören.“

„Nicht jeder ältere Mensch spricht oder versteht englisch. Die Internetsprache ist aber gespickt mit englischen Ausdrücken. Wir brauchen Zeit, um das zu lernen.“

Was kritisiert wird

In Berlin war es nicht möglich, eine einzige Bank zu begeistern, eine ‘Online Banking für ältere Menschen’ – Schulung anzubieten. „Alle Banken haben gesagt ‘Da ist kein Bedarf, das brauchen die nicht.’ Traurig. Die Wirtschaft scheint die Zielgruppe 65+ nicht zu verstehen“, beklagt Dagmar Hirche vom Verein ‚Wege aus der Einsamkeit‘ die Einstellung der Wirtschaft.

Not am digitalen Mann besteht vor allem im ländlichen Raum, wo viele Bankfilialen geschlossen werden. Es entstehen vereinzelt Kooperationen mit Banken, die Wissensmultiplikatoren ausbilden und bereit sind, in die Dörfer zu gehen und speziell ältere Menschen zum Thema Online-Banking zu schulen.

„Diese Art der Schulung muss immer wieder passieren, wegen des Tempos. Wir brauchen mehr Zeit als die jungen Leute, wenn wir ein neues Thema lernen. Das muss langsam gemacht werden. Immer wieder üben, um Sicherheit zu erlangen“, wünscht sich Hirche.

Auch dahingehend müssen junge Leute geschult werden, wenn sie eine Ausbildung in diesem Bereich machen. Die meisten, das haben Tests ergeben, haben keine Geduld, älteren Menschen digitale Inhalte immer wieder zu erklären und geduldig auf Fragen zu antworten.

Welche digitalen Angebote sind besonders attraktiv für ältere Menschen, um das  soziale Miteinander zu stärken?

Die Entstehung digitaler Marktplätze. Immer wieder gehen Mitglieder von Hilfsorganisationen, wie Caritas in Dörfern von Haus zu Haus und fragen: Was möchtet Ihr im Internet ausprobieren? Wo können wir helfen? Wer ist bereit, im Dorf Hilfe anzubieten? Dadurch wurde viel gelernt und die Hilfsorganisationen wissen nun, wie die Situation in den Haushalten aussieht, und wie diese digital abgebildet werden kann.

Vielerorts in Deutschland wurden auch generationenübergreifende Schulungen gestartet. Digitalexperten von 15 bis 75 Jahren drücken in der Volkshochschule alle 2 Wochen für 3 h abends die Schulbank. In den Dorfgemeinschaftshäusern wurden dazu digitale Klassenzimmer eingerichtet. Dort, wo früher eine Tafel hing, hängt jetzt ein Smart TV.

Es gibt Tablets und Notebooks, jeder aus der Dorfgemeinschaft kann vorbeikommen und Fragen stellen. Die Leute, die ausgebildet werden, haben sich bereit erklärt, dafür ehrenamtlich zur Verfügung zu stehen und Fragen zu beantworten Es werden digitale Fotobücher erstellt, gemeinsam Reisebuchungen und online Banking gemacht.

In Salzgitter bringen jugendliche Strafgefangene älteren Menschen den Umgang mit Tablets bei. Die jungen Strafgefangenen erfahren Wertschätzung und die SeniorInnen lernen zu einer Zeit, in der andere junge Menschen in der Schule sind und keine Zeit haben.

Fazit

Der Wunsch nach digitaler Selbstbestimmung stand in der Zukunftswerkstatt über allem. Den älteren Teilnehmern war extrem wichtig, selbstbestimmt zu entscheiden, wie man mit digitalen Technologien agiert.

Ältere Menschen wünschen sich, dass ihre Umwelt mit Geduld, Empathie und Verständnis auf ihre Unbeholfenheit reagiert.

Der Wille der älteren Menschen ist da, eigeninitiativ zu sein. Sie verlangen Bildungsangebote. Das Selbstorganisieren braucht aber Vernetzungsplattformen. Offline-und Online.

Photos: Daniela Krautsack

Mehr dazu im Original Beitrag Wie steht es um Ihre digitale Souveränität? auf Ovital Pflegedienst.

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Das VOX Generationenprojekt. Die Resultate. https://ovital-pflege.de/das-vox-generationenprojekt-die-resultate/ Tue, 05 Mar 2019 14:28:07 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3053 Von Daniela Krautsack

Die BewohnerInnen einer Seniorenresidenz erhielten in einem Generationenprojekt des TV-Senders VOX Besuch von einer Gruppe 4jähriger. Klein und alt trafen sich mehrmals pro Woche. Es wurde gespielt, gebastelt, gemeinsam erforscht – jung und alt sind über den Zeitraum von sechs Wochen zusammengewachsen. Highlights waren ein Schlossbesuch, ein Sportfest, ein gemeinsam geplanter Bühnenauftritt und Spaziergänge im […]

Mehr dazu im Original Beitrag Das VOX Generationenprojekt. Die Resultate. auf Ovital Pflegedienst.

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Von Daniela Krautsack

Die BewohnerInnen einer Seniorenresidenz erhielten in einem Generationenprojekt des TV-Senders VOX Besuch von einer Gruppe 4jähriger. Klein und alt trafen sich mehrmals pro Woche. Es wurde gespielt, gebastelt, gemeinsam erforscht – jung und alt sind über den Zeitraum von sechs Wochen zusammengewachsen. Highlights waren ein Schlossbesuch, ein Sportfest, ein gemeinsam geplanter Bühnenauftritt und Spaziergänge im Park, in der beide Generationen die frische Luft genossen und neue Erfahrungen machten.

Copyright VOX

Ziel des Generationenprojekts

Die Senioren sollen zufriedener und fitter sein.

Nach den 6 Wochen stand folgende Frage im Raum: Gibt es nachweisliche körperliche und mentale Veränderungen bei den SeniorInnen?

 

Die Antwort

Ja. Die 10 Kinder bewegten Großes bei den Alten. Warum? Die Senioren haben viel Zeit. Kinder wünschen sich ungeteilte Aufmerksamkeit – eine perfekte Symbiose zwischen den 2 Generationen.

 

Was es braucht, damit so ein Projekt funktioniert? Vertrauen, Offenheit, Abenteuerlust. Keine Angst vor intimen Fragen der Kinder haben, wie: „Warum hast Du so viele Falten in Deinem Gesicht?“ Keine Hemmungen haben, sich ein Partyhütchen aufzusetzen oder sein Gesicht bemalen zu lassen.

Copyright VOX

 

Das Vertrauen und die Offenheit beider Generationen sind innerhalb der 6 Wochen immer stärker geworden. Die Kinder gingen auf die SeniorInnen zu und suchten sich ihre Bezugsperson aus.

 

Während die Erwartungen der SeniorInnen rund um die Resultate des Projektes eingangs verhalten, verängstigt und eher negativ waren („Ich glaube nicht, dass mein Leben nach den 6 Wochen viel anders aussehen wird“, „Ich hoffe, dass mich die Kinder mögen“) sind alle über die intensiven Beziehungen verwundert.

 

Franz (92) war zu Beginn des Projektes besonders skeptisch. „Soll ich mir 6 Wochen Kindergarten antun?“, dachte Franz. Nach Ende des Projektes sagte er: „Soviel, wie ich gelaufen bin, bin ich schon Jahre nicht gelaufen. Und dann habe ich mit 92 Jahren sogar den Laufwettbewerb beim Sportfest gewonnen.“

Copyright VOX

 

Die Aussagen der Seniorinnen

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird.“

„Ich freue mich immer, wenn ich die Kinder sehe. Weil es mir Spass macht.“

„Ich fühle mich freier. Ich bin nicht mehr so traurig.“

„Insgesamt geht es mir wesentlich besser. Viele Leute, die mich kennen, bestätigen mir das.“

„Man gewinnt Lebensfreude.“

„Ich bin stolz auf mich.“

„Nie ging es um mich. Mein ganzes Leben lang standen meine Kinder im Mittelpunkt. Jetzt geht es endlich nur um mich!“

„Ich habe viel mehr zu Wege gebracht, als ich mir zugetraut habe.“

„Der Umgang mit den Kindern lockert das Leben auf.“

„Man hat wieder mehr Spaß am Leben.“

„Man hat sich mehr getraut, um die Kinder nicht zu enttäuschen.“

„Ich bin lockerer, lustiger. Ich fühle mich jetzt viel wohler. Mir hat das Experiment richtig gut getan.“

 

Was die Mediziner sagen

Auch die Abschlussuntersuchungen sind überraschend für alle Beteiligten. Alle SeniorInnen sind mobiler, selbständiger, stärker und in viel besserem Zustand, sagen die Mediziner.

 

Die Bewegung und das Tanzen mit den Kindern habe dazu geführt, dass die SeniorInnen wieder mobiler wurden und sich dadurch wieder ganz andere Möglichkeiten ergaben. „Eine Arthrose im Knie kann man nicht heilen“, meint die Gerontologin, die das Projekt betreute, „aber ältere Menschen merken, dass man über einen Schmerz hinwegsehen kann.“

Copyright VOX / Die Handkraft der SeniorInnen verbesserte sich.

 

Bei der Abschlussuntersuchung fehlte plötzlich der Rollstuhl und der Rollator wurde weggestellt. Der Gesamtzustand hatte sich dramatisch verändert. Im Gleichgewichtstest und Mobilitätslauftest ist der Allgemeinmediziner, der die SeniorInnen untersuchte, besonders positiv überrascht. Beim Eingangstest zu Beginn des Projektes hatten sich manche SeniorInnen den Test gar nicht zugetraut.

Copyright: VOX / Der Rollator stört plötzlich und wird rasch weggeschoben.

 

Auch die Kinder profitieren vom Projekt

Die Kinder haben gelernt, im Umgang mit älteren Menschen Geduld zu zeigen. Sie sind älteren Menschen gegenüber offener als zuvor, gehen auf sie aktiv zu und vergrößern ihren Wortschatz.

 

Auch Wochen nach Projektende sind Kinder und SeniorInnen noch immer in Kontakt. Die Senioren und Kinder kehren regelmäßig in den Activity Raum der Seniorenresidenz zurück. Die Wiedersehensfreude ist immer unglaublich groß. Es haben sich Wahlverwandschaften gegründet. Die Freundschaften halten bis heute. Es wird telefoniert, geskypted, jung und alt treffen sich.

 

Eine Seniorin sagt: „Dass das publik gemacht wird, und sich dadurch Gruppen von jungen und alten Menschen bilden, das finde ich so wichtig. Ich hab’s erlebt, ich war dabei. Wenn man das ausbreiten könnte, in irgendeiner Form, wäre die Sendung ein großer Erfolg.“

 

Das Fazit

Ja, das Projekt hat nachhaltig funktioniert. Was das Projekt gezeigt hat, ist dass unser Blick auf die Interaktion der verschiedenen Generationen geschult werden sollte. Nicht nur über die Vernetzung der Generationen philosophieren, sondern ins Tun gehen. Die Freude, die entsteht, kennt keine Grenzen.

Mehr dazu im Original Beitrag Das VOX Generationenprojekt. Die Resultate. auf Ovital Pflegedienst.

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Die Kunst, stilvoll älter zu werden https://ovital-pflege.de/die-kunst-stilvoll-aelter-zu-werden/ Mon, 04 Mar 2019 10:02:57 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=3028 Von Daniela Krautsack

Wir leben in einer Kultur, die vom Alter besessen ist. Jung zu sein und jung zu bleiben ist das ultimative Ziel unserer Gesellschaft. Das ist der Generationenkonflikt unserer Zeit. Keine Angst zu haben, alt zu werden, sondern einen Weg zu finden, stilvoll älter zu werden. In der Instagram Welt wird jede Falte als Makel angesehen […]

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Von Daniela Krautsack

Wir leben in einer Kultur, die vom Alter besessen ist. Jung zu sein und jung zu bleiben ist das ultimative Ziel unserer Gesellschaft. Das ist der Generationenkonflikt unserer Zeit. Keine Angst zu haben, alt zu werden, sondern einen Weg zu finden, stilvoll älter zu werden.

In der Instagram Welt wird jede Falte als Makel angesehen und wegretouchiert, um das Bild der Jugendlichkeit zu bewahren. Frauen über 45 gelten in der männlichen Wahrnehmung als müde, faltig und asexuell. Gleichzeitig müssen Frauen für das Aufhalten des Alterungsprozesses durch kosmetische Behandlungen viel Kritik einstecken.

Ladies mit Vorbildfunktion

Ja, es gibt eine größer werdende Pro-Aging-Bewegung, die sich für die Akzeptanz verschiedener Generationen einsetzt. Frauen wollen im Alter als weise und selbstbewusst wahrgenommen werden.

Quelle: https://www.advanced.style/

Ein Vorbild für selbstbewusstes Auftreten im Alter ist die New Yorkerin Iris Apfel. Sie ist mit ihrem außergewöhnlichen Stil mit 97 Jahren die mediale It-Lady New Yorks. Oder die Künstlerin Sue Kreitzman, die durch Fotos von ihren exzentrischen Looks auf dem Blog Advanced Style bekannt wurde.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=khXEKQliWt0

Der Mut zur Falte

Der Mut zur Falte bedient einen immer größer werdenden Graben zum männlichen Geschlecht. Unsere Enkelinnen und Urenkelinnen brauchen ein überproportionales Selbstbewusstsein. Nur so können sie ihren Wert auf ein Niveau heben, das dem männlichen Geschlecht (endlich) ebenbürtig ist.

Die Aufgabe meiner Generation sollte darin liegen, zu unserer Großelterngeneration aufzuschauen. Sie zeigt uns, was es bedeutet zu leben. Wenn wir ihnen in unserer immer schneller werdenden Welt zuhören, dann können wir besser verstehen, wie man das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistert. Man lernt auch, wie man sich auf das Wichtige konzentriert.

Die Schönheit des Alters

Und alte Gesichter sind schöne Gesichter. Sie erzählen von einer individuellen Geschichte. Sie berichten uns von einem Leben, das voller guter und schlechter Entscheidungen ist und zeigen uns, was den Menschen ausmacht, der in ihnen steckt.

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Kinderlachen gegen Einsamkeit im Alter https://ovital-pflege.de/kinderlachen-gegen-einsamkeit-im-alter/ Thu, 21 Feb 2019 11:59:13 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2999 Von Daniela Krautsack

Auf dem TV-Sender VOX findet gerade ein sehr berührendes Generationenprojekt statt. Bei „Wir sind klein und ihr seid alt“ treffen zehn quirlige Vierjährige auf zehn Rentner, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben. Die Sendung basiert auf dem britischen Hit-Format „Old People`s Home for 4 Year Olds“ (Altenheim für Vierjährige), das im […]

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Von Daniela Krautsack

Auf dem TV-Sender VOX findet gerade ein sehr berührendes Generationenprojekt statt. Bei „Wir sind klein und ihr seid alt“ treffen zehn quirlige Vierjährige auf zehn Rentner, die in einer Seniorenresidenz in Bergisch Gladbach bei Köln leben. Die Sendung basiert auf dem britischen Hit-Format „Old People`s Home for 4 Year Olds“ (Altenheim für Vierjährige), das im Vereinigten Königreich bei Channel 4 begeisterte.

Copyright Channel 4

Auch dort fragte man sich: Wenn Vier- und 84-Jährige zusammen arbeiten und spielen, verbessern sie dann die Gesundheit und das Glück der älteren Gruppe?

In insgesamt drei Folgen wird das Projekt dokumentiert. Sechs Wochen lang verbringen die unterschiedlichen Generationen Zeit miteinander. Was ist für die Senioren drinnen? Kindliche Leichtigkeit und Lebensfreude? Das zumindest zeigte bereits die erste Sendung am letzten Montag.

Ein Arzt und ein Team an Psychologen begleiten das Projekt, um zu sehen, wie sich der Gesundheits- und Gemütszustand der SeniorInnen in dieser Zeit verändert.

Einsamkeit statt goldener Lebensabend

Das ist ein Schicksal, das viele Senioren in Deutschland teilen. Wenn der geliebte Ehepartner stirbt und die Familie nur noch unregelmäßig zu Besuch kommt, überschattet das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, das einst glückliche Leben. Plötzlich finden sich die Rentner in einem isolierten Dasein mit eintönigem Alltag und wenig Lebensfreude wieder.

Nach dem Tod ihres Mannes leidet die 85-jährige Helga unter Einsamkeit und der Monotonie des Alltags. „Früher war ich ausgefüllt und meine Familie war mir nah“, erzählt sie und gesteht ein, sich trotz regelmäßiger Besuche nicht mehr gebraucht und als Teil der Familie zu fühlen. Auch an Babette (80) nagt das Alleinsein, das sie mit vielen Senioren in Deutschland teilt. „Am Anfang habe ich gedacht, du bist hierhergekommen, um zu sterben“, so die Rentnerin, die sich durch die Kinder neuen Lebensinhalt erhofft. Der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer begleitet das Generationenprojekt und weiß aus den Gesprächen mit alten Menschen: „Einsamkeit ist das Schlimmste, das einem passieren kann. Sogar Krankheiten werden dadurch schlimmer.“

Die Erwartungen sind im Vorfeld hoch

„Ich denke, dass ich für die Kinder vielleicht zu langweilig bin“, sorgte sich Rita (79) trotz aller Vorfreude. Helga sagte: „Wenn die Kinder mich nicht mögen, wäre ich sehr traurig.“ Als die Kinder beim Aufeinandertreffen im Activity Room auf die SeniorInnen treffen, herrscht auf beiden Seiten Unsicherheit. Dann ergreift die 84-jährige Marlene die Initiative und geht als Erste auf die Kinder zu. Ihr Mut wirkt ansteckend.

Copyright VOX

Nach und nach trauen sich auch die anderen Senioren und die Offenheit der Vierjährigen hilft ihnen, mit den Kleinen in Kontakt zu kommen. „Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt“, sagt Helga und meint begeistert: „Ein kleines Mädchen hat mich von Herzen angestrahlt. Man ist so froh, wenn man wieder als Mensch wahrgenommen wird.“

Copyight Bernd-Michael Maur

Schnell gewöhnen sich die beiden Generationen aneinander

Indiskrete Fragen kennen Kleinkinder nicht. „Warum hast du so Kreuze an deinen Backen?“, fragt Christian die 84-jährige Marguerite beim Anblick ihrer Falten im Gesicht. „Weil ich so alt bin“, antwortet ihm die Rentnerin. Sie wirkt weder schockiert, noch irritiert. Am Ende des ersten Tages ist die Vorfreude der SeniorInnen auf die weiteren Wochen mit den Kindern nicht zu bändigen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Projekts ist es, dass die SeniorInnen dabei bleiben, erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Johannes Wimmer.

Franz, der mit 92 Jahren der älteste Teilnehmer ist, blüht dank der Kindergartenkinder richtig auf. Zum kleinen Christian findet er einen besonders guten Draht. „Der Franz ist mein Freund“, sagt der Vierjährige, der Zuhause nur noch von dem rüstigen Rentner spricht.

Copyright TVNOW Bernd-Michael Maur

 

Könnte die Vernetzung von 4-6jährigen mit SeniorInnen in Altenheimen und Anlagen mit Betreutem Wohnen der Schlüssel sein, um die Einsamkeit älterer Menschen zu besiegen?

Während das Format sicherlich einiges an Herzerwärmung und Tränenpotenzial bietet, könnten die Ergebnisse des sozialen Experiments auch unseren Ansatz in der Altenpflege beeinflussen. Immerhin gibt es nicht viele Menschen, die sich keine Sorgen um einen älteren Angehörigen in einem Pflegeheim gemacht haben, zu dem sie nicht oft kommen.

VOX lädt Seniorenresidenzen ein, dem Beispiel der TV-Sendung zu folgen. Eine grandiose Initiative. Wenn Sie eine Seniorenheime kennen, die mehr Lebensfreude vertragen könnten, hier können Sie sie anmelden: https://www.vox.de/cms/wir-sind-klein-und-ihr-seid-alt-gesucht-werden-altersresidenzen-oder-seniorenheime-4293880.html

Schauen Sie sich die Sendung am kommenden Montag an und bilden Sie sich eine Meinung. VOX 25.2.2019 – 20:15 Uhr.

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Fahrrad fahren ohne Alterslimit https://ovital-pflege.de/fahrrad-fahren-ohne-alterslimit/ Thu, 31 Jan 2019 14:18:15 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2981 Von Daniela Krautsack

Der Kopenhagener Ole Kassow hat 2012 ein Programm ins Leben gerufen, um ältere Dänen für Fahrradausflüge zu begeistern. Jetzt machen sich Freiwillige in 42 Ländern mit ihren Passagieren auf den Weg, die (Um)Welt zu entdecken. Es begann alles mit einer freundlichen Geste. 2012 führte der tägliche Weg in die Arbeit Ole Kassow an einem Pflegeheim […]

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Von Daniela Krautsack

Der Kopenhagener Ole Kassow hat 2012 ein Programm ins Leben gerufen, um ältere Dänen für Fahrradausflüge zu begeistern. Jetzt machen sich Freiwillige in 42 Ländern mit ihren Passagieren auf den Weg, die (Um)Welt zu entdecken.

Es begann alles mit einer freundlichen Geste. 2012 führte der tägliche Weg in die Arbeit Ole Kassow an einem Pflegeheim vorbei. Jeden Morgen sah der Unternehmensberater den stilvoll gekleideten 97-jährigen Thorkild, der ihn von einer Bank aus begrüßte.

Kassow fragte sich, wann dieser Mann wohl das letzte Mal Fahrrad gefahren sei. „Da die meisten Kopenhagener das Radfahren lieben, ging ich davon aus, dass er es lieben würde, wieder in seine Gemeinde zu gehen, mit seinen Nachbarn in Kontakt zu treten und etwas zu tun, das er wahrscheinlich schon immer in seinem Leben getan hat“, erzählt Kassow. So holte sich der Unternehmensberater vom Pflegeheim die Erlaubnis, Seniorien mit einer gemieteten Fahrradrikscha auszuführen.

 

Diese Fahrt führte letztendlich dazu, dass Kassow die gemeinnützige Initiative „Cycling Without Age“  (https://cyclingwithoutage.org/) gründete. Übersetzt bedeutet das ‚Fahrrad fahren ohne Alterslimit“. Was klein begann, hat sich bis heute in 42 Ländern weltweit etabliert.

 

Schon die ersten Fahrten führten zu spannenden Geschichten und viel guter Laune. Nachdem Kassow den 97jährigen Thorkild mit der Fahrradrikscha spazieren fuhr, erhielt er am nächsten Tag einen Anruf, ob er das auch mit anderen Pflegeheimbewohnern machen würde. Diese Ausflüge wurden schnell Teil von Kassows Alltag. Kassow: „Das bot den Senioren eine neue Form von Mobilität und mir einen erstaunlichen neuen Einblick in meine Stadt“. Auf einer Fahrt deutete Thorkild auf eine alte Kaserne vor dem Schloss Rosenborg und rief in Richtung Kassow: „Ich habe dort gewohnt“. Es stellte sich heraus, dass Thorkild 1938 bei der königlichen Garde gewesen war.

 

Die Angestellten des Pflegeheims berichteten Kassow, dass die Senioren immer fröhlich, gesprächig und gesellig von Fahrradrikscha-Ausflügen zurückkehrten. Inspiriert vom positiven Feedback bat Kassow die Stadt Kopenhagen, eine Fahrradrikscha für das Pflegeheim zu finanzieren. Die Stadt bot mehr: fünf Fahrradrikschas für fünf Pflegeheime. Kassow war so begeistert, dass er mit Freunden und Familie eine Mini-Parade veranstaltete, um die Flotte vorzuführen. „Plötzlich hatten wir 30 freiwillige Helfer, die sich anmeldeten, um die Fahrräder zu lenken.“ Im Oktober 2013 erhielt Kassow seine erste Anfrage aus Oslo in Norwegen und bald ging das Konzept global.

 

Das Ziel von Kassow und seinem Team

Am wichtigsten ist Kassow, die Barrieren für Mobilität und Aktivität abzubauen, mit denen so viele Senioren konfrontiert sind. Ein Kapitel im kanadischen New Brunswick führt Senioren auf Naturfahrten in der Nähe der Appalachen. On Oshkosh, Wisconsin, dienen Polizei und Feuerwehr als Radfahrer; In Island sind die Fahrradrikschas mit Spikereifen ausgestattet, um auf eisigen Oberflächen zu navigieren. Weltweit gibt es mittlerweile über 15.000 freiwillige „Piloten“.

 

Aus Fremden Freunde machen – und Familien näher zusammenbringen.

Die 37-jährige Pernille Bussone, die vor zwei Jahren Kassows Konzept in Singapur lancierte, hat sich mit der 87-jährigen Annie, einer ihrer regulären Passagiere, befreundet. „Mit der Fahrradrikscha kommen wir fast überall hin“, sagt Busson. „Anders als mit einem Rollstuhl können wir so ausgedehnte Ausflüge machen.“ Die Freundschaft der beiden Frauen geht über das Fahrrad hinaus: „Annie hat mir beigebracht, peranakanisches Essen zu kochen (so hiess die Küche chinesischer Migranten, Mahjong zu spielen und mein Haus sauber und mit einer Zitronentinktur ameisenfrei zu halten“, fügt Busson hinzu.

 

Nicht nur Senioren profitieren

Die Piloten lernen auch einiges. „Ich habe Orte gesehen, die ich nicht kannte, und ich habe etwas über die Geschichte der Region erfahren“, sagt Ditte Jakobsen, Leiterin von Cycling Without Age in Capbreton, in Frankreich. Die Dänin freute sich darauf, die Fahrradkultur ihres Landes nach Frankreich zu bringen und ihr neues Zuhause zu erkunden.

 

Ihre Lieblingsfahrt war jedoch mit der 103-jährigen Juliette, um das Meer zu sehen. Als das Wetter unerwartet kalt wurde, drehten sie fast um, aber dann erinnerte sich Jakobsen an einen nahegelegenen Trödelladen. Das Personal schenkte Juliette einen Schal und einen Pullover. Als die zwei wieder aufbrachen, meinte Juliette, dass sie noch nie in einem Secondhand-Laden gewesen sei. Jakobsen sagt: „Wir beide haben so viel gelacht. Stellen Sie sich vor, Sie sind 103 Jahre alt, um immer noch Neues zu entdecken. Das ist fantastisch.“

 

Das universelle Versprechen des Radsports:

Auch Sie haben „das Recht auf Wind in den Haaren“, wie es das Leitbild der Gruppe steht. Während die Organisation in der ganzen Welt expandiert, sind die Fahrten in Kopenhagen immer länger geworden. Die Mitglieder begaben sich im Juni 2016 auf eine Reise von Rønde (Dänemark) nach Arendal (Norwegen). Insgesamt waren 17 Passagieren und 20 Piloten dabei. Diese Reise wurde Gegenstand des Dokumentarfilms ‚The Gray Escape‘:

https://vimeo.com/ondemand/thegreyescape/170594538?autoplay=1).

 

Fünf Tage und vier Nächte lang aßen, radelten und sangen Passagiere und Piloten. Sie beendeten ihre Reise mit einem Geschenk: Sie lieferten 10 Fahrradrikschas in die Stadt Arendal. Die Kopenhagener Gruppe hat bisher mehr als 20 Fernreisen unternommen. Wir haben festgestellt, dass lange Fahrten erhebliche positive Auswirkungen auf die älteren Bewohner, die Piloten und das Pflegeheim haben“, sagt Kassow. „Wir organisieren zwei oder drei Monate später Wiedervereinigungen, und auch die Demenzkranken erinnern sich an die Reise und sprechen darüber. Sie blühen auf, lächeln und singen zu den Liedern, die wir auf der Fahrt gespielt haben.“

 

Kassow ist begeistert von der weltweiten Verbreitung seines Programms. „Ich denke, Cycling Without Age spricht so viele verschiedene Kulturen an. Es appelliert an die grundlegende menschliche Freundlichkeit. Es fördert Gemeinschaft und Beziehungen über Generationen hinweg. Und es geht ums Radfahren, das auf der ganzen Welt an Popularität gewinnt.“

 

Link ÖSTERREICH: https://radelnohnealter.at/

Link DEUTSCHLAND: https://radelnohnealter.de/

Link TEDtalk: https://www.youtube.com/watch?v=O6Ti4qUa-OU

https://www.facebook.com/DavidAvocadoWolfe/videos/10154711180561512/

 

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Hörbücher – Raus aus dem Alltag https://ovital-pflege.de/hoerbuecher-raus-aus-dem-alltag/ Wed, 23 Jan 2019 11:23:09 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2962 Von Daniela Krautsack

Das Lesen von Büchern fällt im Alter schwer. Die Sehkraft lässt nach, die Bücher sind zu dick, zu schwer, die Schrift ist zu klein. Sind SeniorInnen nicht mehr in der Lage, selbständig zu lesen, springen meist Angehörigen oder Pfleger ein. Sie lesen vor, weil sie unseren älteren Menschen durch kurzweilige Erzählungen den Alltag verschönern möchten. […]

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Von Daniela Krautsack

Das Lesen von Büchern fällt im Alter schwer. Die Sehkraft lässt nach, die Bücher sind zu dick, zu schwer, die Schrift ist zu klein. Sind SeniorInnen nicht mehr in der Lage, selbständig zu lesen, springen meist Angehörigen oder Pfleger ein. Sie lesen vor, weil sie unseren älteren Menschen durch kurzweilige Erzählungen den Alltag verschönern möchten. Leider ist zum Vorlesen oft keine Zeit. Dafür sind die Tage und Nächte vor allem für alleinlebende Senioren sehr lang.

 

Um nicht auf den Buchgenuss verzichten zu müssen, gibt eine wunderbare Alternative zum Buch. Das Hörbuch. Älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen wird dadurch ermöglicht, sich zu informieren oder sich gedanklich auf eine unterhaltsame, spannende oder abenteuerliche Gedankenreise zu begeben.

 

Das Angebot an Hörbüchern ist sehr umfangreich und reicht von Belletristik bis hin zu Sach- und Fachbüchern.

 

Wenn die Ohren noch gut genug hören, unterhält auch das Radio. Es versorgt SeniorInnen mit aktuellen Nachrichten aus aller Welt. Es gibt zahllose Sender, die auch von der älteren Zielgruppe gerne gehört wird. Dort werden die top Hits von damals gespielt oder interessante Diskussionen übertragen.

 

 

Im folgenden Beitrag haben wir Ihnen eine Auswahl an Hörbüchern sowie an nutzerfreundlichen Endgeräten zusammengestellt.

Tipps zum Abspielen von Hörbüchern

Es gibt viele Möglichkeiten, an Hörbücher zu gelangen und diese abzuspielen. Eine gute Quelle für Hörbücher ist das Onlineportal audible.de

 

Krimis, Romanzen und Sachbücher können per Klick heruntergeladen und anschließend auf dem Smartphone oder einem Tablet abgespielt werden.

 

Die Bedienung ist schnell gelernt. SeniorInnen, die keine Erfahrung mit Smartphones oder Tablets haben, können einen Angehörigen oder Pfleger bitten, die gewünschten Hörbücher herunterzuladen und auf einem einfachen MP3-Player abzuspeichern.

 

Hörbücher sind auch auf CD erhältlich. Dafür brauchen Sie einen CD-Player. Wer keine Hörbücher kaufen möchte, informiert sich am besten in der örtlichen Bibliothek, ob Hörbücher zum Verleih angeboten werden.

 

Otto Buchegger von seniorenfreundlich.de empfiehlt folgende Produkte (https://www.seniorenfreundlich.de/senioren-mp3-player.html

 

Amazons Sprachassistentin Alexa spielt ebenfalls Hörbücher auf dem Amazon Echo, dem Echo Dot, dem Fire Tablet und anderen kompatiblen Amazon-Lautsprechern ab. Wenn Sie Ihren Lieben einen audible.de Account Einrichten, bestellen Sie bei Alexa ganz einfach das Hörbuch Ihrer Wahl. Mit dem Befehl: ‚Alexa, spiel das Hörbuch xyz ab!‘ geht das Hörvergnügen los.

 

Hörbücher als guter Zeitvertreib

Neben dem Zeitvertreib wird auch die Konzentrationsfähigkeit gefördert, damit bleiben ältere Personen geistig fit und interessiert am Leben.

Was hören?

Damit der Stoff nie ausgeht, können Sie auch Tauschbörsen wie Tauschticket (https://www.tauschticket.de/) verwenden.

Hörbücher mit Gemeinschaftserlebnis

Wer Hörbücher gerne zu einem Erlebnis mit Eltern und Großeltern machen möchte:

 

Wer selbst gerne schreibt und den Schritt wagen möchte, seine Texte zu publizieren, findet in der Grauen Feder (http://www.graue-feder.de/) eine nutzerfreundliche Plattform.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren Hörerlebnissen!

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Ovital Weihnachtsfeier 2018. Volles Haus. Ein Rückblick. https://ovital-pflege.de/ovital-weihnachtsfeier-2018-volles-haus-ein-rueckblick/ Mon, 07 Jan 2019 11:32:00 +0000 https://ovital-pflege.de/?p=2945 Von Daniela Krautsack

Wir sind spät dran mit dem Rückblick auf das Zusammentreffen mit Knecht Ruprecht. Aber auch die Elfen, Rentiere und Schreiberlinge brauchen mal Erholung und so haben wir die ersten Tage des neuen Jahres genutzt und Geschichten, Fotos und Videos von der Weihnachtsfeier zusammengetragen.   Es wurde gelacht, geplaudert, getrunken und Süßes geschmaust. Denn es ist […]

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Von Daniela Krautsack

Wir sind spät dran mit dem Rückblick auf das Zusammentreffen mit Knecht Ruprecht. Aber auch die Elfen, Rentiere und Schreiberlinge brauchen mal Erholung und so haben wir die ersten Tage des neuen Jahres genutzt und Geschichten, Fotos und Videos von der Weihnachtsfeier zusammengetragen.

 

Es wurde gelacht, geplaudert, getrunken und Süßes geschmaust. Denn es ist Weihnachten, die Zeit, in der es einen Freifahrtschein für Zuckergenuss gibt. Man iss soviel, wie man es (er)tragen kann. Weil so ein Vanillekipferl, eine Mandelmakrone und eine Rumstange – wer kann da schon nein sagen?

 

Auch den Ovital-Mitarbeitern lief beim Gedanken an Weihnachtskekse das Wasser im Mund zusammen. Kurzerhand haben sich alle beim Backen der Kekse eingebracht. Manche haben ein goldenes Kekshändchen gezeigt, bei anderen hat es Dutzende von Versuchen benötigt. Egal. Herausgekommen sind die besten Kekse, die man sich wünschen kann. Weil sie mit viel Liebe gemacht wurden. Sagen zumindest die Hobby-Bäcker der Ovital-Crew.

 

Auf Wunsch teilen unsere Elfen aus der Küche das Rumstangen Rezept, das bisher in einer geheimen Lade verwahrt wurde.

Copyright: Philip Schönauer

 

Pssssssst, nicht weitersagen! So wird die Rumstange gemacht:

Das müssen sie einkaufen:

  • 200 g Schokolade (gerieben)
  • 200 g Haselnüsse (gerieben)
  • 100 g Staubzucker
  • 20 g Schokostreusel
  • 3 EL Rum
  • 3 EL Wasser
  • 2 Eiklar
  • 1 Packung Vanillezucker

So werden die Rumstangen zubereitet:

  1. Zuerst Schokolade, Haselnüsse, Puderzucker und Vanillezucker gut vermischen.
  2. Eiweiß, Rum (oder Orangensaft) und das Wasser dazumischen und alle Zutaten gut verkneten.
  3. Die Masse zu einer Teigrolle formen und für eine Stunde kalt stellen.
  4. Die Schokoladenrolle aus dem Kühlschrank nehmen und Stangn formen (ca. fünf Zentimeter lang, einen Zentimeter im Durchmesser).
  5. In den Schokostreuseln wälzen und auf ein Backblech legen.
  6. Über Nacht an einem kühlen Ort ziehen lassen. Achtung, nicht zu lange am Fensterbrett lagern. Wir haften ungern für betrunkene Katzen.

Das nächste Weihnachten kommt bestimmt. Mit den Rumstangen wird auch Nachbarin Elfi sicher auch schon zu Ostern glücklich.

 

Und was wäre eine Weihnachtsfeier ohne Weihnachtsmann? Nicht nur Kinder finden daran Freude, wenn Geschenke verteilt und lustige Anekdoten über die Familie oder auch über Mitarbeiter und Kunden des Pflegedienstes erzählt werden.

 

Wir schnappen Geschichten auf, die uns zum Schmunzeln bringen. Frau G. zu Frau E.: „Meine Enkelin hat einen ‚Miet-Nikolo’ eingeladen. Der sagt zu meinem Urenkel: „Ho-ho-ho – Ich komme soeben mit meinem Schlitten vom Himmel her geritten“. Da schaut ihn mein Urenkel mit runzelnder Stirn an und sagt: „Ich hab aber nur ein Flugzeug am Himmel gesehen! Wo parkt denn Dein Schlitten?!“

 

Ja, in Zeiten von ‚Fake News’ müssen wir unsere bisher gültigen Geschichten an den Zeitgeist anpassen. Unser Weihnachtsmann war zwar fake, aber bemüht echt. Wir werden uns bemühen, ihn bis Ende 2019 gut zu nähren, damit er wie sein Weihnachtsmann Vorbild aus dem Internet etwas fülliger wird.

Er hielt bei der Geschenkübergabe eine Rute in der Hand, war aber glücklicherweise gar nicht nachtragend. Frau Ruprecht namens Michaela unterstützte ihn fleißig als Namens-Souffleuse und Päckchenträgerin.

Video-Mitschnitt vom Ovital Weihnachtsmann

Eine Weihnachtsfeier bei Ovital ist keine richtige Party, wenn der Chef nicht singt. Der Applaus war groß, Ralf Novy ist aufgeblüht.

 

Ja, es wurde viel gelacht.

Manche unserer Kunden wollten gar nicht nach Hause gehen. Wir haben unsere Kunden und Mitarbeiter bei der Weihnachtsfeier zusammengebracht und durch die ausgelassene Stimmung wurden Erinnerungen an Weihnachten im Kreis von Familie, Freunden und vergangenen Tagen wach.

 

Zu guter Letzt möchten wir allen Mitarbeitern nochmals ein großes DANKE übermitteln, denn sie haben diese Weihnachtsfeier so besonders gemacht!

 

Wir starten das Jahr 2019 mit viel Freude an unserer Arbeit und möchten Ihnen dieses Gedicht widmen:

Ich schick Dir einen Engel,

Der Dich stets bewacht,

Der mit Dir ein Tränchen weint –

Aber auch mal lacht.

 

Ich schick Dir einen Engel,

der sich um Dich sorgt,

der Dir, wenn Du ratlos bist,

gern sein Ohr Dir borgt.

 

Ich schick Dir einen Engel,

der Dich innig liebt,

der mit seinem Flügelschlag

Dir wieder Hoffnung gibt.

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