Was tun, damit die Enkel öfter zu Besuch kommen?

Die Digitalisierung hat unser Kommunikationsverhalten innerhalb der Familie dramatisch verändert.  Wir leben und arbeiten vernetzter und mobiler. Kinder und Enkel sind permanent online. Das droht die Beziehungen zu den Großeltern stark zu beeinträchtigen.

Besuche bei den Großeltern werden von den Enkeln, die sich am raschen Tempo der digitalen Kommunikation orientieren, oft als langweilig empfunden. Das langsamere und lautere Sprechen bei Oma und Opa macht die jüngere Generation ungeduldig.

Der Besuch der Enkelkinder stellt für die Großeltern jedoch eine große Freude dar. Wie motiviert man Urenkel, Enkel und Kinder, dass sie den Besuch bei den Großeltern schätzen?

Fragen Sie die Großeltern nach Geschichten von früher

Bitten Sie die Großeltern zu erzählen, was sie früher gerne gemacht haben und an welche Anekdoten sie sich erinnern können. Halten Sie diese Geschichten mit der Aufnahmefunktion des Smartphone fest. Ihre Kinder werden diese Geschichten schätzen, wenn sie älter sind. Erinnern Sie Ihr Familienmitglied an Episoden, die Emotionen geweckt haben; Daran kann sich jeder lange erinnern. Motivieren Sie Ihre Kinder, einen Familienstammbaum zu erstellen und diesen kreativ zu gestalten. Damit sind einige Besuche mit Interviewfragen und Stöbern durch alte Familienalben gefüllt.

Gehen Sie nach Draußen

Motivieren Sie zu einem Spaziergang. Mit kleinen Enkelkindern kann man zusammen auf Schatzsuche gehen. Wer findet den außergewöhnlichsten Stein oder die schönsten Blätter im Herbst? Man kann die gefundenen Naturschätze dann zuhause mit Farbe verzieren. Ältere Enkel können Oma im Rollstuhl durchs Dorf oder die Nachbarschaft in der Stadt schieben und zu einem Stück Torte ins Kaffeehaus einladen. Oder man besucht eine vertraute Person, die man schon viel zu lange nicht mehr gesehen hat.

Machen Sie eine Musik Playliste und singen Sie mit den Großeltern

Mit gewohnten Klängen können Menschen emotional besonders gut erreicht werden. Das spricht Patienten an, bei denen kein verbaler Dialog möglich ist, oder jene, die Entspannung benötigen oder einfach um positive Gefühle zu wecken. Ich kann mich gut an das gemeinsame Singen mit meiner Oma Kamilla erinnern. Ich war 5 Jahre alt. Text und Melodie und sogar Bildfragmente sind mir noch immer im Kopf. Mein Opa hat dazu mit der Ziehharmonika gespielt. Wenn Sie ein Musikinstrument (gut) beherrschen, nehmen Sie es zum nächsten Besuch mit und spielen Sie den Großeltern etwas vor. Oder schenken Sie Oma oder Opa einen mp3 Player mit altersgerechten Kopfhörern oder Lautsprecher, auf dem Sie ihre Lieblingslieder aufgenommen haben. Lernen Sie die Texte und singen Sie gemeinsam.

Schenken Sie Oma eine Roboterkatze

Das hört sich gewiß etwas eigenartig an. Aber Roboterkatzen wurden für Senioren erdacht, die sich nicht um ein lebendes Haustier kümmern können. Die elektronischen Begleiter reagieren auf Streicheleinheiten, geben schnurrende Töne von sich und fühlen sich flauschig an. Weltweite Studien mit Senioren haben ergeben, dass die Robotertiere für Wohlbefinden sorgen und das Gefühl von Einsamkeit reduzieren. Besonders kleine Enkel werden sich auf die Besuche bei Oma oder Opa freuen, wenn sie das interaktive Spielzeug im Arm halten dürfen.

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Foto mit Hasbro Roboterkatze: Copyright Hasbro