Erkältungen im Alter? Nein danke.

Jetzt ist er da, der Herbst. Die Blätter fallen, die Heizung wärmt die Stuben und die Absatzzahlen von Tee und Hustenbonbons steigen. Die ersten Erkältungen klopfen an unsere Türen und ich habe mir vorgenommen, in dieser Herbst/Winter Saison nicht zu öffnen.

 

Während ein Schnupfen in jungen Jahren schnell auskuriert ist, kann ein Infekt im Seniorenalter ernsthafte Folgen haben. Das Immunsystem wird schwächer. Viren und Bakterien fliegen aus allen Richtungen auf uns zu. Erkältungen vorzubeugen fällt schwer.

 

Die Gefahr im Alter

Bei Menschen ab 60 verlaufen Infektionskrankheiten oftmals schwerer als bei jungen Menschen. Es dauert auch länger, die Erkältung auszukurieren. Eine große Gefahr besteht auch in Folgeerkrankungen. Es sind Komplikationen, die sich aus einem eigentlich harmlosen Infekt entwickeln können.

 

Die Erkältungsviren legen sich auf das Herz oder die Lunge und können dort eine Herzmuskel- oder Lungenentzündung auslösen. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte Menschen ab dem 60. Lebensjahr eine Grippeimpfung.

 

Wie kann man sich am besten gegen Erkältungen schützen?

Vorbeugung ist für Senioren der beste Schutz.

 

Regelmäßig Händewaschen

Als wichtigste präventive Maßnahme gilt die Hygiene, damit sich Erkältungsviren nicht so rasch verbreiten können. Waschen Sie regelmäßig ihre Hände, besonders wenn Sie zuvor Kontakt mit Erkrankten hatten und halten Sie Abstand von hustenden und niesenden Zeitgenossen.

 

Viel trinken und vitaminreich essen

Ein starkes Immunsystem entsteht aus abwechslungsreicher Ernährung. Essen Sie vitamin- und ballaststoffreich, um Ihre Abwehrkräfte zu stärken. Sie sollten täglich viel Flüssigkeit zu sich nehmen, damit die Schleimhäute feucht bleiben und die Krankheitserreger abgewehrt werden. Trinken Sie Fenchel-, Anis- oder Salbeitee zur Vorbeugung, oder wenn der Hals schon kratzt.

 

Frische Luft ins Haus lassen

Die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle, wenn Sie Erkältungen verhindern möchten. Die warme Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhäute aus; das begünstigt Viren und dadurch Erkältungen. Sorgen Sie daher mit regelmäßigem Stoßlüften für Frischluft in Ihrer Wohnumgebung. Besorgen Sie einen Luftwäscher oder Luftbefeuchter, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

 

Bewegen Sie sich täglich

Die empfohlene Schrittzahl, um gesund zu bleiben, sind 10.000 Schritte pro Tag (das sind ca. 7-8 km pro Tag). Dann können die Organe gut funktionieren. Blutdruck, das Risiko von Diabetes, Herzinfarkt oder Schlaganfall reduzieren sich.

Fahren Sie weniger mit dem Auto oder Lift, gehen Sie mehr zu Fuß. Frische Luft in Kombination mit Bewegung bietet einen effektiven Schutz vor einer Erkältung.

Um eine Erkältung zu verhindern, genügt oftmals bereits ein Spaziergang von etwa einer halben Stunde. Dann aber täglich und auch, wenn es draußen matschig und ungemütlich wird.

 

Passende Kleidung

Der Körper ist bei Kälte schlechter durchblutet, sodass weniger Abwehrzellen vorhanden sind. Das schwächt das Immunsystem. Ziehen Sie sich in Schichten an, die sie dem Wetter entsprechend an- und ausziehen können. Achten Sie dabei insbesondere auf die Füße. Warme Füße regen die Durchblutung an und halten die Immunabwehr aktiv.

 

Sie sind schon erkältet?

Schmerzt Ihr Hals? Läuft die Nase? Kündigt sich ein Husten durch ständiges Hüsteln an? Dann empfehlen wir Ingwertee mit Zitrone und Honig. Am besten 2-3 Tage ganzen Tag trinken. Gießen Sie den frischen Ingwer immer wieder mit heißem Wasser auf und fügen Sie Zitrone und Honig hinzu. Als alternative Süssungsmittel bieten sich für Diabetiker künstliche Süßstoffe und Stevia an.

Ingwer-Zitronen-Honig-Tee ist kein Geheimrezept mehr. Der Tee hilft – das ist millionenmal erprobt. Quelle: Canva

 

Wie lassen sich die Symptome von Erkältungen lindern?

Das Beste, was Sie tun können, um die Erkältung auszukurieren, besteht darin, Ihrem Körper Ruhe zu gönnen und Anstrengungen zu vermeiden. Auch wenn Ihnen Symptome und Erkältung zunächst harmlos erscheinen, Senioren sollten sich nicht scheuen, zum Arzt zu gehen – vor allem, wenn die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht abgeklungen sind.

Manchmal helfen aber auch die besten Maßnahmen nichts und der grippale Infekt ist da. Quelle: Canva

 

Der Arzt kann dann abklären, ob es sich um einen grippalen Infekt oder eine echte Grippe handelt, die für Senioren noch gefährlicher ist. Außerdem kann er Ihnen gegebenenfalls ein Mittel aufschreiben, um die Erkältung zu lindern, damit Sie schon bald wieder auf den Beinen sind.

 

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