Seniorenreise an die Ostsee

Shoppen, essen, Meer angucken – das hilft auch, sagen 16 SeniorInnen aus Dortmund und Hagen nach ihrem Ausflug an die Ostsee. 

Reisen ist das beste Heilmittel gegen Kummer, sagte Alfred de Musset.

Es ist Juni und die jährliche Sommerreise an die Ostsee steht beim mobilen Pflegedient Ovital Pflege auf dem Plan. Viele der SeniorInnen, die der Pflegedienst betreut, freuen sich schon ganzes Jahr darauf. Wer hätte gedacht, dass 2020 alles etwas anders läuft.

Fast hätte die Reise nicht stattgefunden. Die Lockerungen der Bundesregierung haben es dann zur Riesenfreude der mitfahrenden SeniorInnen doch möglich gemacht, die Reise im Juni an die Ostsee anzutreten. 

Unbeschwertes Zusammensein mit anderen SeniorInnen – der Ostsee – Urlaub hat viele wieder glücklich gemacht – Foto: Ovital

 

Flexible Reiseplanung machte die Ostsee – Reise möglich

„Wir mussten einige Highlights unserer Ostsee – Reise, die manche der SeniorInnen schon von früheren Reisen kannten, streichen. Das bedeutete kein Besuch im Tierpark, kein Besuch in Gasthöfen, wo es immer tolle Kuchenbuffets gab und keine abendlichen Tanzabende und Theateraufführungen. Da sind wir einfach zu Bauernhöfen gefahren und durften die Tiere beobachten und zu einem Leuchtturm, der eine tolle Aussichtsterrasse hat. Unsere Reise an die Ostsee führte uns nach Boltenhagen, nach Wismar, Kühlungsborn, Timmendorf auf der Insel Poel, vorbei an der Seehundsandbank, nach Scharbeutz, Travemünde und Lübeck. 

„Wir nächtigen schon seit einigen Jahren im Hotel am See in Grevesmühlen, wo man unsere SeniorInnen persönlich mit ihrem Namen anspricht und auch sonst ganz auf unsere Bedürfnisse eingeht.“, sagt Ralf Novy. „Da erhalten wir sogar einen Generalschlüssel, damit wir im Bedarfsfall Zugang zu den Zimmern unserer SeniorInnen haben. Das Team im Hotel hat zur Begeisterung der Gruppe sogar einen Grillabend für uns organisiert.“ fügt Michaela Zittlau hinzu. 

Shoppen, Essen, Meer angucken

Das sind die Highlights, so simpel sie auch klingen. „Wir achten auf die Bedürfnisse der SeniorInnen, wenn wir die Reise planen“, sagt Michaela Zittlau. „Viele wollen an Orte reisen, die sie schon aus den vergangenen Jahren unserer Reisen oder aus ihrer Jugendzeit kennen. Wir versuchen diese Herzenswünsche stets zu erfüllen.“

Ausgelassen sein und sich treiben lassen - das Ovital team kümmert sich um alles und jede(n) - Foto: Ovital

Ausgelassen sein und sich treiben lassen – das Ovital team kümmert sich um alles und jede(n) – Foto: Ovital

Warum Reisen für Senioren so wichtig sind

Dass soziale Beziehungen zentral für ein zufriedenes Leben im Alter sind, spiegelt sich auch in vielen Altersstudien wieder. Das ist bei den KundInnen von Ovital Pflege nicht anders. Egal, ob es ein großer Freundes- und Bekanntenkreis, Partner, Kinder, Enkel oder Nachbarn sind: Die PatientInnen, die diese Menschen in ihrem Leben haben, sind laut Erfahrung der Ovital Pflegekräfte zufriedener.

Weil das Zusammensein mit Menschen der Katalysator für so viele andere positive Faktoren ist, betont Firmen-Inhaber Ralf Novy die Wichtigkeit der Reisen, die das engagierte Team des mobilen Pflegedienstes in Dortmund und Hagen regelmäßig organisiert. 

Reisen steigert den Happiness – Faktor

Sich mit anderen zu treffen, sei eine Motivation für die Mitreisenden und eine Gelegenheit, beweglich und körperlich fit zu bleiben. „Wir machen diese Reisen nun seit 13 Jahren“, sagt Pflegerin Michaela Zittlau, „und freuen uns jedes Mal zu sehen, wie der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Reise beweglicher, fröhlicher und redefreudiger wird. Da werden Rollatoren schon mal stehen gelassen, was am Anfang der Reise für die Leute unvorstellbar gewesen wäre.“ 

Gespräche halten auch das Gehirn fit. Menschen, die mit 60 Jahren gute soziale Kontakte pflegen, haben später ein deutlich verringertes Risiko, an Demenz zu erkranken. „Deshalb bieten wir an unseren Standorten Dortmund und Hagen Gehirnjogging an.“ erklärt Ralf Novy. „Derzeit und bis auf weiteres finden aufgrund der unsicheren Situation rund um die Corona-Krise weder unsere Gehirnjogging-, noch unsere Gymnastikeinheiten statt, weil wir unsere älteren Kunden schützen müssen. Das missfällt unseren Kunden natürlich – sie vermissen den regelmäßigen Austausch mit Gleichgesinnten. Da fällt die eine oder andere Aussage, die uns sehr nachdenklich stimmt, etwa ‚Ich sterbe lieber, als dauernd alleine zu sein.‘ 

Rundum-Sorglos-Paket für SeniorInnen

Die Ovital Pflege – Reisen sind innerhalb kürzester Zeit ausgebucht, weil ein Rundum-Sorglos-Paket angeboten wird. „Wir achten darauf, dass alles altersgerecht ist.“ erklärt Pflegerin und Tausendsassa Michaela Zittlau, die seit vielen Jahren die Reise organisiert. „Diese Reise hat uns administrativ schon vor Herausforderungen gestellt.

Wir haben uns nicht nur um die Medikamenteneinnahme unserer Mitreisenden gekümmert, sondern auch ums regelmäßige Fiebermessen, die Desinfektion, den Check, ob alle die Masken dabei haben und die Erinnerung an die Hygienemaßnahmen. Alle haben sich vorbildlich verhalten. Nur einmal hat ein Herr, der an Demenz erkrankt ist, alle Maßnahmen vergessen. Er hat mich vor lauter Freude ganz fest umarmt. Ich habe das zugelassen, ohne zu meckern, weil ich gemerkt habe, dass er das in diesem Moment sehr gebraucht hat.“

Keine Frühlingsreise ohne Strand; ein Spaziergang mit Blick aufs Meer beruhigt. Wir lieben die Ostsee – Foto: Ovital

Das Highlight ist der Strand

„Das Highlight in Boltenhagen war für die meisten der Strand. Bis vor unserer Abreise waren viele unserer PatientInnen zu Hause eingesperrt. Sich mal wieder sich frei bewegen zu können, das war für alle toll.“ berichtet Pflegerin Andrea. „Wir versuchen die SeniorInnen so oft wie möglich zum Lachen zu bringen. Wir haben einen sehr familiären Umgang miteinander.“

Besuch am Bauernhof – Tiere beobachten freut PflegerInnen und PatientInnen gleichermaßen – Foto: Ovital

Gute Laune garantiert

Das gelingt Pflegerin Michaela, wenn sie am Bauernhof von der Kuh abgeschleckt wird, am Kindertraktor eine Runde fährt und beim Warten auf das Ausflugsboot am Steg herumalbert. Die gute Laune lädt zum Tratschen ein und die 16köpfige Gruppe sitzt oft bis spätabends bei einem Gläschen Bier oder Saft zusammen. Michaela Zittlau lacht, wenn sie von der abendlichen ‚Cocktail-Tradition‘ erzählt: „Jede und jeder will an meinem Cocktail nippen, dabei wird viel gekichert.“ 

Ostsee – Urlaub 2020 einmal anders – trotz Masken hatten alle viel Spaß – Foto: Ovital

Der Urlaub geht für alle viel zu schnell zu Ende. Manche fragen Ralf Novy und sein Team, ob sie noch verlängern können. Der eine oder andere will gar nicht zurück nach Hause fahren. Da wartet das leere Heim. Die Abläufe, die man kennt. Und wenn niemand da ist, der den ganzen Tag durchplant, kann ein Termin und ein Telefonat schon überfordern. „Ich buche jetzt schon meinen Platz für den nächsten Ausflug“, entziffert Michaela die handgekritzelte Schrift am Feedbackbogen.

Collage Ostsee  - Urlaub 2020

Kuchen, aufs Meer gucken, viel Lachen – und dazwischen Fiebermessen und Handhygiene praktizieren – Foto: Ovital

Lesen Sie auch unseren Blog zur letzten Ostsee – Reise – klicken Sie hier: Ostsee-Reise 2019